20 März, 2012

Pimp - Tutorial... Creadienstag

Am heutigen Dienstag dürft IHR mal kreativ sein!
Denn heute gibts mein Pimp-Tutorial, dass ich euch vor einiger Zeit versprochen habe. Die meisten von euch wissen sicherlich längst, wie es funktioniert und vielleicht hat jeder eine andere Variante gefunden, mit der es am besten funktioniert. 
Ich zeige euch heute, wie ich es mache.

Los gehts.

Idee - Shirt - Stoffreste
Vliesofix

Zum Pimpen braucht ihr zunächst mal ein langweiligen Kleidungsstück... ich habe heute ein dunkelblaues Shirt im Angebot. Außerdem braucht ihr eine Idee, einige Stoffreste, Schere, Nähmaschine und Vliesofix (das gibts im Handarbeitsladen um die Ecke, oder zum Beispiel hier). Sinnvoll wäre auch noch Stickvlies.
Beim Kleidungsstück sollte ihr darauf achten, dass es groß genug ist, um es zu besticken. Eine Ministrumphose kann zum Beispiel nicht am Schienbein bestickt werden (zumindest nicht von mir!) Außerdem ist es für den Anfang einfacher einen nicht-dehnbaren Stoff zu pimpen.

Stoffreste mit Vliesofix bebügeln
Die Stoffreste werden nun auf der linken (der unschönen) Seite mit Vliesofix bebügelt. Ich lege das Vliesofix dazu auf das Stoffstück, schlage beides in Backpapier ein und bügele die Stoffreste ca 10sec auf höchster Stufe. Das Vliesofix wird dadurch flüssig und verbindet sich mit dem Stoffstück.
Anschließend solltet ihr die Stoffe kurz abkühlen lassen, damit die Vliesofixschicht wieder fest wird. Das dauert nur einige Sekunden. Der Stoff ist nun fester und stabiler geworden.

Einzelteile aufmalen

Nun könnt ihr eure Idee auf den Stoff zeichnen. Am besten mit einem Kreidestift, der rückstandslos verschwindet. Ich zeichne die Einzelteile eigentlich selten vor, sondern schneide einfach drauf los. Extra für euch habe ich hier ein Teil aufgemalt. Könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie schwierig es ist, gleichzeitig zu zeichnen und eine -auf einmal- tonnenschwere Spiegelreflexkamera zu halten, um dann noch ein gescheites Foto zu produzieren? *lach*


Nachdem ihr eure Stoffreste passend zugeschnitten habt, legt ihr sie auf das Kleidungsstück, dass ihr pimpen wollt. Legt sie gleich so hin, wie es später aussehen soll. Habt ihr, wie ich, mehrere Teile zugeschnitten, dann solltet ihr darauf achten, dass die Teile sich etwas überlappen. Das macht es einfacher.

Nochmal überbügeln



Das fertige Bild wird nun noch einmal mit dem Bügeleisen bearbeitet. Dadurch wird das Vliesofix wieder flüssig und das Bild klebt auf dem Shirt.

engen Zickzackstich einstellen


Nun darf genäht werden. Dazu stellt ihr an der Nähmaschine einen engen Zickzackstich ein.
Shirt unter dem Nähmaschinenfuß in Position bringen und ab gehts. Hier wäre es außerdem sinnvoll, Stickvlies unter das Shirt zu legen. Damit wird das Stickwerk schöner... Ich hab hier ohne Stickvlies gearbeitet.

Ratter ratter ratter
Ratter ratter ratter
An schwierigen Stellen, wie Ecken oder Rundungen senkt ihr die Nadel, hebt den Nähmaschinenfuß an und dreht den Stoff von Hand weiter. Dann näht ihr ein kleines Stück, senkt wieder die Nadel, Fuß anheben, Stoff drehen, nähen... und so weiter

ratter ratter ratter

 An den Stellen, wo zwei Stoffstücke aufeinander treffen, näht ihr ein oder zwei Millimeter auf dem überlappenden Stoff weiter. Die überstehende Naht sorgt für etwas mehr Stabilität und wird im Anschluss, bei der Naht des überlappenden Stoffstücks, verdeckt.
Wichtig dabei ist es, dass die unten liegenden Stoffe zuerst angenäht werden, dann die darüber liegenden.

So näht ihr euch Stück für Stück vorwärts. Passt auf, dass ihr nicht versehentlich den hinteren Teil des Kleidungsstückes mit fest näht...
Am Schluss Nähte sichern, Fäden abschneiden und gleich anziehen.




