04 April, 2013

Kleingewerbe? Thema Verpackungslizenz

Im Kleingewerb-Dschungel ist das Dickicht als Neuling fest und undurchschaubar. Ohne die richtigen Tipps, fällt die Recherche unheimlich schwer.

Nach etwas mehr als einem halben Jahr als Gewerbetreibende sehe ich mich natürlich noch nicht als Profi, aber ich habe sehr viel dazu gelernt und recherchiert.
Mein gesammeltes Wissen möchte ich nun mit euch zu teilen. Viele von euch nähen selbst, einige haben bereits ein Kleingewerbe, andere stehen vielleicht auch vor der Frage:

Kleingewerbe? Ja oder nein?


Bitte beachtet, dass ich hier keine Rechtsauskunft gebe! Ich teile das, was ich selbst weiß und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Ein Gewerbe eröffnet sich nicht nebenbei und kostet viel Zeit. Bitte recherchiert ausgiebig bevor ihr diesen Schritt geht!


Was ist die Verpackungslizenz?
Zugegeben, als ich das erste mal von der Verpackungslizenz gehört habe, bin ich fast vom Glauben abgefallen! Wieso muss ich da denn schon wieder zahlen?
Ich war ursprünglich davon ausgegangen, dass ich Verpackungen, die ich durch Bestellungen im Internet bekam einfacher weiter benutze und somit nicht nur meinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schone. Leider sieht der Gesetzgeber diese Situation etwas anders.
Als Verkäufer bist du für den Müll den du mit deinem Gewerbe produzierst selbst verantwortlich, musst ihn sogar zurücknehmen und selbst entsorgen.
Grob gesagt: Als Verkäufer hast du keine Ahnung, ob dein Kunde den Karton und das Klebeband ordnungsgemäß voneinander trennt und in die dafür vorgesehen Recyclingeimer steckt, oder ob er alles packt und in den Wald wirft. Mit der Verpackungslizenz gibts du die Verantwortung dafür einfach ab.
Mit einer Lizenz garantierst du dafür, dass die Verpackungen ordnungsmäßig entsorgt werden.
Infos zur Gesetzgebung findet ihr hier.





Wer braucht die Verpackungslizenz?
Betroffen davon sind alle Unternehmer, die Onlineshops betreiben und ihre Artikel verpacken und verschicken.
Wenn du deine Artikel deinem Kunden direkt vor Ort in die Hand drückst benötigst du keine Lizenz. Sobald du dem Kunden aber eine Plastiktüte mitgibst, oder deinen Artikel zum Verkauf hübsch verpackt hast (z.B. selbstgemachte Haarklammer in einer kleinen Tüte oder auf ein Papier geklemmt), fällst du mit deinen Artikeln unter die Verpackungsordnung.
Zu den Verpackungen zählen Kartonagen, Umschläge, Plastiktüten, Klebeband, Visitenkarten, Rechnungen, Adressaufkleber, Füllmaterialien uw.
Über die Menge, Gewicht und Materialart der in Verkehr gebrachten Verpackungen musst du berichten können. Ich benutze für meinen Shop nur drei Arten von Verpackungen (Großbriefkarton, Maxibriefkarton und Paket) und habe alles einzeln gewogen und aufgezeichnet. Jeden Artikel, den ich verschicke, notiere ich in einer Liste und addiere so die Gesamtsumme meiner Verpackungen auf.


Woher bekomme ich meine Lizenz?
Da gibt es für dich zwei Möglichkeiten.
Entweder kannst du einen Vertrag mit einem sogenannten Entsorgungsunternehmen abschließen. Im Vetrag werden die Summen deiner voraussichtlichen Materialmengen fürs aktuelle Kalenderjahr aufgenommen. In der Regel zahlt man hier eine jährliche Grundgebühr und einen Kilopreis für Karton, Folie und was noch so verwendet wird.
Die voraussichtliche Materialmenge musst du beim ersten Mal einfach abschätzen... lieber etwas zu viel als zu wenig, denn die Nachmeldegebühren liegen höher.
Alternativ kannst du direkt vorlizensierte Verpackungen. So ersparst du dir einen Vertrag mit einem anderen Unternehmen. Diese Verpackungen sind jedoch teurer als normale unlizensierte Verpackungen und du darfst dann logischerweise nur diese Verpackungen verwenden.


