09 August, 2017

10 Tipps für deinen Urlaub auf Teneriffa - mit Kind

In diesem Sommer hat es uns nach Teneriffa gezogen.
Eine Insel, die einfach alles zu bieten hat, was man sich für einen Sommerurlaub vorstellen kann.
Bei einem Aufenthalt von (nur) 7 Tagen, hat man direkt Sorge, die Zeit könnte nicht reichen, um die Möglichkeiten der Insel vollends auszuschöpfen.
"Vielfalt" beschreibt die größte der kanarischen Inseln am besten!
Auch mit Kind ist man nicht an die Hotelanlage gebunden. Überall gibt es etwas zu entdecken, was dem eigenen Geist einen maximalen Input an Weitblick gibt.

Die Insel hat uns mit ihrem unfassbaren Facettenreichtum auf jeden Fall ganz beeindruckt zurückgelassen.
Überlegt ihr auch, euch die Insel noch einmal anzusehen? Vielleicht im Herbst oder im nächsten Sommer?



Wir haben unsere Erfahrungen zusammengefasst zu den

10 ultimativen Freizeit-Tipps für Teneriffa

1. Auto mieten! 
Unerlässlich für die Insel ist ein Auto! Zwar gibt es vermutlich in dem Ort, in dem ihr euch niederlasst, schon eine Menge zu entdecken, doch die Insel bietet viel mehr.
Am besten mietet ihr euch euer Auto bereits in Deutschland und schließt über einen deutschen Anbieter auch direkt eine Vollkaskoversicherung ab. Sicher ist sicher. Unterbodenschutz und Glasbruch sollten auf jeden Fall mit abgedeckt sein (holprige Straßen oder Steinschlag in den Bergen!). Lasst euch aber vor Ort keine zusätzlichen Versicherungen mehr aufschwatzen.
Wir haben uns, da wir nur mit einem Kind reisten, für einen Kleinwagen entschieden. Die Sitzschale für das Zuckermädchen nahmen wir im Flugzeug als Handgepäck von zu Hause mit, um die Miete für einen Kindersitz zu sparen.
Übrigens: Auto fahren, bzw. Tanken ist auf Teneriffa spottbillig.





2. Teide und Vila Flor
Eine beeindruckend bizarre und atemberaubende Landschaft erwartete uns bereits auf dem Weg zum Vulkan El Teide!
Die Gegend war bereits mehrfach Kulisse von Science-Fiction-Filmen (“Planet der Affen”, “Krieg der Sterne”) und genau so fiktiv fühlt man sich in dort teilweise. Phänomenale Mondlandschaften und Wanderwege durch Vulkangestein auf dem Weg zum Pico del Teide ließen uns immer wieder anhalten. Der Lieblingslehrer mit ständiger Gänsehaut, das Mädchen mit vor Staunen offenem Mund und ich mit Tränen in den Augen. Mit den Höhenmeter, die wir mit unserem Fiat Panda hinter uns ließen, änderte sich die Vegetation beständig. Von Kakteenlandschaften, zu kargen wüstenähnlichen Gesteinswelten, durch einen dichten Nadelwelt.
Der Wahnsinn! (Besonders für kleine Nordlichter, wie wir es sind)
Auf dem Weg zur Spitze passierten wir außerdem Vila Flor. Das letzte Dorf vor dem Vulkan. Lange vorher gab es nichts außer unberührter Natur und das Gefühl auf dieser Welt winzig und allein zu sein. Doch dann plötzlich und unerwartet dieses kleine, unscheinbare Dorf und wir wurden wieder in eine fremde Welt geworfen.

Mit seinen 3718m ist er der höchste Punkt der Insel. Vom Fuße des Teides (ca. 2000m) kann eine Seilbahn genutzt werden um auf circa 3500m Höhe hinaufzufahren, diese fährt jedoch noch bis 16 Uhr. Die Wanderwege auf dem Weg zum Vulkan sind auch mit Kind (Zuckermädchen ist 5 Jahre alt) zu bewältigen. Wer ohne oder mit größeren Kids unterwegs ist, kann den letzten Weg auch ganz zu Fuß erklimmen. Die so oft beschriebene "Mondlandschaft" habe ich mir persönlich ganz anders vorgestellt. Jedoch tut das der unglaublichen Naturgewalt, die dort auf einen hereinbricht nichts ab.
Auf dem Rückweg zum Hotel ist das Zuckermädchen übrigens nicht wie erwartet völlig erschöpft auf dem Rücksitz eingeschlafen. Sie war regelrecht euphorisch und wissbegierig und wollte möglichst viel über Vulkane wissen. Ups. Da mussten wir auch erst mal googeln.

