11 November, 2016

Die 10 Sätze, die ich nie sagen wollte, wenn ich Mama bin (+Gewinner)

Da waren sie... die Satze, die ich als Kind gehasst habe und die ich nienienieeemals sagen wollte.
Rausgerutscht in einem schwachen Moment.
Wiederholt in einer stressigen Situation.
Etabliert im alltäglichen Sprachgebrauch. 

Meine Top 10 der nervigsten Mama-Sprüche hab ich mal für euch zusammen gefasst.


1. Ich zähle bis drei, und dann...
eeeeinnnns.... zweiiiiiii.... zweieinhaaaaalb...
Zum Glück muss ich nie bis zum Ende zählen. Denn wenn man bis drei gezählt hat muss man auch konsequent sein. Sonst durchschauen die Kids das Spielchen ganz schnell.

2. Weil ich das sage!
Ich hasse es, wenn mir das rausrutscht! Eine blödere Erläuterung auf eine Warum-Frage gibt es doch wohl kaum, oder? Aber nach dem 27. Warum kann ich dann manchmal auch keine bessere Erklärung mehr finden.

3. Wenn du dir nicht die Zähne putzt, dann fallen sie aus!
Eigentlich nicht so unwahr. Wenngleich auch etwas dramatisiert. Das leidige Zähneputzthema ist hier bei uns ein ganz Großes. Jeden Morgen und jeden Abend. Da darf ein bisschen Drama nicht fehlen. 
 
4. Soll ich mal den Nikolaus/das Christkind/den Weihnachtsmann anrufen?
Gerne genutztes Druckmittel, gerade zur jetztigen Jahreszeit, wenn die Tage wieder kürzer werden. Das Christkind (bei uns gibt es den Weihnachtsmann nur in Büchern), schreibt jeden Tag an seiner Liste und ist bestimmt dankbar für den ein oder anderen Tipp zum aktuellen Verhalten des Kindes.
Allerdings rufe ich manchmal auch das Christkind an, wenn das Zuckermädchen besonders lieb war. 







5. Ist doch gar nicht so schlimm.
Der Satz steht auf meiner "don´t do"-Liste ganz ganz oben. Wenn sie weint, dann ist es schlimm! Eben in diesem Moment, in dem die Tränen kullern ist es schlimm. Da brauch ich mit so nem blöden Satz auch gar nicht versuchen das momentane Leid zu schmälern.
Will ich auch gar nicht. Aber bei dem Versuch über den Kratzer, das kaputte Spielzeug oder den fehlenden roten Rock der immer noch in der Wäsche ist, hinweg zu trösten, rutscht er mir doch manchmal raus. Aus meiner Sicht ist das Geschehene eben "nicht so schlimm".
Ich ergänze ich den Satz dann aber immer schnell mit einem alternativenbietenden oder vergleichenden Nebensatz. Ist doch gar nicht schlimm, wir suchen mal den lilanen Rock, der gefällt dir doch auch so gut.

6. Du bist doch schon ein großes Mädchen.
Du kannst das doch schon alleine und du weißt das doch auch schon besser. Ja, natürlich ist sie schon groß. Und unheimlich clever auch. Sie kann so vieles, was sie eigentlich noch nicht können müsste (Rechnen zum Beispiel und Lesen und das auch bereits seit dem vierten Geburtstag).
Aber manchmal ist es eben auch einfach schön, sich helfen zu lassen und ein kleines Mädchen zu sein. Das mag ich ja auch immer noch: "Mamaaaaa... ich hab da so Unterlagen bekommen und versteh nicht was ich damit soll"

7. Wenn du jetzt schön lieb/mutig/artig bist, kauf ich dir nachher ein Eis/ einen Lolli/ eine Schokolade/ einen ganzen Süßigkeitenladen. 
Belohnungssystem anstatt Druck machen (Siehe Satz 4). Das funktioniert.
Meistens.
Nicht.
Zumindest funktioniert es manchmal genauso gut wie Satz 4.




8. Du hast jetzt mal 5min Sendepause!
Hallo? Man kann einem Kind doch nicht seinen Mund verbieten. Ist doch total toll, dass es immerzu etwas zu erzählen hat und so viele lustige Fragen stellt. Und auch toll, dass es sich auch nicht ängstigt zu sprechen, wenn Erwachsene sich unterhalten. Oder wenn die Mama gerade telefoniert. Oder einen wichtigen Artikel schreibt.

9. Das Kind hat andere Eltern: andere Eltern, andere Regeln.
Eigentlich ist das sogar einer meiner Lieblingssprüche auf beginnende Diskussionen á la "Aber KindXY darf auch ohne Schuhe in den Matsch." "Aber KindXY darf auch in Restaurant auf den Tisch klettern" "Kind XY darf aber auch die ganze Schokolade vor dem Frühstück essen" (ich bezweifle übrigens, dass KindXY das darf!)

10. Siehste, hab ich doch gesagt.
Ja, Mama... hast du gesagt. Ich wollte es aber trotzdem ausprobieren. Weil eigene Erfahrungen eben doch manchmal lehrreicher sind.
Deshalb sag ich auch diese doofen Sätze und mach diese wertvollen Aha-Erfahrungen. Obwohl du mir vorher schon gezeigt hast, dass sie nerven. Und doch irgendwie sein müssen.
Danke Mama. Ich verstehe es jetzt. 



Kennt ihr das auch? Welche Sprüche rutschen euch manchmal raus, mit denen euch eure Eltern schon genervt haben?

Lieblingsgrüße!