Wer sind denn diese Entsorger?
Da gibt es zum Beispiel vfw, BelandDual, der grüne Punkt, Landbell, Zentek und viele andere.
Ich nenne dir hier nur ein paar Namen, am Besten holst du dir von jedem in Frage kommenden Anbieter erst mal ein unverbindliches Angebot ein.


Und wo bekomme ich vorlizensierte Verpackung
Auch hier nenne ich dir nur einige Namen. Finde für dich selbst den besten Anbieter.
Biobiene, ratioform, Verpackungsteam, zmart, abc Verpackungen,


Darf ich jetzt also gar nicht mehr recyceln?
Jein... es kommt darauf an, ob du einen Vertrag mit einem Entsorger abgeschlossen hast, oder ob du deine Artikel in vorlizensierten Verpackungen verschickst.
Bei Verpackungen, die man von anderen Unternehmen bekommt, hat man keinen Nachweis dafür, dass für diese Kartons auch eine Lizenz bezahlt wurde. Natürlich kann man davon ausgehen, dass der andere Verkäufer so korrekt gehandelt hat, wie es vorgeschrieben ist. Was dir fehlt, ist der Beweis.
Weiterverwenden kannst du diese Verpackungen, wenn du einen Vertrag mit einem Entsorgungsunternehmen abgeschlossen hast. Beachte aber, dass auch diese Verpackung mit in deine jährliche Abrechnung einzubeziehen ist.


Welches Verfahren ist günstiger für mich?
Das kann ich dir so pauschal leider nicht beantworten. Es kommt darauf an, wieviel du verkaufst und wieviel Verpackungsmaterial dabei verbraucht wird.
Verkaufst du nur wenige Artikel, oder Artikel, die kaum verpackt werden müssen, ist es sicherlich günstiger, direkt vorlizensierte Verpackung zu kaufen.
Ein Vertrag mit einem Entsorgungsunternehmen bietet sich dann an, wenn du viele Pakete schnürst und so im Jahr einige Kilo Verpackungsmüll zusammen kommen.
Ich selbst bin Kunde eines Versorgungsunternehmens und kaufe hochwertige Kartons bei einem Ebayhändler zu günstigen Preisen. So sehen meine Pakete hübsch und professionell aus. Außerdem habe ich so trotzdem die Chance etwas zur Umwelt beizutragen, indem ich von anderen Händlern erhaltene, intakte Verpackungen wieder benutze.


Und wenn ich das einfach nicht mache?
Manchmal frage ich mich, wer mich denn kontrollieren soll. Schließlich weiß kaum jemand über diese Verpackungslizensierung Bescheid. Bei Verstoß gegen die Verpackungsordnung drohen jedoch Abmahnungen und hohe Bußgelder. Ich möchte das Risiko nicht eingehen.



Wer die letzten Tipps zum Thema Gewerbeschein und Textilkennzeichnung nicht gelesen hat, schaut mal hier und hier.
Weiter gehts schon bald mit Themen wie Impressumspflicht, Rechnungen und EÜR, Preisgestaltung, Haftung, Rückgaberecht, Lizenzrechte, CE-Kennzeichnung...

Viele Tipps und weiterführende Links haben sich auch in den Kommentaren angesammelt!

