08 Mai, 2018

Erzieht uns die Schule zu Helikoptereltern? Wir weigern uns.

Ihr erinnert euch alle an eure Kindheit. An die Freiheit, die Unbeschwertheit und die Sorgenlosigkeit. An die Zeit als die Straße und die Nachbarschaft noch zu eurem Garten zählten. Als ihr mit dem Rad zu Freunden fuhrt, mit der einzigen Auflage zum Abendessen wieder zurück zu sein.
Wir hatten keine Sorgen, nur ganz viel Zeit in der frischen Luft, in der wir Frösche fingen, Käfer sammelten, Sand und Steine auf ihren Geschmack prüften und auf Bäume kletterten.

Im Kindergarten bekam ich morgens neben dem kleinen Rucksack auch den kleinen Bruder an die Hand. Das kurze Stück zum Kindergarten gingen wir völlig selbstverständlich allein.
Auch den Schulweg kannte ich lange vor dem ersten Schultag. Meine Schultasche hat meine Mama nie gepackt und meine Schulsachen waren auch nicht thematisch nach Farben sortiert und mit Symbolen gekennzeichnet. Und nein, keiner meiner Stifte hatte ein Namensetikett. Abgesehen von dem neuen tollen Füller, auf den ich so wahnsinnig stolz war, dass ich selbst (!) meinen Namen darauf geschrieben habe.


Heute sind wir gerade beim Thema Schule so wenig gelassen, wie nie zuvor. Wir zwängen uns in Regeln und Vorschriften und gehen jeden Weg, um unsere Kinder schon in der Krippe auf das Einser-Abitur vorzubereiten.
Da  sind die Eltern, die am Schultor noch mal die Tasche überprüfen und notfalls den vergessenen Turnbeutel direkt zur Sporthalle bringen.
Da gibt es Eltern, die mit den Kindern auf Klassenfahrt wollen, um zu sehen was die Kids da so alleine machen.
Da sind die Väter, die ihre Kleinen von Logopäde zu Therapeut schleppen, weil die Aussprache nicht ganz und gar hunderprozentig ist (übrigens lisple ich selbst ganz leicht und das seit ich denken kann).
Selbst beim Spielen, gibt es die Eltern, die dem Kind mit der Hand am Kinderpopo auf dem Klettergerüst nachklettern.
Die Mutter, die mit den Kleinen im Sandkasten hockt und nacheinander verschiedene Sandförmchen zum Spiel anbietet. Und natürlich wird nur im runderherum eingezäunten Garten, unter ständiger Aufsicht und stetiger Verfügbarkeit von Saft, Snacks, Sonnenmilch und Insektenspray gespielt.


you can do it


Nun grenzt es fast an Fanatismus, wenn ich die Schule für diesen Zustand zur Verantwortung ziehen will, das gebe ich zu. Denn gerade im Gespräch mit Lehrern und Erziehung kommt das Thema „Helikoptereltern“ immer wieder zur Sprache und immer wieder sind die pädagogischen Kräfte fürchterlich entsetzt. Sicherlich setzt die Helikoptertätigkeit der meisten Eltern auch bereits vor der Schulzeit ein. Dennoch glaube ich, dass die Schule mich in meiner sonstigen Gelassenheit beim Thema Erziehung ausbremst.
 

Ihr müsst wissen, dass es in unserer Region so gehalten wird, dass die Kinder bis einschließlich zur zweiten Klasse von den Eltern zur Schule gebracht werden. Natürlich müssen sie dann auch abgeholt werden. Prima, sagen da die meisten meiner Miteltern, da bin ich sicher, dass sich mein Sprößling auch nicht mit dem kleinen Zeh ohne mich außerhalb des Schulgeländes aufhält. Was da alles passieren könnte! Mit in die Schule dürfen die Eltern dann aber nicht. Tasche abstellen, Jacke ausziehen. Das müssen die Kleinen alleine schaffen. Für viele Eltern ein ganz schön großer Schritt und vermutlich schon guter ein Kompromiss zwischen Helikopter und Selbstständigkeit, den die Schule zu finden versucht.
So chauffieren wir alle unsere Kinder im Helikoptertaxi bis zur Schultür, aus Angst vor dem was in unseren Köpfen ist und lösen damit zu Schulbeginn und zu Schulschluss das allergrößte Verkehrschaos aus. Auch ich chauffierte im elterlichen Taxi mitten ins Verkehrschaos.

