12 April, 2018

Pefekt für Kinderhände - Wir verraten euch unser Brotrezept

Ich bin unschlüssig, in welche Kategorie dieser Beitrag fällt.
Einerseits ist es lecker und selbstgemacht, andererseits sind es doch auch grüne Gedanken, wenn wir unser Brot nicht mehr in Plastiktüte beim Discounter kaufen (das Zuckermädchen liebt nämlich Toastbrot... ungetoastet... ihr erinnert euch an unseren Toaster?).

Auf jeden Fall ist es ein absolutes Geheimrezept, perfekt für Kinder und Anfänger, aber doch auch wieder so einfach, dass es die Titulierung "Rezept" gar nicht wirklich verdient.

Ihr merkt, ich rede um den heißen Brei herum und es erweckt den Anschein, als würden wir das geheime Brotrezept gar nicht mit euch teilen wollen.
Aber so ist es natürlich nicht. Also frisch rein ins Geschehen:




Wir backen unser Brot seit einigen Monaten selber. Zuvor gab es hier beim Wocheneinkauf regelmäßig eine (Plastik-)packung günstiges Toastbrot - Vollkornvariante immerhin - aber hey, wir wollen da lieber nicht die Zutatenliste recherchieren, oder? Ich selbst bin kein großer Brotfan. Ich mag es lediglich ultrafrisch und noch zungenverbrennungswarm aus dem Backofen. Für mich gab es alle paar Wochen eine (Plastik-)packung Eiweißbrot. Nur für den Fall, dass ich mal Laust auf ein Avocado-mit-Ei-Brot habe.

Unser Brotverbrauch war also weder besonders kostenintensiv, noch extrem plastikintensiv. Neben der Einsparung von Plastik, war es bei uns insbesondere der Wunsch zusammen in der Küche zu experimentieren. Und so probierten und testeten wir, bis wir unser eigenes und super einfaches kindertaugliches Brotrezept parat hatten.


Ihr braucht: 
200g Vollkornmehl
250g Dinkelmehl
ca. 400ml lauwarmes Wasser
1 EL Honig
1 Pck. Hefe
1 TL Salz


Die Vorgehensweise ist easy. Jeder der schon einmal Brot gebacken hat, wird abwinken und denken: pff... kenn ich schon. Aber gerade das ist ja so schön! Es ist so einfach, dass selbst das Zuckermädchen die Vorgehensweise nach ein paar Broten im Blut hat.

Zuerst mischen wir die Hefe mit Honig und ca. 200ml Wasser in einer Schüssel. Das Wasser darf wirklich nur laumwarm sein. Auf keinen Fall heiß. denn das zerstört die Hefe. Statt Honig könnt ihr  Zucker verwenden, Alternativen, wie Birkenzucker (Xylit) funktionieren aber nicht.
Die Hefe darf nun mindestens 30min an einem warmen Ort ruhen und schäumt dabei auf.


Nun werden Mehl und Salz in einer zweiten Schüssel gemischt. Die Hefemischung wird hinzugegeben. Das restliche Wasser wird erst in die jetzt leere Hefeschüssel gefüllt, einmal geschwenkt und dann zur Mehlmischung gegeben.
Jetzt heißt es kneten, kneten, kneten. Mit der Maschine oder mit den Händen, bis der Teig rund und fest wird.
Der Teig darf anschließend noch einmal mindestens 60min an einem warmen Ort ruhen und geht dabei richtig schön auf.



Nun nur noch einmal durchkneten und in eine (gerne mit Butter oder Öl ausgepinselte) Backform geben. Jetzt noch einmal mindestens 30min ruhen lassen und dann bei 200° Umluft 20 - 30min backen, bis die Kruste goldbraun geworden ist.

Das Beste an dem Rezept: Die Mehlsorten könnt ihr austauschen und mischen, wie ihr mögt. Weizenmehl, Dinkelmehl, Mandelmehl... ganz egal. Ich ersetze auch keine einen Teil des Mehls duch gemahlene Nüsse oder zarte Haferflocken oder mische den Mandeltrester unter, der von meiner Mandelmilch übrig bleibt. Man könnte auch Samen, Kerne oder gehackte Nüsse untermengen, wenn man kein Zuckermädchen zufrieden stellen müsste.
Aber auch ohne besondere Zutaten ist das Brot super lecker und schmeckt lange frisch. Ich schneide für uns übrigens immer direkt die Hälfte des Brots in Scheiben und friere es ein.


Wir wollen als nächstes das Wasser durch Milch ersetzen, etwas mehr Zucker beimengen und dann Rosinen dazu geben (Bäckersleut` unter euch? Funktioniert das wohl?)


Viel Spaß beim Nachmachen.

Lieblingsgrüße!


Kommentare:

  1. Oh wie lecker! Hin und wieder gibt es hier auch mal selbstgebackenes Brot, aber der Fraktion "ungetoastetes Toastbrot" schmeckt das dann nicht so wirklich. Dein Rezept wäre da echt eine Alternative! Übrigens hab ich erst gestern Dein Granola-Rezept ausprobiert - schmeckt supergut, danke dafür :-)
    Ganz liebe Grüße, Ulli

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  2. Ich backe reines Dinkelbrot für meine Töchter wegen Weizenunverträglichkeit. Das Rezpet ist so ähnlich, 700g Mehl und 700g Wasser. Zu Honig, Hefe und Salz kommt noch der Saft einer halben Zitrone, damit es noch ebsser geht. Der Teig ist sehr flüssig, das Brot gelingt aber immer :-) Neben meinem glutenfreien Brot auch so ziemlich das einzige was mir gelingt.
    LG, Michelle

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  3. Nimmst du Trockenhefe oder Frischhefe?Iich möcht das Brot gerne mal nachbacken.

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    1. Ich habe Trockenhefe verwendet.
      Frische Hefe geht aber sicher genauso gut

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  4. Mit Milch und Rosinen bist du ja beinahe bei Brioche. Da kommt noch Butter und Ei rein, dann wirds fluffiger. Wenn du die Brotkonsistenz behalten willst, kannst du natürlich auch darauf verzichten. Ich sehe keinen Grund, warum es nicht funktionieren sollte, die Frage ist, welches Ergebnis strebst du an ;-)

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  5. Mhm! Lecker!
    Wird nachgemacht!
    Gruß Christina

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  6. Das klingt super! Welche Backform nimmst du, reicht eine normale Kastenform?
    Gruß, Lena

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    1. Hallo liebe Lena,

      ja, eine normale Kastenform reicht aus. Vielleicht bekommst du damit sogar zwei Brote hin, je nachdem wie stark dien Teig aufgeht.
      Ich habe eine Silikonform verwendet, die aber sehr breit aufgeht. Die wird vom Teig komplett gefüllt.

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Und was denkst du darüber?