23 Juni, 2016

Frl. Rottenmaier

Mit diszipliniertem Dutt, strenger Brille und vornehmer Bluse... 

Nein gar nicht... ich finde, dass ich mir der feinen Hausdame aus Heidi tatsächlicher eher weniger gemeinsam habe. Zu wenig Autorität, zu viele Flausen... im Kopf und auch auf dem Kopf. Ein disziplinierter Dutt sieht anders aus. 



Was ich aber habe ist eine vornehme, neue Bluse!
Genäht nach dem Schnittmuster Dolores vom Milchmonster. Meine erste Dolores mit langen Ärmeln. Die langen Ärmel waren ehrlich gesagt auch der einzige Grund, weshalb ich mich an die Nähmaschine gesetzt habe. 
Bisher habe ich mich (hier, hier oder hier) immer an die kurze Variante gehalten. Das geht nicht nur schneller, sondern passt auch besser zu mir. Doch wenigstens ein einziges Mal, wollte ich mich der Herausforderung stellen und mit Kapellenschlitz und Belegen arbeiten.
Das ist übrigens gar nicht so schwer.





Die pattydoo Stoffe, die ich hier verwendet habe, eignen sich richtig super für Blusen. So fest, dass sie sich leicht verarbeiten lassen, aber dann getragen doch wieder ganz leicht.

So, und nun richte ich Hemd, Dutt und Brille zurecht, lege einen autoritären Blick auf und schau mich mal beim Rums um, was meine Kollegen so gezaubert haben.


Lieblingsgrüße!




21 Juni, 2016

Auf gehts! Fußballfieber zur EM

Hier ist das große EM - Fußballfieber ausgebrochen.
Schon am vergangenen Donnerstag lag mir das Zuckermädchen mit höchster Dringlichkeit in den Ohren:
Mama, ich brauch noch ein Trikot. Deutschland spielt doch heute und wenn ich kein Trikot habe, gewinnen die vielleicht nicht.

Das erschien mir absolut plausibel und in sich vollkommen schlüssig.
Und da ich definitiv nicht schuld sein wollte, an einem verlorenen Spiel der deutschen Mannschaft habe ich mit natürlich bereit erklärt, ihr ein Trikot zu nähen.
So hab ich in den frühen Abendstunden - also kurz vor dem donnerstäglichen Deutschlandspiel -  mein Stoffregal nach brauchbaren Stoffen durchwühlt und meinem Mädchen anschließend meinen Plan für ihr "Trikot" vorgestellt.

Der Vorschlag wurde mit einem Joar, kannst du so machen, Mama. Ist ganz okay so... abgenickt.
Pfff... ist das schon vorpubertäre Gleichgültigkeit, die da aus ihr spricht? Ich finde es noch ein bisschen besser als "ganz okay so".







Am Ende war sie aber doch begeistert von ihrem Deutschlandtrikot.
Auch wenn es der EM-Elf am Donnerstag nicht zum Sieg verholfen hat, bringt es vielleicht ja heute abend Glück!
Bei der WM vor zwei Jahren hat das Glücks-Fußballkleid, nach dem Schnitt KARA (bei Dawanda gerade im SALE) ja auch geholfen!


Mit wem schaut ihr euch heute das Spiel an?


Lieblingsgrüße!


______________________
verlinkt: kiddiekram, creadienstag
Schnitt: Shirt: vereinfachter BEN
Stoffe: Restbestände aus dem Stoffregal

P.S.:
Schon gesehen? Ich verabschiede mich aus der Ebook-Welt mit kleinem Tamtam
Hier und hier.







17 Juni, 2016

SUPERSONDERAKTION 2,90€ für alle EBOOKS!

DAS gab es so noch nicht.
DAS wird es auch nie wieder geben.
Deshalb schlagt jetzt zu.

ALLE meine Ebooks biete ich euch jetzt für 2,90€ an!





DAS solltet ihr euch nicht entgehen lassen!
Das Angebot gilt nur für eine Woche.
Danach verschwinden meine geliebten Pängbooks aus meinem Dawandashop!


Die Dateien werden aus dem Shop verschwinden. Zu besonderen Gelegenheiten vielleicht verlost, aber nicht mehr verkauft. Den Druck neue Schnittmuster zu erstellen nehme ich mir jetzt einfach und wenn doch noch eine Kleinigkeit entsteht, dann kann ich sie euch ja auch als Freebie anbieten, oder?
Danke für die Treue, die vielen Nachrichten und eure lieben Worte und die wunderbaren Nähwerke nach meinen Ebooks, die mich jedes Mal so sehr gefreut haben. 