Des weiteren gibt es Richtlinien nach denen die Schultasche des Kindes gepackt werden sollte. Diese Richtlinien konnten wir bei einem Treffen mit allen Erstklässler-Eltern lernen. Dort packten wir die Taschen erstmalig für unser Kind, beschrifteten gemeinsam die mit Farben und Symbolen gekennzeichneten Schnellhefter korrekt rechts oben, beklebten jeden Bunt- und Bleistift mit einem Namensettiket und hatten anschließend noch Zeit für allgemeine Sorgenbesprechung: Wie ist das mit den Bienen und Wespen, wenn die Kinder draußen sind? Was ist wenn es regnet? Um das Schulgelände ist ja kein Zaun, wo stehen denn überall Wachposten? Mein Kind kann die Jacke noch nicht allein anziehen, gibt es einen Beauftragten, der hier hilft?
Nach diesem "Event" frage ich mich, ob ich mir nicht zu wenig Sorgen mache. Ich behaupte von mir selbst eher der Gattung Rabenmutter anzugehören. Aber unbewusst werde ich von den umgebenden Helikoptern, von Schulrichtlinien und von meinem eigenen akut einsetzenden Gewissen in eine Daueraufpasserrolle gedrängt. Also überprüfe ich am Nachmittag die Schultasche auf eventuelle Hinweise bezüglich des vergangenen Tagesgeschehen, räume sie danach wieder korrekt ein und bereite am morgen ein gesundes, vitaminreiches Frühstück vor, dass ich selbstverständlich selbst in die Tasche packe. Außerdem checke ich den Stundenplan: Ist morgen Sportunterricht? Brauchen wir den Turnbeutel?
Und wenn das Mädchen am Nachmittag noch einen Buntstift aus dem Etui braucht, weil sie noch ein Bild malen möchte rufe ich empört: Nein! Nicht! Ich hab die gerade gepackt.

Stop! So geht es nicht weiter


Aber warum fühle ich mich damit so unzufrieden? Und warum fühlt sich auch das Mädchen nicht wirklich ernstgenommen? Nach wenigen Wochen werfen wir die so gut gemeinte Motivation alles richtig zu machen über Bord. Ich gebe meine Verantwortung ab.

Sie schmiert sich am Morgen ihr Schulbrot allein oder packt sich einen Apfel ein, sie weiß besser, was sie mag und wie groß ihr Hunger ist. Manchmal ist es zu wenig, manchmal ist es zu viel.
Und bleibt der Turnbeutel am Morgen zu Hause liegen, dann bleibt er da liegen und sie denkt beim nächsten Mal daran. Auch wenn der rote Buntstift verloren geht, dann ist er verloren, taucht vielleicht wieder auf, vielleicht auch nicht (da helfen auch keine Namensetiketten auf jedem Stift). Scheitern gehört zum Leben und es auf eine so sanfte Art zu lernen ist doch das Beste, was ich ihr antun kann. Ich packe nicht am Vorabend ihre Schultasche, auch dann nicht wenn sie an einigen Tagen vorwurfsvoll behaupet, ich hätte vergessen ihr Etui einzupacken. Bei derunder Freundin ist immer alles in der Tasche und bei mir fehlt ganz oft was.
Naja, Mäuschen, du bist jetzt in der ersten Klasse. Du hast noch gute 12 Jahre Zeit, zu lernen, deine Tasche richtig toll zu packen.
Ich gehe übrigens auch nicht mehr auf Elternabende. Mir reichen die zahllosen Flyer und Infozettel.

Für die helikopterafinen Mamis und Papis klingt das jetzt vielleicht nachlässig, vielleicht sogar ignorant. Aber macht euch keine Sorgen, ich sehe es ganz selbstverständlich als meine Aufgabe an, ihr zu zeigen, wie es geht und sie sanft auf den meiner Meinung nach richtigen Weg zu stoßen. Aber den Weg selbst muss sie schon alleine gehen. Sie darf sich jeder Zeit zu mir umdrehen, ich stehe am Anfang des Weges und nicke ermutigend. Und sie darf auch jeder Zeit ein paar Schritte zurück gehen: "Mama, guck mal bitte, ob ich meine Schultasche so richtig gepackt habe."
Ich denke, ich fördere sie viel besser, wenn sie sich für ihren Weg entscheidet, ohne dass ich ihr popopudernd den größtmöglichen Input biete.


strong girl

Schon nach den ersten Schulwochen, fragte sie, warum sie denn nicht allein zur Schule fahren darf. Sie kennt den Weg seit Kitazeiten, denn die Schule liegt direkt neben Kita und Kindergarten.
"Das geht noch nicht Mäuschen."
"Aber warum nicht, Mama. Ich kenn doch den Weg."
"Die Schule möchte aber nicht, dass die kleineren Kinder schon alleine fahren."
"Aber woher weiß die Schule denn, ob ich das kann oder nicht?"

Tja... woher... keine Ahnung.
Im eigenen Kompromiss mit den Schulrichtlinen haben wir uns anfangs gut 20m vor der Schule verabschiedet, den Rest des Weges schaffte sie problemlos allein. Mit jedem weiteren Meter, den sie alleine fahren durfte, wuchs ihr Stolz und mein von schulwegen unterdrücktes Vertrauen.