Lieblingsgrüße

Kommentare:

  1. Hallo Frl- Päng,
    bin grade durch Zufall auf deinem Blog gelandet und direkt hängen geblieben. Das Thema Kleingewerbe & Co interessiert mich grade brennend und, wie du es so schön beschreibst,ist es für mich im Moment ein undurchdringlicher Dschungel. Bin schon sehr auf deine weiteren Postings zu dem Thema gespannt.
    LG
    Melanie

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    1. Herzlich Willkommen, Melanie :)

      Ja, der Dschungel ist auch für mich immer noch ziemlich dicht... aber ich kämpfe mich vorwärts! :)

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  2. Wow, ich bin platt. Beim letzten Posting zum Gewerbe habe ich noch geschrieben, dass bisher zum Glück nix Neues für mich dabei war. Jetzt trifft es mich wie ein Schlag ins Gesicht. Davon habe ich bisher so überhaupt nichts gelesen. Die machen es einem echt leicht. Gut, dass bisher alles persönlich übergeben wurde. Um so dankbarer bin ich, dass du das hier alles niederschreibst. DANKE.

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    1. Sehr gerne, Madita!

      Ich bin sicher, dass auch ich noch nicht alles weiß, was man wissen muss... Da gibt's noch so viele Ecken und Kanten, an denen man sich stoßen kann und das einem fast den Spaß an der Sache verdirbt!

      Aber so ganz langsam kommt Licht ins Dunkel.

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  3. Viele haben das Thema dass du hier beschreibst überhaupt nicht auf dem Plan. Leider. Schimm wenn dann das Dicke Ende mit Abmahnung und Geldbuße kommt...
    Lieben kollegialen Gruss
    Ina

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  4. Also ich weiß von dieser Verordnung, wusste aber nicht den Umfang dessen. Ehrlich, diese Bürokratie, die dahinter steckt... das fällt nur uns Deutschen ein, oder? Hauptsache die Liste, auf der notiert ist, was Du verpackt hast wird auch ordentlich entsorgt, oder gibt es dafür auch eine Lizenz. ;-)
    Aber schön, dass Du es aufgeschrieben hast. Noch ein Grund nie ein Gewerbe anzumelden.
    LG
    Kerstin

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  5. Ich bin heute durch Zufall auf deinem Blog hängen geblieben. Das mit der Verpackungsordnung war mir neu.......
    Habe jetzt direkt das große Gelbe Unternehmen angeschrieben wie es bei ihren angebotenen Verpackungssets aussieht. Bisher habe ich nur 2 mal was verschickt und da hatte ich immer diese Sets......An was man alles denken muss.
    Vielen Dank für den Artikel.

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  6. Bin zwar keine Gewerbetreibende (zum Glück) aber mich würde dann doch mal interessieren was der Spaß denn kostet...Wieviel muss man denn für eine Verpackungslizenz zahlen?Ich brauche Fakten ;)

    Liebe Grüße

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    1. Das gibt es zur Zeit (25.2.2016) ab 17,95 Euro incl. MwSt. z.B. für 10 Kg Papier, Pappe, Kartonagen.
      Natürlich kann man auch mehr zahlen... Anbieterabhängig.

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  7. Guten Morgen,
    ich habe zwar kein Kleingewerbe, finde es aber trotzdem total interessant, was du hier für uns schreibst! Unglaublich, an was man alles denken und berücksichtigen muss. Leicht wird es einem wohl nicht gemacht...
    Vielen Dank und liebste Grüße
    Marion

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  8. Hallo Frl. Päng,

    vielen lieben Dank für die Mühe, die du dir machst!
    Ich überlege selber gerade, ein Kleingewerbe - sprich einen Shop über Dawanda - zu eröffnen. Im Moment schreckt mich dieser ganze bürokratische Aufwand allerdings ziemlich ab! (Ich will doch einfach nur Nähen!! *g*)
    Das mit der Verpackungsverordnung hatte ich am Rande schon gehört. Kannst Du mir sage, was da an Kosten auf einen zukommt? oder habe ich das im Eifer des Gefechtes überlesen?

