20 April, 2017

Schokomousse - Zuckerfrei

Noch nie hatte ich so einen Avocadoverschleiß, wie derzeit.
Ich liebe die grüne, kleine, reichhaltige Frucht ohnehin, weil sie so vielseitig ist. Aber momentan vergöttere ich sie geradezu! 




Jetzt, da sie mir den perfekten zuckerfreien Schokoladenersatz ermöglicht, gehört sie auf ein Podest gestellt und bejubelt. 
Die Mousse ist sogar super schnell hergestellt und nach einem Besuch im Bioladen hat man dafür meist alles im Haus, so dass man immer wieder Nachschub schaffen kann. 


Ihr braucht: 
eine reife Avocado
2 EL reines Kakao Pulver
1 EL Reissirup
1 TL Kokosöl



Die Zubereitung ist ganz einfach: 
Das Kokosöl wird im Wasserbad oder in der Mikrowelle erhitzt, bis es flüssig ist. Währenddessen werden Avocado, Kakaopulver und Süßungsmittel mit einem Pürierstab zu einer glatten Masse gemixt. 
Das geht auch mit dem Mixer oder zur Not mit einer Gabel (wie bei mir. Ich habe meinen Pürierstab vor einigen Tagen zerstört, weil ich Datteln pürieren wollte. Mist!)
Dann wird das Kokosöl hinzugegeben und alles noch einmal gut verrührt und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. 

Tipp: Statt Reissirup könnt ihr natürlich auch Honig oder Agavendicksaft verwenden. Ist genauso süß, aber weniger gesund (Reissirup enthält weniger Glucose und keine Fructose)

Am Schluss wird das Ganze noch beliebig mit einem Topping versehen. Heute gibt es Heidelbeeren und Kakaosnibs. Aber wie wäre es sonst mal mit Datteln, Mandeln oder Haferflocken? Oder Erdbeeren, Mango, Himbeeren, Minzblättern oder Kokosraspeln?




Durch die Avocado wir die Creme schön cremig, das wieder aushärtende Kokosöl gibt die gewisse Festigkeit und eine super leckeren Geschmeckt (wenn nicht-desodoriertes Öl verwendet wurde). In Summe enthält das ganze Glas ca. 8g Zucker (durch die Avocado und vor allem natürlich die Glucose des Reissirups)
Ganz ehrlich! Ich könnte mich reinlegen! 
Aber noch ein kleiner Hinweis: Wer gerade gestern erst seine zuckerfreie Zeit gestartet hat, der sollte sich vielleicht noch ein paar Tage Zeit geben, bis sich das eigene Zuckerempfinden geändert hat.  Dann wird das Schokomousse zum echten Highlight! 


Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachmachen und Naschen! 

Lieblingsgrüße!




18 April, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Woche 3:

Nachdem ich mich in der letzten Woche mehrfach auf den Prüfstand befand und vor Hunger fast einknickte, könnte man meinen, dass ich diese Woche weniger Lust auf #machmalzuckerfrei hätte.
Pah! Im Gegenteil! Ich bin total gespannt, wie es weiter geht und vor allem wie ich meinen ständigen Hunger in den Griff kriege. "Brauche" ich den Zucker vielleicht doch?



Tag 15 - Montag
Wochenstart. Der Montag ist immer besonders stressig, aber seit dem Zuckerfreiexperiment wirkt sich das nicht mehr stark auf meine Laune aus.
Morgens gibt es meinen momentanen Standard: Magerquark mit Whey, Obst und Haferflocken.
Vormittags snacke ich Kohlrabi, Möhren und Nüsse und wundere mich: Es schmeckt süß.
Mittags gibt es eine Gemüsepfanne mit Kürbiskernen.
Am späten Nachmittag habe ich tierisch Lust auf etwas "Ungesundes" und mache mir Nudel (Weizenvariante), mit Fischburger (billige TK-Version) und dazu Rotkohl.
Wer hätte gedacht, dass Rotkohl der Bösewicht in dieser Liason ist? Unfassbare 15g Zucker pro 100g! (gesunde Empfehlung: 25g Zucker pro Tag) Mir vergeht der Appetit und der Rotkohl bleibt liegen.
Witziger Funfact am Rande: Ich bin zum ersten Mal seit einer Woche satt.