Wichtig: Unbedingt feste und bequeme Schuhe einpacken. Außerdem einen Kopfschutz, Sonnencreme, genug zu trinken und einen wärmeren Pulli für den Fall der Fälle.




3. Sonnenuntergang am Sandstrand. 
Teneriffas Strände sind mit schwarzem Vulkansand versehen. Meiner Meinung nach wirkt das immer irgendwie schmuddelig und ich war vor der Abreise fast sicher, dass wir nicht viel Zeit am Strand verbringen wollen.
Einige Strände wurden aber zur Freude der Touristen mit weißem Saharasand aufgeschüttet und bieten mit Palmen und Meer einen paradiesischen Anblick (zum Beispiel der Strand "Playa de las Teresitas" im Norden der Insel oder die kleine Bucht "Playa la pinto Colon" mit aufblasbarem Wasserpark in Süden der Insel).
Unseren schönsten Sonnenuntergang haben wir aber an einem schwarzen Sandstrand erlebt. Ganz gemütlich, mit zwei Dosen San Miguel, einer Dose Fanta und ein paar Keksen, wollten wir uns eigentlich nur kurz den Strand in Hotelnähe ("Playa del Duque") ansehen. Trotz des schwarzen Sandes übrigens ganz herrlich mit sehr ruhigem Wellengang. Perfekt für Familien mit kleinen Kindern. Und dann war er plötzlich mit einem bombastischen Farbspiel und einer absolut romantischen Atmosphäre da und ließ uns staunend verstummen.

Hinweis: Der Wind im Norden der Insel ist nicht zu unterschätzen. Gerade bei empfindlicher Kinderhaut können die aufgewirbelten Sandkörner ganz schön zwicken!






4. Naturschwimmbäder Piscinas
Wer es noch etwas abenteuerlicher mag, als gechillt am Strand auf seiner Liege zu relaxen und den Wellen zuzuhören, der sollte unbedingt auch eines der Piscinas besuchen.
Dabei handelt es sich um Naturschwimmbäder (zum Beispiel in Puerto de Santiago oder Garacchico). Die Becken sind auf natürliche Weise durch den Vulkanausbruch entstanden und bieten die Möglichkeit direkt im klaren Wasser des Atlantik zu schwimmen, ohne den Wellen ausgesetzt zu sein.
Tipp:
Trag feste Schuhe, den der Weg zum Becken ist nicht wirklich befestigt und man muss den ein oder anderen Felsbrocken überwinden. Der Eintritt ist übrigens frei.




5. Bergdorf Masca
Ein winziges Bergdorf mit atemberaubender Aussicht. Bis heute leben hier nur etwa 100 Leute – und mal abgesehen von den Touristen, die den Ort täglich überrollen, ist es wirklich herrlich friedlich hier. Der Weg zu dem Dorf ist übrigens bereits ein Highlight für sich. Durch schmale, kurvige Serpentinen lässt man einen Höhenmeter nach dem anderen hinter sich und wird nach jeder Kurve mit einer neuen grandiosen Aussicht belohnt.
Tipp: Wer ohne, oder mit größeren Kindern reist, kann auch hier eine mehrstündige Wanderung durch die Masca Schlucht bis zum Meer unternehmen.





6. Studentenstadt La Laguna
Eine traumhafte Studentenstadt im Norden von Teneriffa. Für uns, mit Unterkunft im Süden Teneriffas nur eine knappe Stunde Fahrtzeit entfernt. In der malerisch bunten Altstadt kann man herrlich lange umher schlendern und sich von der Farbenvielfalt der Mauerwände flashen lassen
Übrigens wurde La Laguna sogar zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.
In die langgezogenen und weitläufigen Straßen in Bonbonfarben habe ich mich direkt verliebt.
Tipp: Abends bietet die Stadt mit vielen kleinen Kneipen und Bars noch mal ein ganz besonderes Flair.






7. Santa Cruz
In der Hauptstadt der Insel leben gut 200.000 Einwohner. Die Stadt bietet eine Vielzahl von Plätzen, Museen, historischen und modernen Bauwerken und wunderschönen Parkanlagen mit modener Kunst. Der Lago mit Santa Cruz Schriftzug am Plaza de España bietet die Möglichkeit zur kurzen Entspannung und den perfekten Hintergrund für ein Erinnerungsfoto. Wir haben unseren Ausflug direkt mit einer kleinen Shoppingtour verbunden. Neben Kultur gibts hier nämlich auch richtig viele Geschäfte.