    LG, Steffi

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    1. Hallo Steffie,

      die Kosten sind nicht so einfach zu pauschalisieren. Es kommt dabei auf den Anbieter, die Menge und die Materialien an.
      Am besten schätzt du deine Menge an Papier, Kunststoff, Metall etc-. einmal grob selber ab und stellst ein paar unverbindliche Anfragen bei den Entsorgungsunternehmen.
      Im Gegenzug kannst du auch gleich mal schauen, ob du für deine benötigte Menge eventuell günstiger mit vorlizensiertem Verpackungsmaterial hinkommst.

      Ich zahle aktuell eine Grundgebühr von 30€ bei einem Verpackungsunternehmer, sowie die Kosten pro Kilogramm Papier und Kunststoff. Hinzu kommen natürlich noch die Kosten für die Verpackung selbst.

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    2. Hallo, vielen Dank schon mal!
      Verstehe ich das richtig: es reicht nicht, einfach nur vorlizensierte Verpackungen zu kaufen? ( Ich habe im Netz einen Anbieter gefunden, der hat so Kartons direkt mir Klebestreifen.) Ich muss zusätzlich auch noch bei einem Entsorgungsunternehmen einen Vertrag abschließen?
      Ich habe es bislang so verstanden,dass ich das umgehen kann, wenn ich die vorlizensierten Verpackungen nehme ...
      Das ist ja alles furchtbar umständlich. Wenn man einen shop z. b. bei Dawanda eröffnet, kann man doch gar nicht absehen, wie gut es laufen wird. Ich meine, ich will ja damit keinen Riesengewinn erzielen, sondern erst mal schauen, wie sich meine Sachen überhaupt verkaufen würden. Außerdem hab ich einen Job und zwei kleine Kinder, so viel kann ich gar nicht "produzieren"! *g*

      Lg, Steffi

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    3. Nein nein... wenn du vorlizensierte Verpackung kaufst (dann aber auch Klebeband und alles, was sonst so benötigt wird) brauchst du keinen extra Vertrag mehr :)

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    4. Fortsetzung:

      2. Und nun meine Frage: Ich mache meine Steuererklärungen auch mit dem Wiso-(Steuer-)Sparbuch mit dem EKR03. Unter welchem Konto "verbuche" ich am besten die Verpackungslizenzen? Unter Verpackungsmaterial? Oder sonstiges? Für Abfallgebühren habe ich noch nichts gefunden. Meine Google-Suche hat leider nichts gebracht. Bald sind die Steuererklärungen für 2013 angesagt und ich muss wissen, wie ich die Lizenz-Gebühren eingeben muss bzw. kann. Kannst du mir da weiterhelfen? Oder jemand anderes?

      Übrigens ist das mit den vorlizenzierten Verpackungen schwierig. Denn was ist mit dem Füllmaterial, Klebestreifen, Rechnungshüllen usw.? Was ist dann mit dem Material, das man zu Hause hat? Dafür hat man dann keine Lizenz oder zumindest keinen Beweis für die Lizenzierung. Eine Lizenz zu erwerben ist auf jeden Fall sicherer. Ich bezahle im Zweifelsfall lieber weniger für eine größere Menge als zu viel für wenig.

      Trotz allem (Dschungel) weiterhin viel Erfolg!

      Da fällt mir gerade noch etwas ein: Schuhputzbeutel sind von der Kennzeichnungspflciht befreit. Wie sieht es aber z. B. mit Klammerkleidern aus? Ist doch etwas ähnliches. Oder? Habe dazu auch noch keine eindeutigen Infos gefunden. Und: was ist z. B. mit Artikeln, die man aus gebrauchten Stoffen oder Kleidungsstücken herstellt? Wenn die Etiketten z. B. in den Hosen nicht mehr lesbar sind und man deshalb nicht genau weiß, wieviel Elastan o. ä. z. B. enthalten ist? Kann man dann z. B. schreiben "mindestens 96% Baumwolle, Rest sonstige Fasern"?

      Ja ja, wenn 2 Fragen beantwortet sind, kommen gleich wieder neue auf.