Heute, und jetzt kommen wir endlich zum Grund und Aufhänger für diesen Blogbeitrag, mit dem ich mir meine Gedanken von der Seele geschrieben habe, heute ist sie zum ersten Mal ganz allein zur Schule gefahren.
Nachher kommt sie zurück und ich bin so gespannt, was sie zu erzählen hat.


Lieblingsgrüße!

Kommentare:

  1. Spannend zu lesen, danke für diesen Beitrag!
    Ich habe (noch) keine eigenen Kinder, bin nun aber seit 6 Jahren Grundschullehrerin. Daher sehe ich all diese Dinge aus einer anderen Perspektive. Ich finde vieles richtig, was du schreibst. Definitiv müssen die Kinder lernen, selbstständig zu werden. Daher kann ich wirklich nicht verstehen, warum eure Schule entscheidet, dass die Kinder gebracht werden sollen... aber gut.
    Was aber die "Kleinigkeiten", wie Hefte beschriften, Frühstück und Turnbeutel einpacken, auf Stifte acht geben, usw. betrifft: Da sollte jeder seine Kinder in soweit unterstützen, wie sie es brauchen. Es ist toll, wenn das Zuckermädchen schon so super selbstständig agiert. Da ist sie ihren Klassenkameraden sicher um einiges voraus.

    Ich finde es allerdings schrecklich, wenn Eltern ihre Kinder mit Dingen allein lassen, die sie einfach allein (noch) nicht packen. Ich vermute, dass deine Schule so arbeitet, um alle diese Kinder aufzufangen, die sonst hoffnungslos verloren sind.
    Nimm es also ruhig gelassen! Du schreibst ja, dass du sie unterstützt und sie jederzeit deine Hilfe bekommt, wenn sie sie braucht.
    Ob du dir zu wenig Sorgen machst? Ich denke nicht. Sollte es tatsächlich mal wirklich ein Problem geben, wird die Schule sich schon melden ;)

    So und jetzt bin ich gespannt, wie andere das so sehen :)

    Liebe Grüße!

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    1. Liebe Katha,
      nein nein, mein Blogeintrag soll natürlich kein Aufruf dazu sein, seine Kinder alleine zu lassen. Das ist ja auch nicht richtig. Aber ich denke man darf ihnen ruhig mal etwas zutrauen und auch etwas vertrauen und man darf sie auch mal scheitern lassen.
      Misserfolg gehört genau so zum Leben, wie Erfolg. Es ist doch angenehmer dass bereits in der Grundschule zu erfahren, wenn die Hausaufgabe mal nicht hunderprozentig korrekt ist oder wenn man es einfach mal nicht schafft auf das große Klettergerüst zu klettern, als wenn man dann später im Berufsleben zum ersten Mal allein mit einem (vermutlich größeren Scheitern) zurecht kommen muss.

      Unterstützung, so weit wie nötig, nicht so weit wie möglich, ist meine Devise :)
      Bisher fahren wir damit auch echt prima.

      Ich freue mich deine Sichtweise von der "anderen Seite" zu lesen. Ich hoffe, du fühlst dich nicht angegriffen, weil ich heute mal über die Schule geflucht habe.
      Das kann man auch auf keinen Fall an einem einzelnen Lehrer festmachen!
      Die Lehrerin vom Zuckermädchen ist ganz klasse <3

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    2. Nein; ich fühle mich überhaupt nicht angegriffen! Ich finde einfach den Austausch zwischen Lehrern und Eltern total wichtig und interessant:)

      "Unterstützung soweit wie nötig, nicht so weit wie möglich", den Satz unterschreibe ich! Mal scheitern ist wichtig, Eltern sollten den Kindern nicht alles abnehmen. Ich finde auch total normal, wenn Kinder Fehler in den Hausaufgaben machen, mal den Turnbeutel vergessen etc. Ich finde es nur total traurig, wenn das den Eltern dann egal ist und sie ihrem Kind dann nicht helfen, es besser zu machen.
      Das ist bei euch ja nicht der Fall. Es hängt ja auch ganz viel damit zusammen, was das Kind vor dem Schuleintritt schon gelernt hat und für Erfahrungen machen durfte.

      Und: ich fluche auch hin und wieder über die Schule bzw. das System;)

      Liebe Grüße!

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  2. Ich schwimme voll auf deiner Welle mit! Meine Töchter, und die Große ist inzwischen 20 und seeeeeeeehr selbständig, werden auch zur Selbständigkeit erzogen. Ich hänge ihnen auch nicht ständig auf der Pelle und schaue, dass alles perfekt passt. Und auch eine Hausaufgabe darf mal falsch sein, schließlich soll sie es am nächsten Tag reflektieren und was daraus lernen oder nicht? Ich fühle mich nicht in der Verpflichtung, die Hausaufgaben für mein Kind korrekt zu machen und die ganze Zeit mit ihr dran zu sitzen. Und Elternabende hab ich bei der Großen schon gestrichen gehabt, viel zu viel unnütze Dinge, über man die dort diskutier und Einfluß kann man doch letztlich eh nicht nehmen.