8. Los Gigantes
Riesige Klippen ragen steil aus dem Meer heraus. Von unserem "Heimat"-Standpunkt aus waren die Klippen ganz nah gelegen, so dass wir sie bei unseren Tagesausflügen immer mal wieder von verschiedenen Seiten betrachten konnten. Wer einen Tagesausflug in den Süden Teneriffas plant, sollte hier auch Zeit für einen kurzen Halt einplanen. Viele örtliche Veranstalten bieten auch Boots- und Schifftouren zu den Klippen an. Oft auch direkt in Verbindung mit der Beobachtung von Delfinen und Walen.





9. Wale und Delfine beobachten
Schifffahren ist für mich immer mit Überlkeit verbunden. Diese sanfte, beruhigende Geschaukel ist einfach nichts für mich, so dass ich schon vor Beginn der Tour Reisetabletten eingeworfen habe.
Steckt mich gerne in eine Wildwasserbahn, in eine Loopingbahn oder auch einen Jetski. Aber dieses Geschaukel, was Schiffe, Schaukeln oder Fahrstühle mit sich bringen geht einfach nicht. 
Auf dem Weg zum Ziel war ich also erst mal nur damit beschäftig, gleichmäßig zu atmen und einen Punkt am Horizon zu fixieren. 
Aber die Delfine und Wale  dann gleich neben dem Boot aufgetaucht ist, war die Übelkeit sofort vergessen. Wir hatten richtig Glück und fanden uns zuerst in einer großen Gruppe Pilotwale, etwas später dann direkt in einer noch größeren Gruppe Delfine wieder. Diese schönen Lebenwesen in der freien Natur zu erleben macht einen tatsächlich irgendwie ein bisschen glücklicher. Ein tolles Highlight war es, als sie uns, auf den vom Schiffsmotor hervorgerufenen Wellen hinterher schwammen und immer wieder und wieder an die Oberfläche sprangen, als würden sie auf den Wellen surfen.
Hinweis: Die Bootstouren gibt es in verschieden Preisklassen und für unterschiedliche Zeiträume. Für unsere 2 stündige Tour (2h Dauer, die kleinste Tour) haben wir in Summe knapp 50€ gezahlt. Beachtet hier, dass ihr die Tour mit Vorlaufzeit planen müsst! Eine Anmeldung von mindesten 24h vorher ist ratsam, denn die Fahrten sind meist ausgebucht.





10. Siam Park und Loro Parque
Der Siam Park Teneriffa wurde im Jahr 2015 mit dem Traveller’s Choice Award als bester Wasserpark ausgezeichnet. Er befindet sich im Süden der Insel und war lediglich 15 Autominuten von unserem Hotel entfernt. Er lockt mit einer genialen Wasserwelt und unglaublich spannenden Rutscherlebnissen. Ich hätte mich sicher begeistert von einer Attraktion zu nächsten gejubelt.
Leider haben wir diesen Park auslassen müssen. Für das Kind mit Rutschenphobie und den rückengeschädigten Lieblingslehrer hätte der Park einfach zu wenig Spaß mit sich gebracht und der Eintrittspreis von 34€ für Erwachsene und 24€ für Kinder wäre nicht gerechtfertigt gewesen, wenn eine zweidrittel Mehrheit unserer Reisetruppe am Beckenrand verweilt hätte. Und sicher wäre auch der Spaß bei mir auf der Strecke geblieben, wenn meine beiden Schätze ihn nicht teilen könnten
Der Loro Parque im Norden der Insel stand ebenfalls auf unserer "to see" Liste für Teneriffa. Hier mangelte es uns am Ende an Zeit um diesen Erlebnis-Tierpark noch zu besuchen. Mit einer Fläche von 13,5 Hektar, jeder Menge Shows und Spielplätzen sollte man auf jeden Fall einen Tag einplanen können, um das Erlebnis ganz auskosten zu können. 
Tipp: An jeder Ecke Teneriffas werden euch Kombitickets angeboten, mit denen ihr etwas vergünstigt in beide Parks kommen könnt.



Für uns auf jeden Fall eine ganz besondere Insel mit unheimlicher Vielfalt. Wir hätten unseren Urlaub auf jeden Fall noch um 2 bis 4 Tage verlängern können, um annähernd das Gefühl zu haben, "alles" gesehen zu haben.
Wer von euch war auch schon dort oder hat vor die Insel in näherer Zukunft zu besuchen?


Lieblingsgrüße!



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