      LG
      Irene

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    5. Ich selbst verbuche die Lizenzen und "Leistungen". Das Verpackungsmaterial selbst unter "Waren und Rohstoffe"

      Ich gebe aber keine Garantie dafür dass diese Vorgehensweise die einzig richtige ist.

      Puh, dieser Dschungel wirft einfach jeden Tag neue Fragen auf.

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  9. Hallo, Frl. Päng,
    bin eben auch hier gelandet und finde es toll, dass mal jemand seine Erfahrungen mit anderen teilt! Danke für die investierte Zeit! Bei der Gelegenheit möchte ich sowohl einen kleinen Wissensbeitrag dazu leisten als auch eine Frage stellen, auf die ich bis jetzt noch keine Antwort gefunden habe:
    1. Ich habe vor einiger Zeit mit einem Entsorgungsunternehmen telefoniert und erfuhr, dass mit den Lizenzgebühren alle Tonnen außer der Restmülltonne finanziert werden. Die Restmülltonne bezahlen wir mit unseren Müllgebühren. Alle anderen (gelbe Tonne, blaue Tonne, Biotonne usw.) werden uns "Verbrauchern" kostenlos zur Verfügung gestellt und werden eben durch die Lizenzgebühren finanziert. Die Dame hat mir das sehr freundlich und verständlich erklärt. Ich glaube, das war bei Eko-Punkt. Die lizenzieren aber keine Kleinstmengen mehr. Nach meinen Recherchen (bitte einfach mal nach Verpackungslizenz googlen) sind folgende Anbieter am günstigsten: MÜÄ (mueae.de) - bietet neue und gebrauchte Kartons günstig, aber auch nur Lizenzen für Papier, Pappe, Karton (PPK) und Kunststoff an. Die Mengen sind relativ groß, aber der Preis unschlagbar. Die Lizenz ist aber von Landbell. Die Bestätigung bekommt man per Mail (Anhang) zugeschickt. Keine Grundgebühr! Dann in der Reihenfolge der Preise (aufsteigend): Noventiz, Baehr, evtl. Usepac (lohnt sich seit diesem Jahr erst bei größeren Mengen) und Storopack (sehr günstige Kg-Preise, aber Mindestwarenwert 50 Euro. Für vorlizenzierte Verpackungen aller Art kann ich auch Ratioform empfehlen. Allerdings zahlt man dort auch eine Grundgebühr an den Lizenzanbieter Zentek in Höhe von 30 Euro. Bei Ratioform gibt es aber eine gute Infoseite zur Verpackungsverordnung, wo alles wichtige gut erklärt wird. Das tolle dort ist, dass man sich kostenlose Proben von verschiedenen Verpackungen anfordern kann, wenn man sich z. B. noch nicht sicher ist, welcher Umschlag oder welcher Karton am besten geeignet ist. Der Mindestbestellwert liegt ansonsten (bei normalen Bestellungen) bei 25 Euro. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit Ratioform gemacht.
    Meine Empfehlung: Überlegt euch gut, welche Verpackungsmaterialien Ihr braucht und wie viel ungefähr und vergleicht die Preise der diversen Anbieter. Die Lizenzen findet man bei Müä übrigens unter dem Reiter "sonstiges".
    Manche Anbieter haben Rechner auf ihren Seiten, wo man seine Gebühren selbst errechnen (lassen) kann. Wundert euch nicht: Probiert verschiedene Gewichtsangaben aus.
    Ach ja, ich habe für ein Jahr meine Lizenzen auf 2 Anbieter verteilt, weil das so günstiger war. Jetzt habe ich PPK und Kunststoff bei Müä lizenziert (ohne Materialbestellung) und bin mit den großen Mengen auf der sicheren Seite.

    Fs folgt

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    1. Vielen Dank für diese ausführlichen Infos! Klasse!