    Danke dir für deinen tollen Beitrag. Ich lese so gerne bei dir, ihr seid zwei tolle Mädels :)

    LG Katrin

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    1. Liebe Katrin,

      danke für den so schön geschriebenen Kommentar.
      Genau das ist auch mein Reden: Ich denke die Kids haben mehr davon, wenn sie ihre Fehler selbst erfahren, als wenn wir sie ausmerzen, bevor ihnen überhaupt klar wird, was genau falsch war. Das betrifft die Hausaufgaben genau so, wie die Unterwäsche, die mal auf links angezogen wird, die Socken, die mal vermischt sind oder die Arme, die einfach noch nicht stark genug sind, sich selbst auf den Kletterturm zu ziehen.

      Ich finde, wir dürfen unseren Kindern viel mehr vertrauen. Schließlich haben WIR sie erzogen und wissen, dass es gute Kinder sind. <3


      Das Thema Elternabend ausfallen lassen wird heiß diskutiert. Da gibt es solche und solche Stimmen und sicherlich schwingt auf beiden Seiten immer ein nachvollziehbarer Grund mit.
      Aber auch da sehe ich es wie du. Die vielen unnützen Dinge, die für andere Mamas aber wirklich wichtig sind, regen mich nur auf. Der Einfluss den man dort theoretisch nehmen könnte, wird durch Sorgen und Bienen und Wespen tot gequatscht.

      Ich für meinen Teil weiß einfach, dass das Mädchen den Mund schließt, wenn Wespen herum fliegen, dass sie sich eine Jacke anzieht wenn es regnet und dass sie eine festgelegte Grenze (das Schulgelände) nicht übertritt, wenn sie es nicht soll.
      Und ich wette, dass das auch all ihre süßen und lieben Schulkameraden können <3

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  3. Bei uns läuft es ein wenig anders an der Waldorfschule. Die Große ist schon in der 5., die Kleine kommt im August in die Schule und ich werde sie (die Kleine) auch weiterhin hinbringen, noch eine Weile. Wenn die Kinder mit der Bahn fahren, machen sie das auch immer mal ohne mich oder mit den Nachbarn. Die Große ja eh. Aber bei uns ist es vor allem schön, die anderen Eltern zu treffen, ich liebe dieses "Hallo" und den Austausch, weil die Elterngemeinschaft möglicherweise ganz anders und enger ist als in anderen Schulen.
    Ansonsten gibt's nix mit Beschriftung etc., zumindest nicht gefordert. Überhaupt ist der Ranzen in den ersten Jahren eher leer, Bücher gibt's ja eh keine. Und Frühstück müssen wir auch nicht machen, jippieh. Wird alles gemeinsam in der Schule gemacht. Eine "bequeme" Schule für Eltern ;) Ach eins gibt's: Hausschuh- und Mützenpflicht (letzteres bis einschließlich 4. Klasse, genug Spielraum für Motze ;) )
    Dafür gehe ich auch zu allen Elternabenden, ich glaube, ich hab noch keinen ausfallen lassen. Die machen bei uns aber auch Spaß und es geht eher weniger um irgendwelche "Infos" (es gibt auch keine Flyer, nur eine wöchentliche Schulpost per Mail), sondern um die Entwicklung der Kinder. Darum, sich kennen zu lernen. Um gemeinsame Erlebnisse. Um das Verstehen der Waldorfpädagogik. Um Austausch. Daneben gibt es ja auch noch Baueinsätze, gemeinsame Feste, Arbeitskreise etc.
    Ich bin da angekommen und angenommen und Helikopter bin ich sicher nicht, wär mir auch zu anstrengend. Die Kinder sind auch zu Hause recht frei mit großem Hof und vielen Möglichkeiten, sich weh zu tun ;)
    Ich glaube, es läuft ;)
    Liebe Grüße und eine schöne Schulzeit dem Zuckermädchen!
    dörte

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    1. Dörte, das klingt richtig schön!
      Ich freu mich für euch, dass ihr euch in eurem Schulsystem so gut aufgehoben fühlt!

      Liebe Grüße!

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  4. Vieles kann ich einfach genauso unterschreiben - unser Sohn ist auch letztes Jahr eingeschult worden.

    Wir mußten alles beschriften, verlorene Stifte tauchen aber deswegen trotzdem nicht mehr auf, auch Jacken verschwinden.

    Die Schule verbiete regelrecht die Kinder mit dem Auto zu bringen. Es wurden eigens zwei Parkplätze in 200m Entfernung und mit Überquerung(!) einer Straße angemietet - also Kiss&Go Parkplätze, für die Kinder, die von weiter weg kommen, oder bei denen die Eltern eh zeitgleich zur Arbeit fahren.

    Ab 7:30 können Sie auf dem Schulhof, ohne Umzäunung, spielen. Sie dürfen sogar an der Kletterwand klettern und es gibt hohe Steinstufen zum Runterspringen.