Tag 16 - Dienstag
Seit etwa drei Tagen läuft meine Verdauung... naja... reden wir nicht weiter darüber (to much information). Dadurch ist mein Bauch momentan auch alles andere als flach.
Aber immerhin: mein Hungergefühl der letzten Woche scheint sich zu regulieren. Habe ich den Bann endlich gebrochen? Wäre schön, denn so schnell wie ich esse, bekomme ich die Nahrungsmittel gar nicht nachorganisiert. Die vielen guten Sachen sind auch nicht immer ganz billig.
Für den Abend habe ich mir ein Schokomousse vorbereitet! Ein waaaaaas?! Wie jetzt? Schokolade?
Nein, natürlich nicht. Hauptbestandteil ist Avocado. Aber es schmeckt so unglaublich yummy! Ich bin begeistert. Eine kleine Portion davon reicht mir vollkommen. Voller Schokogeschmack und voll gesund.





Tag 17 - Mittwoch
Ich gehe heute erstmalig wieder ohne Makeup zu Arbeit. Endlich! Man noch ein paar Narben und Male, aber die Haut hat sich fast vollkommen beruhigt.
Aus Wassernot muss ich mich später an der 2-Wochen alten Zerocoke bedienen. Bäh! Geht gar nicht! Abgestanden und viel zu süß! Ich muss erst mich schütteln und dann die Cola, und zwar in den Ausguss.
Später bin ich zum Laufen verabredet. 8km sind das für mich zu dem Zeitpunkt noch utopische Ziel. Ich habe seit dem Mittag nichts mehr gefuttert und fürchte, in traumatischen Gedanken an die letzte Woche, unterwegs zu verhungern.
Pah! Wir schaffen sogar 9km und danach hab ich immer noch Engerie und fühle mich großartig!
Am Abend treffe ich mich mit den Mädels in der Pizzaria. Ich esse einen riesen Berg Salat, trinke trockene Weißweinschorle und berichte von meinen Zuckerfrei-Erfahrungen.

Tag 18 - Donnerstag
Meine Haut sieht schon wieder viel besser aus!
Meinen Magen knurrt den ganzen Tag nicht.
Mein Durstgefühl ist völlig normal.
Meine Verdauung ebenfalls.
Ich hab überhaupt kein Interesse an Schokolade oder anderen Süßkram.
Ist der Zuckerentzug nach 18 Tagen endlich vollbracht? Ich habe mittlerweile fast drei Wochen durchgehalten. Wobei "durchhalten" für mein momentanes Hochgefühl ein viel zu negatives behaftetes Wort ist.
Ich hab das Gefühl, eine Belohnung zu verdienen und gönne mir endlich (!Ich schleiche schon seit einem Dreivierteljahr drumherum) Urban Ears. I love them!


übrigens gerade reduziert bei Amazon
Tag 19 - Freitag
Frühstückspause mit den Kollegen. Ich verzichte völlig selbstverständlich auf meinen sonst typischen Irish-Automaten-superextrasüß-Cappucchino und nehme meine Wasserflasche mit. Ein Kollege teilt eine Tafel Schokolade mit uns. Sonst ein Moment, in dem sich direkt der Speichel in meinem Mund sammelt und mir krampfhaft überlege, wie ich jetzt an möglichst viele schokoladige Stücke komme, ohne gierig zu wirken. Heute überlege ich kurz aus Höflichkeit ein Stück zu nehmen. Doch ich hab eigentlich kein Interesse. Ich berichte stattdessen von meinem Zuckerfreiexperiment und löse damit eine kurze Ernährungsdiskussion aus.


Tag 21
Heute geht es mit dem Lieblingslehrer nach Berlin! Ich bin sehr gespannt, ob ich das Experiment "mach mal zuckerfrei" auch in der Hauptstadt umsetzen kann!
Für die Zugfahrt packe ich mir auf jeden Fall ein paar zuckerfreie Snacks ein!