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  10. Ich beschäftige mich momentan auch ausgiebig mit der Problematik. Und ich kann nur darauf hinweisen, dass bereits vorlizenzierte Verpackungen NICHT erlaubt sind: http://www.verpacken24.com/catalog/infocenter.php?page=dsd

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  11. Es gibt aber Anbieter für Verpackungsmaterialien wie z. B. u. a. Ratioform, bei denen man eben nur die Grundgebühr (ggf.) und die Lizenz pro Artikel bezahlt, was u. U. wesentlich günstiger ist als nur eine Lizenz bei einem Entsorger. Weil es diese "Drittanbieter" oder "Beauftragte Dritte" gibt. Oder wie sich das nennt. So ist das MAterial dann schon lizenziert, wenn man es bekommt. Und zwar legal und gesetzeskonform und mit Lizenzurkunde. Übrigens gibt es auch bei Baehr gute und aktuelle Infos dazu.

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  12. Danke für die toll zusammengefasste Informationen! Ich habe mich gerade auch mit dem Thema beschäftigt. Eins verstehe ich nicht wirklich: wenn man sich bei einem Entsorgungsunternehmen lizensieren lässt, muss man dann im nachhinein auch die Versandperpackung von diesem Unternehmen beziehen und nur diese für Versand verwenden oder kann nach der Liezensierung beliebige Versandtaschen/Karton benutzen? LG Larissa

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    1. Wenn du eine Lizenzgebühr an einen Entsorger zahlst, brauchst du keine vorlizensierte Verpackung mehr kaufen. Dann kannst du zum Beispiel auch bei Eb*y günstigere Versandkartons im 100er Pack bestellen (so hab ich es immer gemacht).
      Sicherlich bieten einige Entsorger ebenfalls direkt Verpackungen an. Es bietet sich ja an, den ganzen Aufwand direkt an einem Ort abzuwickeln.
      ein Kaufzwang besteht da meines Wissens aber nicht.

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  13. Hallo! Erst mal: vielen Dank für den Blog! Das ist ja eine Info-Fundgrube.
    Das Thema Verpackungslizenz macht natürlich wenig Freude. Ich habe gerade ein wenig recherchiert. In Blog und Diskussion wird ja die Möglichkeit der vorlizensierten Verpackungen erwähnt. Das soll seit 2008 nicht mehr gesetzeskonform sein, und es wird auch ein Urteil erwähnt, das das im Grundsatz bestätigt. (siehe http://www.verpackungslizenz.com/informationen.html Punkte 5 und 15). Demnach gibt es für Gewerbetreibende nur noch die Möglichkeit, sich selbst die Verpackungslizenz zu besorgen :-( und demnach sollen Verpackungsmaterial-Anbieter, die vorlizensiertes Verpackungsmaterial anbieten, das selbst einfach nicht wissen und sich rechtlich auf dünnes Eis begeben.
    Immerhin steht auf der genannten Seite auch klar: wenn man sich die Lizenz für eine bestimmte Menge Verpackungsmaterial besorgt hat, ist es völlig egal, von wo man diese Menge dann bezieht. Das kann ein anderer Anbieter sein oder auch gebrauchtes Material.

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  14. Hallo,
    puh, danke für die Infos, kämpfe mich nämlich gerade durch den Dschungel und habe bis eben nicht kapiert, wozu ich diese Lizenz brauche, alles verstanden habe ich zwar noch nicht, werde es mir nochmals zu Gemüte ziehen, vielen lieben Dank für die Zusammenfassung.
    Liebe Grüße,
    Petra

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    1. Hey Petra,

      schau mal, hier gibt's in 5 Minuten recht umfangreiche Infos zur Verpackungsverordnung - speziell für für uns Nähbienen mit Kleingewerbe.
      https://youtu.be/TY4S9N4Qfrs