    Mein Sohn hat sich die erste Woche (oder waren es zwei?) bis zum Pausenhof bringen lassen, inzwischen läuft er allein. Er kommt jeden Morgen am Spielplatz vorbei und darf sich nicht verführen lassen. Er kann das!
    Abholen tun wir ihn - einzig aus dem Grund, falls wir uns mal verspäten, dass er nicht vor verschlossener Tür steht. Demnächst werden wir das ändern, dann kommt er allein heim und FALLS wir mal Verpätung haben, dann soll er zur Schule zurücklaufen oder zum Nachbarn gehen. Himmel, der Bub ist dann 8 Jahre, das bekommt er hin!

    Ansonsten ist mein Sohn ein echter Schlurie. Wir müssen ihn noch mächtig unterstützen, dass er seine Sachen ordentlich abheftet. (und ja, ich erwische mich, dass ich es mache, weil es schneller geht... aber ich weiß, dass es auf Dauer nicht schneller ist!). Hausaufgaben sind bei uns leider ein gigantisches Thema, freiwillig will er sich nicht dran setzen. Es artet in regelrechten Machtkämpfen aus - schrecklich. Er braucht da wirklich noch die volle Aufmerksamkeit. Aber es wird besser, wir sind dabei uns neue Wege zu überlegen, wie wir die Aufgaben machen, damit er sich selbst nicht überfordert fühlt. Ich kann sogar schon mal ein Glas Wasser holen und er macht weiter - Anfangs war das undenkbar.

    An seine Sporttasche muß er selbst denken. Eigentlich könnte die wohl auch in der Schule bleiben, aber inzwischen üben sie Weitsprung und den Sand in den Schuhen bekommt er nicht raus, oder meinetwegen noch nicht. Oder halt nicht direkt nach dem Sport, wenn die Füße geschwitzt haben.

    Ein letztes noch, und dann ist Schluß: Elternabend.
    Ich hasse sie! Ich habe sie schon in der Kita gehasst - ich habe mich da immer so gefühlt wie in den Buch "Dicke Ärsche auf kleinen Stühlen". Und in der Schule wurde es einfach nicht besser. Das meiste wußte man eh schon, dann immer diese Wahlen (und geheim und mit aufschreiben), mir ist meine Zeit da echt zu kostbar.
    Dann und wann gibt es Zettel aus der Schule, meist müssen sie unterschrieben und abgegeben werden. Die paar Themen, die man noch nicht kennt, kann man auch gern ebenfalls darüber lösen.
    Einen einzigen Grund kenne ich, mich zu einem Elternabend zu begeben. Die Kinder, mein Sohn (!), bereiten immer ihr Klassenzimmer vor. Beim ersten Mal hat jedes Kind ein Selbstportrait gemalt und wir mußten erkennen, wo unser Kind sitzt. und beim zweiten (an dem ich schon nicht teilgenommen habe) bekamen wir eine Papierblume.

    LG
    Zottellotte Sonja

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    1. MKeine gute Zottellotte,

      das klingt bei euch aber doch schon ganz hervorragend, mit dem, was das Schulkind kann!
      Und bei den Hausaufgaben gilt bei dir, genauso wie bei mir, das Credo: So viel Unterstützung wie nötig, nicht wie möglich. <3

      Beim Thema Elternabend bin ich voll und ganz bei dir.
      Aber wie lieb ist denn das, dass die Kids extra was vorbereiten. Vielleicht auch taktisch von der Schule, damit die Eltern auch teilnehmen? :D

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  5. Das kenne ich. Meine Tochter ist nun in der 2. Klasse. Bereits in der 1. Klasse durfte sie teilweise alleine nach Hause gehen, inzwischen ist das Standard.
    Schultasche packen muss sie alleine. Ich erinnere sie aber daran. Selbiges gilt für Sport- und/oder Schwimmzeug. Das schafft sie noch nicht, daran zu denken. Manchmal vergesse sogar ich, sie daran zu erinnern. Aber ganz ehrlich: Ich fahre dann sicher nicht noch einmal nach Hause, um die Sachen dann nachzubringen (das machen nämlich ganz viele Eltern), sondern sie hat sie dann halt vergessen und muss mit den Konsequenzen leben. So ist das Leben. Und wann soll sie es denn auch lernen? Wenn sie fertig ist mit der Schule? Es ist ja nicht so, dass das Kind 12. Geburtstag hat, morgens aufwacht und plötzlich gut organisiert ist ;-)
    Auf Elternabenden bin ich allerdings meist anzutreffen, da ich Elternvertreter bin ;-D

    Ihr macht das schon richtig!