Review Woche 3
Wow! Drei Wochen völlig ohne Süßkram und mit viel weniger Zucker und Süßungsmittel! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe. Aber ich merke, dass mir das Experiment echt gut tut! Die physischen Veränderungen sind bisher zwar eher gering. Die psychischen Auswirkungen sind aber gerade jetzt sehr fühlbar. Ich bin wesentlich ruhiger und stressresistenter. Und noch dazu richtig gut zufrieden. Endorphine ganz ohne Zucker!

Was ich aber auch feststellen muss:  Zuckerfrei ist nicht günstig. Man schaut viel öfter im Biomarkt, in der Bioabteilung des Supermarktes oder im Drogeriemarkt vorbei. Bis man sich mit Couscous, Kokosblütenzucker, Kakaonibs und sämtlichen interessanten Superfoods eingedeckt hat, hat man ein kleines Vermögen auf den Verkaufstresen gelegt. Die Unmengen an frischen Obst und Gemüse kosten auch mehr, als ein billiges verzuckertes Müsli.
Zwar habe ich schon immer hauptsächlich Gutes in meinen Einkaufswagen lassen und war auch teilweise schon mit Chiasamen oder ähnlichem ausgestattet, doch den preislichen Unterschied merke ich deutlich.



Und wie geht es euch? Seid ihr noch dabei?
Nur falls ihr euch wundert, weshalb hier gar nichts von Ostern erwähnt wird: Mit meiner Review bin ich immer eine gute Woche zurück. Ostern kommt also noch... ;)


Lieblingsgrüße!

13 April, 2017

Pinke Hoodies und Nachwuchsfotografen

Meine neue Tasja weicht mal ein bisschen von meinem Standard ab. Sonst eher ein bisschen dunkel, gerne blau, dunkelgrau oder schwarz, ist mein Look diesmal ROSA und PINK!





Okay, ich hab eventuell ein kleines bisschen übertrieben. Im Grunde ist es doch ein grauer Hoodie, den ich mir da genäht habe, und niemand wird verwirrt die Augenbraue hochziehen, weil er mich in so einem Pulli nie erwartet hätte.
Trotzdem ist etwas Neues, dass ich für mich rosafarbenen Stepp mit pinken Highlights kombiniere.
Aber ich ich finde es ganz großartig. Ein bisschen Farbe schade nie und  tut auch der Seele gut.






Den Schnitt hab ich euch hier ja schon mal vorgestellt. Mit meiner schwarzen Schwalbentasja lieg ich  ich wieder voll in meinem Standard. Diese grau-rosa Tasja hab ihr bei Facebook aber auch schon mal gesehen. Ich war regelrecht verzweifelt, denn mein Hoodie-Sweat reichte nicht mehr für Bündchen und Saum und keine meiner vorhanden Stoffe wollte so richtig harmonieren. 
Ich habe sogar zwei weitere graue Stoffe bestellt, die leider genauso wenig harmonierten. 

Letztendlich habe ich mich doch überwunden und den Stoff verwendet, der sich am wenigsten biss. 
Wenn ihr ganz genau hinschaut, seht ihr den Farbunterschied an Pulli und Bündchen auch. Ich hoffe einfach, dass es im Alltag nicht so stark auffällt und bin trotzdem ganz zufrieden. 

Und falls ihr euch wundert, warum ich mich heute so bodennah aufhalte und gar nicht richtig aufrecht stehe... 





Ich hatte diesmal einen etwas kleineren Fotografen als sonst. Heute hat sich das Zuckermädchen zum ersten Mal mit der Spiegelreflex versucht und ich finde sie hat das ganz gut hinbekommen.
Mal schauen, was die Kolleginnen beim Rums dazu sagen.

Lieblingsgrüße!



11 April, 2017

Das Zuckerexperiment - Woche 2: Auf und ab und hungrig

Woche 1 meines Zuckfrei-Experiments hat mich ja regelrecht euphorisch zurück gelassen. Am Montag starte ich ebenso begeistert und bin ganz sicher, dass das Experiment ein Klacks wird.