Und jetzt endlich - bevor ich anfange herum zu lamentieren und sentimental werden:
Klickt auf den Link und ab zum Dawandashop.


Lieblingsgrüße.


____________________
P.S.:
Die Dateien werden keine Freebies werden!
Bei Alles für Selbermacher werden sie weiterhin erhältlich sein.
Die rechtlichen Richtlinien und die Urheberrechte an den Dateien bleiben natürlich bestehen. Nach wie vor ist Tausch, Verkauf, Verschenken von digitalen Dateien ausgeschlossen und wird strafrechtlich verfolgt.

15 Juni, 2016

bye bye...

Nach langem hin und her, unzähligen ProContra Listen und vielen Abwägen sage ich heute bye bye.
Aber nicht zu euch! Nicht zu meinem Blog! Nicht zum Nähen, Entwerfen, kreativ sein...
Nicht zu mir!

Nur zu einer meiner mir selbst auferlegten Aufgaben.
Das Erstellen von Ebooks


Ich den letzten Wochen und Monaten kam der Gedanke diese Aufgabe abzulegen immer wieder auf.
Und ja, er schmerzt irgendwie, denn ich liebe meine Ebookarbeit!
Das Erstellen von Schnitten ist eine große Selbstverwirklichung. Die Fotos von euren fertigen MILLIs und BONNIs und BENs machen mir jeden Tag eine riesige Freude! Die Arbeit im Probenähteam ist so herzlich und liebevoll und so energiegeladen.
Ich weine - und das nicht nur im übertragenen Sinne - beim Gedanken das alles aufzugeben.


Aber!
Ich muss auch ehrlich zu mir sein und das war ich lange nicht.
Ich spiele zu viele Rollen in meinem Leben und ich weiß meine eigene Rolle - also die, die schlicht und ergreifend LINDA heißt - gar nicht mehr zu schätzen.
Diese Rolle braucht einfach mehr Zeit.
Diese Rolle freut sich aufs Nähen zum Spaß, aufs Bloggen und kreativ sein nach Lust und Laune.
Sie freut sich auf die Ebooks und Schnittmuster von Kolleginnen, sie freut sich aufs Stoffe probevernähen, auf spannende Kooperationen, auf Bloggerevents und Designmessen.
Sie freut sich auf ihre Freude und ihre Familie, auf Partys, Feste, Kaffees, Grillabende.

Auf einfach alles worauf am Ende Kraft und Zeit fehlte.


Deshalb sage ich "byebye" zu den Ebooks

und ich sage mal vorsichtig "Hi" zu mir.


Lieblingsgrüße!


P.S.:
Ab morgen gibts natürlich eine kleine Abschiedsaktion


___________________________________________
Wer weiß... irgendwann...
Ebookarbeit liebe ich nach wie vor...
man darf niemals nie sagen...




14 Juni, 2016

Und welche Rolle spielst du in deinem Leben?

Wir alle spielen Rollen in diesem Schauspiel, dass sich Leben nennt.
Es ist unser Leben. Unser eigenes! Und doch lassen wir uns in Rollen drücken, nehmen Rollen an, reißen Rollen an uns.

ich könnte mich nichten behaupten, dass ICH nur ICH bin.

Ich bin Mama. Ganz klar, denn ich habe eine Tochter und diese Rolle wurde mir gegeben. Ich habe sie dankbar angenommen, erfülle ihre Pflichten und Aufgaben, freue mich über ihre Belohnungen und Erfahrungen.
Ich bin aber auch Tochter! Ich liebe meine Eltern, bin gerne bei Ihnen. Ich schenke ihnen meine Zeit mit dieser Rolle. Genieße es, mich in einigen Dingen einfach auf sie zu verlassen und erlaube ihnen sich in anderen Dingen auf mich zu verlassen.
Und ich bin Schwester von zwei tollen Brüdern. Sie passen auf mich auf, ich passe auf sie auf. Diese Rolle wurde erst mit der Zeit immer wichtiger. Sie beruht auf Gegenseitigkeit.
Ich bin Enkelin und sehr stolz darauf noch so tolle und fitte Großeltern zu haben. In dieser Rolle spiele ich gerne, wenn auch sehr selten. Sie gibt mir meistens mehr zurück, als ich geben muss.
Aber ich bin auch Ingenieurin. Natürlich, denn ich arbeite in meinem Job gerne und gut. Diese Rolle habe ich mir verdient und mit dieser Rolle verdiene ich meinen Lebensunterhalt.