Und jetzt viel Spaß beim Pimpen!


Lieblingsgrüße!






Kommentare:

  1. Sehr hübsch geworden!
    Liebe Grüße aus dem
    :: stoffbüro ::

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  2. Toll hast du das gemacht! Mir gefällt das Motiv total!
    Ich find das mit dem Umsticken ganz schön schwer, grad an verwinkelten Stellen.
    Ich hab ja keine Stickmaschine, aber fürs Umsticken mit der Nähmah nehm ich trotzdem Stickgarn, das glänzt schön. Ausserdem geb ich noch Stickvliess unter den Stoff, dann verrutscht nichts so leicht.
    Mein erster Versuch ist gleich in einem Wutanfall geendet: Hinterteil und Vorderteil zusammengenäht beim Sticken und beim Auftrennen gleich noch ein Loch reingeschnitten! Somit wars ein Fall für die Tonne!
    Liebste Grüße, Dagmar

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    1. Für das Umsticken benutze ich auch den "normalen" Teil meine Nähmaschine... ich hab ja so eine Näh-Stickkombi. Ohja, mit zusätzlichem Stickvlies werde ich es demnächst auch mal versuchen...

      Dein erster Versuch klingt so witzig! *lach* Entschuldige... Dir war da vermutlich kaum nach Lachen zumute;)

      Liebe Grüße!

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  3. Coole Idee... bis zu den Teil, wo man ganz akurat auf der Kante langnähen muss. Das ist für do einen Grobmotoriker wie mich, nicht ganz einfach. (o: Da verliert man kurz mal das Gefühl im Fuß und Schwuppdiwupp is man buchstäblich übers Ziel hinausgeschossen... )o: Naja das macht bei mir die Sachen immer individuell. (o: Und wenn jemand fragt: DAS MUSS SO SEIN! DAS IS KUNST! (o:
    Aber danke für die coole Idee... werd ich sicher ausprobieren! (o:

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    1. Übung macht den Meister ;)
      Aber deine Einstellung ist doch prima! Nichts geht über individuelle Kunst :D

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  4. Sieht sehr schön!
    Liebe Grüße
    Theresa

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  5. Sieht mal wieder genialst aus! :)
    Was anderes hätte ich aber auch nicht erwartet! *lob*

    Sonnige Grüße
    "die Britt"

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  6. sehr sehr tolle Idee. Möchte ich glatt nachmachen! Ich habe eine Frage: ist das Vlisofix absolut notwendig, wenn man noch umnäht? Macht es das ganze stabiler und haltbarer? LG Katrin

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    1. Hach... ich habs probiert ohne Vlisofix... Es geht schon irgendwie. Aber es hält nicht wirklich gut. Die Kanten fransen aus, und dann löst sich das schöne Bild vom Stoff.
      Das Vlisofix macht nicht nur den Stoff stabiler, wodurch es einfach zu nähen ist, sondern es verklebt das Bild ja auch mit dem Stoff.
      Irgendwo hab ich gelesen, dass Vlisofix bis 60° waschbar ist, und theoretisch auch ohne Befestigungsnähte hält. Der Zickzackstich sieht aber (meiner Meinung nach) schöner aus, und verhindert ein Ausfrasen der Schnittkanten...

      So und den ganzen Text schreib ich dir nun auch noch mal auf deinen Blog, damit du es auf jeden Fall siehst :)

      LG!

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  7. Ich mag diese Art von Applikatioenen. Als ich das erstemal Vlisofix gekauft habe, sagte die Dame im Laden doch tatsächlich ich solle es 24 Stunden ruhen lassen bevor ich die Applikation aufbügel-meine Ungeduld hat das bisher nicht zugelassen und scheinbar war diese Information auch totaler Koklores. LG

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    1. hä? 24h ruhen?
      hm, das hab ich noch nie gemacht... hat mir auch niemand gesagt ;)
      Vielleicht 24h warten vor der ersten Wäsche? Das könnte ich mir vorstellen...
      HAtte aber noch keine Probleme damit, dass ich nicht gewartet habe... wie wars bei dir?

      LG

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  8. Sehr schöne Appli. Vor allem finde ich die Bildunterschriften gut. ratter ratter*lach*. LG Bine

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  9. du machst echt tolle Applikationen, meine Maschine ist leider derzeit in der Werkstatt, muss mal anrufen wie es Ihr geht...mein Schatzi :) vermisse Sie sooo :)

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Und was denkst du darüber?