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P.S.:
Zum Schluss noch die Gewinner der beiden Vintagepakete.

Liebe Ursula, danke für deine Teilnahme per Facebook! Du gewinnst das Jungspaket und darfst es für deine Liebsten befüllen!


Und liebe Almut, du hast im Blog teilgenommen und hier das Mädelspaket gewonnen! Deshalb verzeih ich dir auch gerne das in meinen Namen ganz falsch hineingerutschte "e"... *zwinker*


Kommentare:

  1. Nummer 2! Aber bei uns allen! Wir sind eine Nachfrage-Familie (und meine Kids sind inzwischen 13 und 9). Auch ich frage "Warum", wenn die Kinder etwas wollen, was ich nciht direkt erlauben möchte, da will ich Argumente (Nr 9 zählt bei uns auch nicht ;))
    Der Sohnemann hat mal, als ihm die Argumente ausgingen gesagt: "Weil Baum" Das ist hängen geblieben. Bei uns heißt es also nicht mehr "weil ich es sage", sondern "weil Baum" ;)
    Auch doof: Wie alt bist du? 2? Rutscht aber leider auch immer wieder raus.

    Mein meistgehasster Spruch von meiner Mutter war übrigens, wenn ich zickig/schlecht gelaunt war: "Hast du dein Jod wieder nicht genommen?" Den hab ich aber noch NIE gesagt (ich schwöre), allerdings hing er mir schon ein paar mal gaaaanz vorne auf der Zungenspitze

    LG Starky

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    1. "Weil Baum" fund ich ganz große Klasse 😂.

      Bei uns war es früher "nöööhöööchts", denn das hat mein kleinerer Beuder immer gesagt, wenn er was angestellt hat und eines der Elternteile wütend verlauten ließ: "Wer war das?!?"

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    2. haha - genau: du benimmst dich wie ein Baby - wie alt bist du? :-D

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  2. Ich unterschreibe alle. Leider. Aber ich bemühe mich :)
    Hängengeblieben ist mir ein Urlaubsmoment aus diesem Sommer. Die mitfahrende Freundin erklärte ihrem Kind, warum es jetzt (es war warm, aber Wald mit Ameisen) unbedingt Schuhe anziehen solle, obwohl es so gar nicht wollte, mit den Worten: "Die anderen haben auch alle Schuhe an." Für den Satz hat sie sich zwei Tage lang in den Hintern gebissen..

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
    dörte

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  3. 1. Wir zählen bis 5 *g* Und funktioniert meistens. Manchmal kommt auch die 5 und die Konsequenz (ist für Sohnemann unheimlich wichtig, er testet das regelmäßig und mit unendlicher Ausdauer)
    2. Ja, oft, aber in anderem Zusammenhang. Nämlich dann, wenn es um undiskutierbare Dinge geht, Zähne putzen beispielsweise. Oder in die Schule gehen (und nicht zu spät kommen)
    3. selten, ergänzt mit "dann bekommst du nichts Süßen, nichtmal Marmelade...)
    4. fast nie
    5. ab und zu. Alternative anbieten ist eine gute Idee, werd ich mal versuchen, dran zu denken.
    6. Ja, oft.
    7. Nie. Wir versuchen das eher über "Privilegien" zu machen, d.h. wer sich entsprechend verhält, darf abends länger auf bleiben. Wer sich wie ein kleines Baby verhält, muss zur Normalzeit ins Bett.
    8. ja, doch, öfter...
    9. Das ignoriere ich oder sage "Bei uns ist es aber so."
    10. Das versuche ich zu vermeiden. Klappt fast immer.
    LG von TAC

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  4. Liebe Linda,
    das geht mir auch immer wieder so. Besonders oft rutscht mir heraus:
    Und wenn xy von der Brücke springt, springst du dann auch?
    :-)
    GLG Anna

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  5. Liebes Frl.Päng,
    wie peinlich mir das wohl ist.����Ich und die Autokorrektur inklusive minimini Tastatur lernen gerade miteinander umzugehen.
    Ich möchte mich herzlich für den Gewinn des Vintagepaketes bedanken . So etwas cooles und die olle Tafel, ein Sperrmüllfund, von unseren Kids heißgeliebt wird nun mal richtig aufgemöbelt.
    Die Tapete, ja die wird zu etwas dauerhaftem für uns alle.

    DANKESCHÖN ❤

    Ach und einen fiesen Elternspruch habe ich noch aus meiner Kindheit den ich niemals, never ever zu meinen Kids gesagt habe oder sagen werde:
    So lange Du Deine Füße unter meinen Tisch steckst hast Du zu tun und zu lassen was wir Dir sagen.
    Den fand ich einfach nur demütigend, schrecklich und abwertend.

    Liebste Dankesgrüße, Almut

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  6. Ich kenn leider fast alle deiner Sätze aus meinem eigenen Mund (bis auf die Chose mit dem Christkind/Nikolo - die Jungs bekommen Geschenke zur Feier der beiden, nicht von ihnen).
    Was ich leider auch ab und an sage - was gaaanz furchtbar ist - "...schau dir deinen Bruder an, der hat schon...".
    Oder fast genau so schlimm (beim Thema Verschwendung) "...und woanders haben die Kinder nicht zu essen/trinken/spielen..."
    "...ich geh schon mal ohne dich..." (HORROR mit der Verlustangst zu spielen..)
    "...nicht doch, ich habe eben geputzt..." als würden die Kinder absichtlich kleckern

    Die Liste lässt sich sicher noch ergänzen - leider!
    Alles Liebe,
    Tanja

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