Aber das ist noch lange nicht alles.
Ich bin Freundin, Patentante, ich bin Exfrau, Traumfrau und Kumpel, Hauseigentümerin, Nachbarin, Brötchenverdienerin, Arbeitnehmerin, Finanzen-im-blick-Halterin, Erzieherin, Trainerin, Autorin, Bloggerin, Näherin, Selbermacherin, Organisatorin, Mitarbeiter, Hausfrau.

Soziale oder existentielle Rollen, die unausweichlich sind, oder mir mit meinem sozialen Umfeld zugewiesen werden.

Und dann sind da noch die Rollen, die ich für mein eigenes Ego an mich reißen will. Psychologisch begründet und manchmal auch situationsgebunden.
Ich will fitte Sportlerin sein, Ernährungswissenschaftlerin, selbständige Designerin, eine femme fatale, eine tattowierte Rebellin, eine Bestimmerin, das süße Unschuldslamm, ein Sonnenschein, eine gute Seele, eine Positivdenkerin, das liebe Kind, die aktive Powermama, eine flirty Augenklimperin, die kreative Supermom, eine bewusste Genießerin, eine selbstbewusste, eloquente Frau, die taffe über-den-Dingen-Steherin


Kleine und große Rollen, die mein Leben mal mehr und mal weniger beeinflussen.
Die ich mal mehr und mal weniger intensiv spiele.

Aber wo in dem ganzen Rollenspiel bin ICH? 

Das klingt so einfach: "eine Rolle spielen". Sich hineinversetzen in die Rolle. Sie spielen, danach wieder man selbst sein. Wie ein Kind, dass in eine Verkleidung schlüpft.

Dabei vernachlässigt man aber die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Rollen!
Als Mama will ich Vorbild sein, zwar streng aber immer mit einer guten Portion Alberheit, liebevoll, geduldig, tröstend, herzlich.
Als Arbeitnehmerin möchte ich souverän sein, kompetent, sachlich.
Als Bloggerin möchte ich vor Lebensfreude sprühen, quirlig sein, inspirieren.

Keine meiner mir gegebenen Rollen "spiele" ich.
In allen Rollen bin ich ICH, was mir mal mehr, mal weniger gut gelingt.

Ein Rollenspiel im wahrsten Sinne des Worte ist es aber bei den mir selbst auferlegten psychologischen Rollen.
In diesen Rollen verstelle ich mich schon ab und zu.
Vorfahrt genommen und von dem Autofahrer doof angemacht worden. Da spiele ich am besten ein zerknirschtes süßes Unschuldslamm.
Perfektes Gemüselastiges Quinoa mit Hähnchenfleisch gekocht, das weckt doch sofort die kompetente Ernährungswisschenschaftlerin in mir, die die Schokoküsse und Cookies vom Vortag ganz einfach überspielt.
Ihr wisst wie ich das meine. Ich brauch euch nicht sagen, wann ich femme fatale sein will, oder?


Die ganzen Rollen, die wir uns selbst aufzwängen sollten wir uns regelmößig bewusst vor Augen halten.
In welchen Rollen bin ich gut? Welche Rolle fällt mir zu spielen schwer? In welcher Rolle fühle ich mich wohl, in welcher fühle ich mich unwohl. Welche Rolle will ich behalten, welche will ich ablegen.


Und welche Rollen spielt ihr?


Lieblingsgrüße




10 Juni, 2016

Gartenliebe - Kübelteich

Unser Maurerkübel-Gartenbrunnen von hier und hier oder auch hier zieht nach wie vor großes Interesse auf sich. Besonders jetzt zur Sommerzeit bekomme ich immer wieder Emails und Nachrichten mit Fragen zum Bau des Kübelteiches.

Jetzt endlich fasse ich mal eine kurze Anleitung zusammen, die euch als rote Schnur zu einem eigenen Kübelteich führen kann.








Ihr braucht dazu: 
1 Maurerkübel
4 Rollen mit 100kg Traglast
Holzbretter mit ca. 2cm Dicke
Kies
evtl. ein kleiner Springbrunnen 

Und so geht's: 

Falls ihr einen alten Maurerkübel verwendet, versucht ihn zuerst bestmöglich zu reinigen. Bohrt ca. 20mm unter dem Rand eine Ablassbohrung. Das verhindert einen Überlauf bei starkem Regen. 

Aus den Holzlatten wird dann ein Rahmen oben unter den Rand des Kübels gesetzt. Die Maße des Rahmens hängen von eurem Maurerkübel an. Er sollte dicht mit dem Kübel abschließen und direkt unterhalb des Kübelrandes liegen. Die Umrahmung wir von oben mit dem Kübel verschraubt. 