    LG

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  6. Du sprichst mir so aus der Seele, hier war es auch so und ist teils noch immer so, dass die Kinder sich ihr eigenes Brot schmieren und die Tasche selber packen. inzwischen mit 18 und 15 Jahren sind sie selstständig und können auch Prioritäten setzen. Ich bin so froh, dass ich hier auf mein Bauchgefühl immer gehört habe. Sicher war das auch mit für andere Eltern vermeidbaren Fehlern verbunden, aber genau diese haben meine Kinder zu den eigenständigen und selbstbewussten Kindern gemacht, die sie heute sind. Ich würde es nie anders machen, auch wenn es oft ein Kampf gegen die "Helikotpereltern" war. Auch als Rabenmutter wurde man oft betitelt. Meine Kinder durften z.B. in der zweiten Klasse schon mit dem Fahrrad fahren. Liegt vielleicht auch daran, dass wir hier etwas ländlich wohnen, aber es hat immer alles geklappt. Es gab Anlaufstellen, die sie hätten nutzen können, die sie aber nie genutzt haben. Es ist immer alles gut gegangen.
    Ich bin gespannt, was dien Kind erzählt. Es wird sicher klasse.
    Liebe Grüsse Elke

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  7. Wieder mal super geschrieben! Ich lese deine Beiträge immer gerne und kann sie voll und ganz unterschreiben. Zum Glück gehen hier die meisten Kinder selbständig zur Schule und sind auch oft alleine im Dorf unterwegs. Ansonsten bin ich auch eher "Rabenmutter" :-) Meine Tochter hat meist einen recht unordentlichen Schulranzen und vergisst häufig was, aber da muss sie durch, hilft ja nichts, wenn ich alles für sie mache...

    LG
    Corina

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  8. Ich bin da ziemlich zwigespalten. In meiner Kindheit war ich ein Schlüsselkind. Beide Eltern haben gearbeitet und das auch noch im Schichtdienst. Um zur Schule zu kommen musste ich ne halbe Stunde mit dem Rad fahren . Das habe ich so ab der zweiten Woche gemacht. Morgens zuhause war ich auch auf mich allein gestellt..da ich meistens zu spät aufgestanden bin gab es oft kein Frühstück und keine Brotzeit. Klar meine Eltern betonten auch immer wieder wie toll ich das alles mache aber wenn ich dann die anderen kids beobachtet habe mit ihren Eltern , war ich schon ziemlich neidisch. Meine Tochter genießt es sehr wenn ich mit ihr morgens zur Schule gehe...sie freut sich sehr über kleine Zettel oder mal nen Bonbon in der Brotzeit den ich ihr hineingelegt habe. Und den meine Tochter ist nicht verwöhnt und realitätsfremd. Sie hat auch ihre Pflichten zuhause . Ich denke man muss einen guten Mittelweg finden. Klar sage ich ihr sie soll ihren Ranzen in Ordnung bringen und schauen ob alle Stiefte angeyoitz sind. ABER das macht sie selber. Sie benötigen in den jungen Jahren doch noch Anleitung. Einem einjährigen Kind sage ich ja auch das man nicht schlägt...ich lasse es dich nicht m sich schlagen und sage dann : ja sie wird schon merken das es blöd ist weil alle zurückhauen oder keiner mit ihr spielen will. In Deutschland ist das wirklich ein Problem. Alle Eltern allen ihre Kinder zu kleinen funktionierenden Erwachsenen erziehen..Hauptsache schon selbständig und passend für das gängige System. Die Zeitspanne wo die Kinder so unbeschwert sind ist soooo kurz. Dessen stehe ich dazu das ich jeden Morgen meinem Kind die Brotzeit richte und sie in allem unterstütze was die Schule und ihr leben betrifft. Ich will sie einfach Kind sein lassen...das ist doch meine Aufgabe als Mutter.

    Jedenfalls sehen ich das so
    LG Krysha

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    1. Entschuldigt die ganzen Fehler...habs gerade mit dem Handy getippt..hoffe ihr versteht mich ;)

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    2. Danke für deinen Kommentar, liebe Krysha.
      Ich finde auch die Gegenargumente auch immer ganz spannend.

      Es liegt natürlich ein großer Unterschied zwischen "Alleine lassen" und "selbständig machen lassen". Ich hoffe, ich habe mich nicht so doof ausgedrückt, dass der Eindruck aufkäme, ich würde mein Kind an zu vielen Stellen einfach alleine lassen.
      Natürlich darf sie immer um Hilfe bitten und einen kleinen Zettel in der Brotdose (das finde ich so herzallerliebst) gibt es hier ganz ab und zu auch mal im Stifteetui, den schmuggel ich dann abends einfach mal rein.
      Das hat für mich aber dann auch nichts damit zu tun, dass ich sie zu einem unselbstständigen Angsthäschen erziehe, sondern ist einfach ein lieber Gedanke von mir für sie.
      Darüber würde ich mich ja schließlich auch freuen.