Wie es mir tatsächlich ergangen ist? Lest selbst:



Tag 8 - Montag
Ich entdecke eine unfassbare Energie und ein Gefühl von Leichtigkeit.
Es mag auch am Frühling liegen und an der Sonne auf meiner Nase, aber ich habe ein richtig gutes Bauchgefühl!
Der Arbeitstag war nervenaufreibend und richtig anstrengend! Abendessen kochen? Jetzt noch?
Normalerweise hätte ich mir sicher Schokolade und etwas Mäusespeck gegönnt, vielleicht ein paar Scheiben Käse, hätte meine schmerzenden Beine aufs Sofa gelegt und mich am Abend noch zu einer kleinen Sportsession gezwungen (Schokolade ausgleichen).

Heute ist es anders. Da ist noch genug Energie für den Rest des Tages! Ein kurzer Spurt unter die Dusche, dann bereite ich fröhlich summend ein leckerleichtes Abendessen zu und habe anschließend noch Lust mit dem Zuckermädchen zu spielen.
Später knuspere ich ein paar Maiswaffeln (0,5g/100g) und versuche mich an meiner Steuererklärung.
Sport gibt es heute aus schlichten Zeitmangel nicht. Macht nichts. Ich muss ja auch nicht ausgleichen

Tag 9 - Dienstag

Am Morgen werde im Badezimmer mit einer Überraschung belohnt: Mein Bauch ist viel flacher!
Ich habe nicht speziell trainiert oder wenig gegessen. Trotzdem fühle ich mich drahtig und weniger aufgebläht.
Aber ich bin hungrig heute!
Trotz reichhaltigem Frühstück und Snack hängt mein Magen um 11 Uhr am Boden und ich kämpfe mich durch bis zum Mittagessen. Wie im Wahn öffne zu Hause Schränke und Schubladen und suche nach schneller Energiezufuhr, während ich koche.
Ich halte durch, trinke ein großes Glas Kokosmilch (1,9g/100g) und ziehe später meine Laufsachen an. Nach einem Run mit dem Mädchen (sie auf dem Rad) stürze ich mich in die Gartenarbeit. Die Lust auf schnelle Energiezuführ ist weg. Ha! Da habe ich mich gut ausgetrickst.
Am Nachmittag knallt mir der Hunger wieder mit voller Wucht in die Magengrube, trotzdem ich nach dem Lauf noch einmal etwas gegessen habe. Ich suche nach Snacks, mampfe Nüsse und Dinkelcracker, esse Quark und eine halbe Avocado, doch werde einfach nicht richtig satt.
Am Abend steht der Lieblingslehrer mit Baguette und Salami vor der Tür. Hallo! Hunger! Gib her!
Es gibt Gemüsesticks und Dips (2,8g/100g) dazu und ich haue richtig rein. Ich bin mir unsicher: Wieviel Zucker enthalten Salami (1g/100g) und Baquette (4g/100g)? Am nächsten Tag recherchiere ich im Netz und entscheide: Das war schon in Ordnung



Tag 10 - Mittwoch
Um meinen Appetit zu regeln gibt es heute eine große Frühstücksportion und ein Extraobst. Auch in der Pause bei der Arbeit gibt es diesmal mehr zu futtern.
Doch der Hunger hat mich voll im Griff! Es ist nicht einmal so, dass ich Lust auf Süßkram hätte. Dem kann ich nach wie vor gut widerstehen. Aber ich scheine einfach nicht richtig satt zu werden. Ich fühle mich wie die kleine Raupe Nimmersatt und kann mich deshalb heute gar nicht richtig konzentrieren.
Bis zum späten Nachmittag habe ich 200g Nüsse gemampft (Meine Lieblinge: Walnüsse, Mandeln, Pekannüsse und Cashews). Ich hatte gar nicht gewusst, dass Nüsse eigentlich süß schmecken! 
Na klar, die enthalten ca. 4g Zucker pro 100g.
Aber wusstet ihr, dass Nüsse helfen den Cholesterinspiegel im Blut zu senken, den Zuckerwert stabilisieren, das Risiko für einige Krebsarten mindern, Konzentration und Lernfähigkeit erhöhen und das Gedächtnis stärken? Kleine Zauberpakete!
Trotzdem hab ich heute das Gefühl, dass etwas fehlt.