Als nächstes wird ein Boden für den Kübel erstellt. Die Abmaße des Bodens richten sich ebenfalls nach eurem gewählten Kübel. er sollte rundherum ca. 2 -3 cm überstehen. 
Der Boden aus Holz wird nun mit vier Brettern an der oberen Umrandung fixiert. Das Grobgerüst der Verkleidung steht. 





Jetzt wird die Verkleidung angebracht. Schraubt Brett für Brett an der oberen Umrandung und an dem Boden fest. Achtet darauf, dass die Bretter sowohl oben, als auch unten einen bündigen Abschluss bilden. Außerdem sollte, der Optik wegen, das Spaltmaß zwischen den einzelnen Bretter einheitlich sein.



Zum Schluss werden unter dem fast fertigen Brunnen vier Rollen montiert. So ist der Brunnen auch im befüllten Zustand noch beweglich. Achtet aber darauf, dass eure Rollen eine ausreichend hohe Traglast bieten.

Wer mag kann noch eine kleine Pumpe einbauen. Baut aus Kaninchendraht (aus Edelstahl, wegen der Rostgefahr) einen Korb in den ihr die Pumpe einlasst und fixiert den Korb mit zwei Pflastersteinen.
Das Kabel der Pumpe wird einfach durch einen der Spalten der Verkleidung gelegt und über den Rand nach außen geführt. 
Der Brunnen wird nun noch mit grobkörnigen Split oder Kies und anschließend mit Wasser befüllt. Wir haben den Brunnen nur mit ca. 50mm Wasserhöhe versehen. So ist ausgeschlossen, dass am Brunnen ein ungewolltes Unglück passieren kann.




Viel Spaß beim Nachmachen!


Lieblingsgrüße!


P.S.: 
Danke an penkstagram, für die Bilder für Tutorial! 

07 Juni, 2016

I'm sitting here, on a Lemontree

Na? Ohrwurm?
Die Headline geht sofort in den Kopf. Ich kann sie nicht mal schreiben, ohne sie beim Tippen zu singen. 

Aber hier geht es ja gar nicht um mein Gesangstalent...
Hier geht es um das, worauf es im Leben wirklich ankommt! 



Um Kuchen! 
Zitronenkuchen nämlich. 

Ich mag diesen zitronigen Kuchen so gerne! Er schmeckt herrlich frisch und leicht und hinterlässt einfach kein schlechtes-Gewissen-hervorrufendes Völlegefühl im Magen. Nach dem Backen duftet das Haus so herrlichen nach warmen Zitronenkuchen, dass man sich darin einwickeln möchte. 

Wisst ihr was? Ich lasse nach dem Backen von Zitronenkuchen immer extra die Schlafzimmertüren auf. In der Hoffnung, dass sich der Geruch in den Bettlaken verfängt und wir nachts von Zitronenbäumen träumen. 




 Ihr braucht
2 Zitronen
125g zimmerwarme weiche Butter
3 Eier
75ml Milch
125g Zucker
250g Mehl
1 Pck. Backpulver
Außerdem: 
Zitronensaft und Puderzucker für den Guss




und so gehts:
Zuerst widmen wir uns den Protagonisten. Den Zitronen.
Eine Zitrone wird geschält und in kleine Stücke geschnitten. Ich schneide sie auf einem Teller mit Rand, so dass die auslaufende Flüssigkeit dabei nicht verloren geht.
Die zweite Zitrone wird gründlich ausgepresst.
Nehmt aus zwei EL des Zitronensafts und stellt ihn für den späteren Zitronenguss an die Seite.

Jetzt werden Eier und Milch mit dem Zucker gut verrührt, bis die Masse leicht schaumig wird. Dann gebt ihr die weiche, zimmerwarme Butter hinzu. Mehl und Backpulver werden zuerst vermischt und dann nach und nach zur Kuchenmassen zugegeben. Dabei immer schön weiter rühren.
Am Schluss wird der Zitronensaft und die Zitronenstückchen untergemengt.

Füllt den Kuchenteig in eine gefettete Backform. Bei 175°C darf der Kuchen ca. 40min Backen. Wir haben hier kleine Minikuchenformen verwendet und unsere Backzeit damit auf 30min verringert.

Nach dem Abkühlen des Kuchens wird jetzt der Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft hergestellt. Beträufelt den Kuchen damit oder schmiert ihn von oben bis unten damit ein. Ganz wie ihr mögt.


Viel Spaß beim Nachbacken! 

Lieblingsgrüße!