      Und natürlich ist die Kindzeit und Spielzeit unglaublich wichtig. Da bin ich ganz und gar auf deiner Seite. Für mich hört es aber da auf, wenn ich sehe, wie einige Eltern, dann auch noch Anleitung zum Spielen geben: "Mach das doch mal so oder mach doch mal das und das."
      Wenn es den Kindern in der ERwachsenenwelt schon so schwer gemacht wird, sich als Kind zu entfalten, dann doch bitte zumindest in der Fantasie- und Spielwelt der Kids.

      Und auch hier:
      Wenn das Mädchen mich unbedingt im Spiel dabei haben möchte, dann spiele ich auch gerne mal mit. Manchmal... nicht immer... ich bin ja nicht nur Mutter, sondern auch noch Linda.

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  9. Sehr gut geschrieben... Find den Text echt gut :-D

    Liebe Grüße
    Sylvana

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  10. Ich bekenne mich schuldig auch eine Rabenmutter zu sein... Meine Grosse (7) geht schon seit dem Kiga (mit 4) alleine. Auch die kleine (bald 4) darf schon draussen alleine spielen, ich bin dann einfach im EG was am tun und hab die Fenster offen so höre ich wenn was ist. Schulsachen packen? Ich? Neee, das ist Sache meiner Tochter, genau so wenig kontrolliere ich welche Hausaufgaben Sie hat. Wenn Sie die Hausaufgaben gemacht hat und Sie will schau ich Sie mir an. Und wenn Sie mir sagt Sie habe nix auf, dann vertrau ich Ihr das es so ist. Wenn nicht muss Sie die Konsequenzen tragen. Klar helfe ich Ihr bei den Hausaufgaben, wenn Sie das will. Bevor Ihr jetzt denkt "Die kümmert sich ja um nix." Ich hab das mit Lehrerinne besprochen und die sehen das genau so, Hausaufgaben und Material einpacken liegt in der Verantwortung der Schüler. Ist ja in der 1. Klasse auch nur soviel wie Sie selbst bewältigen können.

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    1. Ich mache es im Groben und Ganzen auch so.
      Das Mädchen darf sich im Haus und Garten und auch in unserer Stichstraße ganz frei bewegen. Dank des Freiraums hat sie auch überhaupt kein Verlangen danach, mal "heimlich weiter zu gehen".
      Ich muss dazu sagen, wir wohnen in einer Siedlung mit vielen Kindern und der Verkehr hier hält sich absolut in Grenzen. Aufpassen muss sie natürlich trotzdem.

      Auch bei den Hausaufgaben helfe ich - natürlich gerne, wenn sie die Hilfe braucht - aber sonst kann sie das alleine. Aber auch die Hilfe ist dann nur ein Stupser oder mal ein bisschen Motivation, es selbst zu versuchen.
      Sie kann das alles. Und wenn sie mal etwas nicht traut, dann sagt sie es mir.
      Ich weiß, dass sie soweit ist und auch sie selbst weiß das.
      Und du sprichst da ein wichtiges Wort an: Vertrauen. :)


      Ich würde sie aber nie in die selbständige Rolle drängen, wenn es für sie noch zu früh wäre, das möchte ich nur am Rande mal erwähnen :)
      Als Elternteil muss man aber auch einfach mal zulassen, dem Kind etwas zuzutrauen :)

      Danke für deinen Kommentar, liebe Natzgä

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  11. Puh! Das ist hier auch ein großes Thema!
    Und es nervt mich sehr.
    Meine Tochter geht in die vierte Klasse. Es soll ein Nachmittagstraining für einen Stadtlauf geben, das die Schule netterweise organisiert hat.
    Auf dem Zettel, den Töchterchen dazu mitbrachte gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten:
    - Mein Kind nimmt teil und wird von mir gebracht und abgeholt.
    - Mein Kind geht zur OGS und darf mit der OGS-Gruppe mitgehen, ich hole es am Sportplatz ab.
    -Mein Kind geht zur OGS und soll mit seiner Gruppe zurück zur Schule gehen, dort hole ich es ab.
    -Ich nehme selbst am Training teil.
    Die Möglichkeit, dass das Kind die 1,5 Kilometer selbstständig überwindet, wird überhaupt nicht in Betracht gezogen.
    Nervig! Man nimmt den Kindern in meinen Augen damit die Möglichkeit selbstständig zu sein, Verantwortung zu übernehmen, Abenteuer zu erleben, groß zu werden eben.
    Neulich wurde Töchterchen zu einem Kindergeburtstag von Freundin und deren Mutti im Auto abgeholt, um 500Meter!! weit gefahren zu werden ( ab Haustür Freundin 650 Meter). Leider kam ich zu spät, um das verhindern zu können *augenroll*
    Also: Den Kindern was zutrauen und sich selbst zurückzunehmen, ist in meinen Augen etwas, was viele Eltern (und die Schule auch!) dringend wieder lernen müssen!
    Grüße Christina

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    1. Sehr schade, dass es den Kindern gar nicht ermöglicht wird, sich selbst zu beweisen.
      Die vielen Optionen sind bestimmt nur gut gemeint, aber mich verwirren sie ehrlich gesagt und bringen doch bestimmt ein riesen Chaos mit sich, wenn die Lehrer dann mit einem Haufen Kindern da stehen und sich fragen: Wird das Kind jetzt geholt oder muss es mit oder ist die Mama auch hier.
      Naja gut, sie werden da sicher ein System haben, sonst würden sie das ja gar nicht anbieten. Aber dennoch fehlt mir da, genauso wie dir eine wichtige Option:
      Mein Kind kann das alleine.