Tag 11 – Donnerstag

Wo ist eigentlich mein Mittagstief hin?
An Dienstagen und Donnerstagen, wenn ich nach dem Mittagessen nicht wieder zur Arbeit muss, überkommt mich oft eine unsagbare Müdigkeit. Ich mir gelegentlich einfach eingestanden, dass ich müde bin und eine Pause brauche und habe mich mit einem 35 Minuten Timer tatsächlich einfach mitten am Tag ins Bett gelegt.
Seit elf Tagen bin ich auch Mittags fit und gut zufrieden und habe heute direkt Lust auf ein kleines Workout.

Kettlebell und Hanteln für Muckis



Nach 12 Tagen – Freitag
Heute steht mein Experiment auf dem Prüfstand:
Einkaufen nach der Arbeit (ihr wisst: Mein Hungernotstandszeitpunkt!), Eisessen mit einer Freundin und eine Einladung bei den Nachbarn zum Feiern einer Geburt. Mir ist klar: Ich brauche einen Plan!

Vor dem Einkauf gibt es 3 Datteln. Im Einkaufswagen landen nur gesunde Lebensmittel. Jeah!
Mittags muss es schnell gehen. Schlichter Couscous nur mit Salz reicht mir. In der Eisdiele berichte ich meiner Freundin von meinem Zuckerbefreiungsplan und bestelle einen Cappuccino. Den Schokocookie den es dazu gibt, bekommt das Mädchen.
Psssst: Für den Notfall habe ich mir einen eisgekühlten Eiweißshake gemixt (3g/100g) und ihn in der Tasche dabei. Ich brauche ihn nicht, genieße den Cappuccino und fühle mich den anderen Gästen fieserweise überlegen.
Abends kralle ich mich an einer Bierflasche fest. Irgendwann überkommt mich die gemeinschaftliche Feierlaune. Zum Glück werde ich am nächsten Tag wenigsten mit Kopfschmerzen bestraft.
Egal. War ein lustiger Abend und ein guter Tag!


Tag 13 - Samstag
Der Tag startet etwas langsamer. Aber dafür ganz gesund und mit Yoga. Bis zum Nachmittag halte ich mich gut. Ich bin zwar hungrig, finde aber genug zuckerfreie Alternativen.
Doch dann kommt die Zuckerlust.
Ich habe den Proteinriegel mit satten 26g/100g Zucker schon in der Hand. Ich will nicht, doch ich öffne ihn, sehe den Schokoladenüberzug und merke, wie mir das Wasser im Mund zusammen läuft. "Komm schon. Tu es doch einfach. Sieht doch keiner!" Meine Hände zittern leicht.
In letzter Sekunde, schüttle ich bestimmt den Kopf,  lasse den Riegel wieder in die Schublade fallen und koche mir eine Tasse Couscous. Krass... jetzt verstehe ich den Begriff 'Zuckersucht'.
Anschließend stopfe mich mit Datteln und Nüssen voll und ärgere mich, weil es sich anfühlt, als hätte ich noch nichts gelernt.
 

Zum Frühstück gibt es Quark mit Greenz


Tag 14 - Sonntag
Erst glaube ich den Hunger endlich im Griff haben. Morgens bin ich voller Energie, mache den Haushalt, starte einen Lauf, Frühstücke gut und gesund. Genieße die Sonne und verbringe den Nachmittag mit dem Mädchen. Alles läuft ganz wunderbar sonntagslike.
Nur abends bin ich wieder unglaublich hungrig. Nach dem Abendessen gibt es Couscous, nach dem Couscous gibt es einen Joghurt, nach dem Joghurt mache ich mir eine riesige Schüssel salziges Popcorn. Satt bin ich irgendwie nicht, aber auch nicht überfressen oder hungrig.  Lust auf Süßkram habe ich nicht.


Aber: Hey! Meine Haut wird wieder besser und heilt! Gut so, mein Makeup Döschen ist fast leer.