      Liebe Grüße
      Katrin

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  15. Hallo, Frl. Päng!
    Ein wirklich sehr informativer Bericht, herzlichen Dank hierfür. Anhand der Userfragen kann man erkennen, dass hier noch viel Informationsbedarf besteht. Mittlerweile sind zu dem einstigen Monopolisten Gr.Punkt noch einige weitere Anbieter hinzugekommen. Leider konzentrieren diese neuen "Großen" sich gerne auf Großabnehmer und schrecken die Kleinversender durch Mehrjahresverträge oder hohe Grundgebühren ab.
    Inzwischen haben sich auch Anbieter etabliert, die sich größere Lizenzen mit Preisvorteil kaufen und diese besseren Preise an Kleinabnehmer weitergeben. z.B. bei www.verpackungslizenz.de erhält man binnen 5 Minuten das Beteiligungszertifikat zum Download und hat für 1 Jahr seine Pflichten rechtsgültig erfüllt. Ich denke, da wird sich noch einiges im Markt tun. Danke für Deinen tollen Bericht - weiter so!

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    1. Hallo, ich war auf ihrer Seite und bin jetzt ehrlich gesagt nicht durchgestiegen, wie das mit der Verpackungsverordnung nun genau funktioniert. Mehrjahresverträge zu überzeugenden Konditionen finde ich übrigens nicht so schlimm...

      Danke Frl. Pläng für die gute und informative Arbeit...

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    2. Hallo, Steffi!
      Unsere Seite www.verpackungslizenz.de teilt sich in zwei Hälften: 1. Erklärung der Verpackungsverordnung und 2. die konkrete Lizenzierung von Verpackungen:
      Dort kann man die gewünschten Materialien (z.B. Papier, Kunststoffe...) auswählen und die jeweils für ein Jahr zu lizenzierende Menge einstellen. Sofort sieht man den Endpreis incl. MwSt.. Sofort nach dem Kauf kommt die Teilnahmebestätigung per Downloadlink als Email. Ausdrucken & fertig.
      Das geht in fünf Minuten und die Angelegenheit ist für ein Jahr erledigt.
      Wer möchte, kann auch für das folgende Jahr zum Sparpreis gleich mitlizenzieren. Alles jedoch ohne Abonnement oder Zwang.
      Vielleicht einfach nochmal in Ruhe nachlesen - und "durchsteigen" ;-)
      Notfalls bei uns anrufen... wir helfen auch telefonisch weiter: 06095-998654
      Herzliche Grüße!

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  16. Vielen Dank für die informative Zusammenfassung. Bin auch erst gestern über das Thema gestolpert und habe dabei u.a. die Information gefunden, dass ich für die Lizenzierung eine Umsatzsteuer-ID brauche. Ich bin seit Jahren als Kleinunternehmerin unterwegs und war immer der Meinung, ich hätte wegen der Kleinunternehmerregelung gar keine Ust.-ID-Nr. Bisschen peinlich, nach so vielen Jahren, aber kann mir da jemand weiterhelfen, wie es sich damit verhält?
    Vielen Dank schonmal und LG

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  17. Ich habe auch vor kurzem einen Shop bei dawanda eröffnet und bin auf Activate von Reclay gestoßen. Da muss man keinen Mindestbetrag zahlen und kann jederzeit und so oft man will lizenzieren. Da ich auch Sachen nach Österreich schicke, finde ich es praktisch, wenn man nur die tatsächlich verkauften Mengen lizenzieren muss. Anfangs hatte ich auch viele Fragen, da ich mich mit dieser Thematik nie auseinandergesetzt habe, aber all meine Fragen wurden per Mail total nett beantwortet. https://activate.reclay.de/

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  18. Hallo, ich wollte mit euch mal meine Erfahrung teilen, und hoffe dass ihr ein wenig davon profitieren könnt. Ich habe mich mit dem Thema lange und intensiv auseinander gesetzt und habe mich am ende für das ELS Verpackungsticket entschieden. Mit der Reclay war ich sowas von unzufrieden, da ich uber eine halbe Stunde in der Warteschleife hing, und nach Preisvergleichen und Seriosität sowie Kompetenz kann ich das von der ELS sehr empfehlen. Ich bin äußerst zufrieden und wenn ich fragen habe steht mit die Kundenberatung immer zur Seite.
    Hoffentlich konnte ich etwas helfen, Liebe Grüße, Dani

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