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  12. Oh je, was soll ich sagen...ich bin als erstes Mutter von 4 Jungen, davon sind zwei an der weiterführenden Schule... und nein, nicht auf dem Gymnasium, sondern auf der Realschule (noch)...einer im 2.Schuljahr und einer noch ein Jahr im Kindergarten (zum Glück). Mein Jüngster ist am Stichtag knapp vorbei "geboren" und ich werde einen Teufel tun und ihn auf Antrag einschulen lassen.
    So und jetzt ... bin Lehrerin...jedoch Sonderpädagogin...eingesetzt in einer Grundschule und habe ein 1. Schuljahr...es macht mir "sehr viel Spaß mit den Kindern"...jedoch sind sehr viele Eltern sehr anstrengend. Wie oben schon geschrieben wurde...am Besten schon im ersten Schuljahr die Empfehlung fürs Gymnasium mit der Prognose "typischer 1er Abiturient".
    Der schlimmste Horror überhaupt...!!!APP-GRUPPE!!! Schon stellt sich bei mir der Würgereiz ein!!!
    1.Als Lehrer wird man ständig durch den Kakao gezogen, weil irgendwelche Halbwahrheiten die Runde machen und viele dichten noch was dazu...Bester Weg... frag den Lehrer, oder noch besser: vertraue deinem Kind.
    2.Als Mutter gehöre ich wohl auch zur Kategorie "Rabenmutter"....was sich für hysterische Eltern in App-Gruppen zusammenrotten, weil ihre Kinder (am liebsten werden aber andere Kinder denunziert) vielleicht mal Blödsinn gemacht haben (ich meine hier keine Drogenexcesse oder bewaffneter Raubüberfall). Nein, solche Eltern haben nie was "ausprobiert" und sind dabei mal blöd auf die Nase gefallen.
    Welche Erfahrungswerte nehmen wir unseren Kindern?
    Kletter auf einen Baum, du fällst...dann weißt du nächstes Mal, was du anders machen solltest.
    Pack deine Tasche vernünftig...dann fehlt dir kein Stift, Heft etc. und der Lehrer macht dich nicht lang.
    AUS DER ERFAHRUNG LERNT DAS KIND AM SCHNELLSTEN UND AM SICHERSTEN.
    Klar ist diese Erfahrung in den meisten Fällen nicht schön...aber deswegen sitzt sie umso besser. Viele Eltern wollen dies für ihr Kind vermeiden...??? Für ihr Kind, oder eher doch für sich selber??? Heißt es, wenn mein Kind was nicht dabei hat, habe ich als Mutter versagt?!! UUUPS --- Klingeling
    Jetzt kommen wir zum Punkt...wie viele Eltern tragen die Sachen hinterher? Entschuldigen sich im Namen ihres Kindes...zum einen für die Störung im Unterricht und im gleichen Atemzug "ICH habe vergessen das Heft etc. einzupacken!"

    Als Mutter von schulpflichtigen Kindern und als Lererin habe ich schon einiges erlebt: unverschämte Eltern, Lehrer - die ich selber nicht verstand, und Kinder die sich untereinander zanken und sich vielleicht auch mal eins auf die Nase geben...Verhaltensweisen, die es schon immer gegeben hat. Leider wird durch das ständige einmischen von Eltern in die Belange ihrer Kinder , die Situation oftmals noch verschärft und zwei Parteien geraten sich so in die Haare, dass die Kinder sich garnicht mehr trauen sich zu vertragen, weil die Eltern kein gutes Haar mehr an dem anderen lassen.
    Es werden Spielverbote erteilt, oder wenn es ganz dicke kommt, muss ich noch aufpassen, welche Kinder in Partnerarbeit lernen dürfen.

    Mein Apell: Lasst euere Kinder ihre eigenen (unschönen) Erfahrungen machen, richtet sie nach einem Sturz wieder auf. Liebt sie auch dann, wenn das Heft mal auf dem Schreibtisch vergessen wurde und der Lehrer einen Kommentar ins Hausaufgabenheft geschrieben hat :Es ist mein Job und der Kommentar eine Erinnerungsstütze fürs Kind und kein Zeigefinger: DU BIST EINE SCHLECHTE MUTTER!!!

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    1. Danke für diesen tollen Kommentar.
      Das hast du echt gut zusammen gefasst und viele zusätzliche Dinge noch mal aufgegriffen.
      Nichts ist besser, als eigene ERfahrungen machen zu dürfen.

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