Der Rückblick auf Woche 2
Nachdem die erste Woche fast ein Kinderspiel war, erging es mir in dieser Woche doch etwas anders. Es war sehr viel schwieriger durchzuhalten, da ich ständig Hunger empfand und mich die guten, gesunden und nicht unbedingt weniger reichhaltigen Lebensmittel einfach nicht sättigen wollten. Ich schwankte ständig zwischen: "Nein, danke, ich habe kein Verlangen nach Zucker." und "Verdammtermistichbrauchdenscheißjetztaber!!!" 
 
Positiv ist jedoch:
Vor dem Zuckerexperiment war es relativ normal, dass ich am Tag eine Flasche Zerocoke brauchte. Jetzt interessiert mich die angebrochene Flasche Zero Coke nicht die (Kakao-) Bohne. Ich ziehe die Wasserflasche vor. 

Außerdem liegt hier seit zwei Wochen eine unberührte Tafel Zartbitterschokolade. Ich gebs zu: Sie liegt versteckt unter der Tupperdose mit den Nüssen. Aus den Augen aus dem Sinn. Doch das Zuckermädchen sie entdeckt und ein Stück gegessen. Als sie abbiss krümelten Schokosplitter auf das helle Sofa. Aus reiner Gewohnheit stippte ich sie mit dem Zeigefinger auf und ließ sie in meinem Mund verschwinden. Uhhh! War das süß! Der Schokoladengeschmack von dem winzig keinen Schokosplitter hielt sich stundenlang auf meiner Zunge! 



Und wie war es bei euch? 
Lieblingsgrüße!

 

08 April, 2017

Schokoshake! - Zuckerfrei

Es gibt immer mal wieder diese Momente, in denen man trotz aller gesunden Vorsätze schnell einen unkomplizierten, leckeren Nachtisch will. Eine gesunde Alternative, die dabei aber er dabei vollen Genuss bringt habe ich heute für euch mitgebracht.

Schokolade! 
Ganz ohne Schokolade. 
Und zum Trinken. 




Du brauchst für zwei Portionen 
1 Banane
1/2 Avocaodo
20g Backkakao
300ml Sojamilch
evtl. echte Vanille
evtl Kakaonibs zum Dekorieren


Die Zubereitung ist denkbar einfach:
Alles zusammen in einen Behälter geben und mit dem Stabmixer pürieren, bis eine glatte Masse entsteht. Am Schluss nach belieben mit Kakaonibs bestreuen.

Das schmeckt so lecker schokoladig, und macht dazu auch noch gut satt.
Der Schokoshake enthält definitiv keinen Industriezucker und ist eine super Schoko-jieper-Nachtisch-Lust-Alternative, bei der man nicht das Gefühl hat, auf irgendetwas zu verzichten.
Aber Vorsicht, wer es ganz genau nimmt, sollte bedenken, dass die Banane natürlich eine Menge Fruchtzucker mit sich bringt. Insgesamt enthält die zubereitete Menge 11g Zucker pro Portion.


Probiert es doch auch mal aus!

Lieblingsgrüße!

06 April, 2017

Osterbastelei mit Kindern

Gestern haben wir es endlich getan!  einen Osterstrauß gepflückt, die Porzellanhäschen hervorgekramt und zusammen etwas für das Osterfest gebastelt.
Draußen schreit alles nach Frühling, oder? 
Ich flippe schon allein deswegen aus, weil es so früh hell wird und so spät dunkel. Kommen nun noch die blühenden Gartengewächse und die Sonnenflecken auf dem Fußboden dazu, kann ich mich nicht mehr halten und tanze nackig und singend über den Rasen. 
Also... innerlich. 
Aber auch äußerlich beißt sich so ein Lächeln in meinem Gesicht fest. 

Gekrönt wurde das ganze gestern von einer kleinen Osterbastelei mit dem Zuckermädchen. 



Im Garten auf einer Picknickdecke breiteten wir unsere Bastelsachen aus und schnippelten gemeinsam drauf los. 

Was wir dafür brauchten? 
Eine Schablone, 
ein paar Blätter bunter Fotokarton, 
Pompons oder Filzkugeln 
und eine Bastkordel.
Dazu eine Bastelschere für die Kinderhände 
eine dicke, nicht zu spitze Nadel 
und etwas Heißkleber, aber der ist nur für die Elternhände




Die Schablone könnt ihr auch mit wenig künstlerischem Geschick herstellen. Zwei unterschiedlich große runde Gefäße bilden Bauch und Kopf und werden einfach als Vorlage verwendet. Die Ohren zu zeichnen fordern dann schon das einzige zeichnerische Talent bei diesem Bastelprojekt.

Die Hasen werden nun mittels Schablone auf das bunte Papier übertragen und können, je nach Geschick der Kinder, auch von den kleinen Händen ausgeschnitten werden.
Mit etwas Heißkleber wird ein Bommel auf dem Hasenpo befestigt.

Die Bastkordel wird jetzt auf eine Nadel gezogen und abwechselnd durch die Hasen und durch einen Pompom gezogen.

Schon ist die Hasengirlade für das Osterfest fertig.







Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachbasteln!


Lieblingsgrüße! 

04 April, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Woche 1: Euphorisch!

Da hab ich mir aber etwas vorgenommen! Das wird bestimmt nicht ganz einfach!
Das dachte ich an dem ersten Montagmorgen, an dem mein Zuckerfrei-Experiment beginnen sollte.

Wie es mir in der ersten Woche ergangen ist? Lest selbst:


Tag 1 - Montag.

Am Abend liege ich mit Erfolgsgefühl in meinem Bett und fühle mich ein paar Zentimeter größer als sonst! Der erste Tag ist geschafft!
Im Frühstücksquark gab es heute keinen Honig, für die Pause in der Firma habe ich mir ein paar Nüsse und Tomaten eingepackt und trinke statt des Automaten-Cappuccinos einfach einen schwarzen Kaffee (Igitt!).
Mittags beginnt meine riskante Phase! Ich komme meist ausgehungert nach Hause, greife mir irgendeinen schnellen Imbiss und überlege dann, was ich mir zu Mittag koche. Gern gönne ich mir nach dem Mittagessen auch noch einen Griff in die Süßigkeitenschublade.
Aber diesmal war ich vorbereitet, hattet mir morgens schon eine selbstgemachte Brokolisuppe bereit gestellt, die ich mir schön aufpimpte. Auch danach blieb ich eisern. Ich habe mir auf die Zunge gebissen, einen Schluck Kokosmilch getrunken und nach einer halben Stunde war der Schokohunger vergessen.
Die latente Zuckerlust am Abend vertreibe ich mit einer Portion ungesüßtem ganz viel Wasser und einer Runde Yoga. Dann geht es früh ins Bett. Wer schläft kann nicht essen.





Tag 2 – Dienstag
Warum bin ich nur so durstig?
Ich habe auch sonst keine Probleme damit, die täglichen 2l Wasser zu tanken. Doch momentan liege ich gut und gerne bei 3l – 4l.
Ich recherchiere im Netz und finde dort nur, was ich schon weiß: Süßes und Salziges macht durstig.
Hmmm… Das passt ja jetzt nicht so recht mit meiner akuten Empfindung zusammen. Ich behalte das im Auge.
Das viele Trinken hilft mir durch den Tag, obwohl es heute auch nicht schwer war. Mittags war ich gut vorbereitet. Am Nachmittag und abend habe ich mich durch Nüsse, Obst, Quark und Avocados gesnackt.

Tag 3 - Mittwoch
 Morgens reicht mir mein Magerquark mit Obst und ein paar gesunden Extras vollkommen. Extrasüße kommt nur aus dem Eiweißpulver (1g Zucker/30g Pulver), dass ich beimenge.
Die Zuckerreduzierung ist leichter als gedacht! Beim Einkaufen suche ich nach gesunden Alternativen zu meiner Schokosucht. Gönne mir Mangos und Weintrauben und entdecke gesalzene Maiswaffeln für mich.
Mittags schleiche ich um die Süßigkeitenschublade, greife nicht zu und freue mich darüber diebisch.
Am Nachmittag besuche ich meine Eltern und werde begrüßt mit: 
„In der Kühltruhe ist noch Schoko-Karamell-Eis“
Nein, danke! Ich möchte gerade nicht so viel Zucker essen, sage ich, ohne großartig nachzudenken.
Mama ist tolerant und sagt nur „Okay, Kaffee dann?“ Da meine Eltern keine alternativen Süßungsmittel haben (und ich nicht vor einem Glas Leitungswasser sitzen will) kommt ein nicht-mal-halber-Teelöffel Zucker in den Kaffee. Das Eis bekommt das Zuckermädchen.

Ist es echt so leicht dem Süßkram aus dem Weg zu gehen?


Magerquark mit Whey, Green Mix Pulver und Kakaonibs



Tag 4 - Donnerstag
Ich stelle erste körperliche Veränderungen an mir fest. Meine Haut verändert sich. Aber.. .o Gott! Zum Negativen! Ich sehe, um es mal milde auszudrücken, scheiße aus. An Schläfen und Kinn wirke ich regelrecht pubertär! Mein Bruder fragt mich, ob ich krank sei...

Ob das am Zuckerverzicht lieg? Eine Umgewöhnung des Körpers oder eine Art Erstverschlimmerung?
Das hatte ich mir zugegebenermaßen anders vorgestellt. Ich bin enttäuscht. Und gehe nach draußen, reinige die Terasse, vertikutiere den Rasen, grabe den Garten um.
Ich hasse Gartenarbeit, aber heute geht sie mir ganz gut von der Hand. Und unter der sandigen Schmutzschicht sieht man meine Haut gar nicht.

Tag 6 - Samstag
Am Wochenende trage ich eine Extraschicht Makeup auf und besuche ich meinen Freund. 
Ich habe kinderfrei und wir können den ganzen Tag zu zweit genießen.
Jay! Spontane Shoppingtour! Ich muss einige Male anhalten, um mir ein Getränk zu besorgen! Oh man, ich bin durstig!

Zwischendurch machen wir eine kleine Pause. Er holt sich ein superleckerzimtigduftendes Franzbrötchen (20g Zucker/100g). Interessanterweise reicht mir der Duft der Leckerei total. Als er mich fragt, ob ich abbeißen möchte. Ich lehne ab, habe wirklich kein Interesse oder Appetit. Stattdessen atme ich den leckeren Zimtduft noch einmal tief ein und nur wenige Sekunden später ist sein Brötchen auch schon in seinem Mund verschwunden.

Am Abend gehen wir essen und ich gönn mir ein kühles Bier (4g/100g) zu einer relativen gesunden, aber durch Weißweinsoße sicher nicht zuckerfreie Bestellung auf dem Teller.
Ich gönne es mir bewusst, weiß beim Essen um den Zuckergehalt und es schmeckt sau lecker!
(Zur Erinnerung: Ich möchte mich nicht mit radikalen Zuckerverzicht drillen, sondern auf eine zuckerbedachtere Ernährung umstellen) Übrigens: Ein trockener Weißwein wäre eine gute, (fast) zuckerfreie Alternative gewesen!



Der Rückblick auf Woche 1
Ich muss sagen, die erste Woche ging mir super leicht von der Hand. 
Kein einziges Stückchen Schokolade ging über meine Lippen! Auch kein Kakao, Nutella oder Schokomilch oder auch nur ein Cookiekrümel. Nichts! 
Beim Wocheneinkauf habe ich zwar ein wenig die Etiketten studiert, doch mich mehr auf cleanere Lebensmittel konzentriert. Da dauerte der Einkauf auch kaum länger als sonst.

Gerade mittags merke ich aber:
Vorbereitung ist alles! Mittags bin ich tierisch hungrig, egal wie viel ich vormittags gegessen habe und immer auf der Suche nach einem Stücke schnell verfügbarer Energie.
Das gemütliche Abendessen mit dem Lieblingslehrer hat mich für einen Tag aus der Sollmenge, aber sicher nicht aus dem Konzept gebracht.
So kann es weiter gehen!
Jetzt bin ich neugierig: Wie ergeht es euch? 

Lieblingsgrüße!