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03 Mai, 2018

Ich würde ja gern nachhaltiger leben, aber... - Dein gratis Starterkit für grüne Gedanken

Letzte Woche hab ich mal auf den Putz gehauen, weil ich mich über die ein oder andere "Ganz oder Gar Nicht"- Nachricht geärgert habe. Im Anschluss erreichten mich (neben vielen lieben Kommentaren und aufbauenden Worten - Danke!!!) einige vorsichtige Nachrichten, die betonten, dass sie wirklich gerne mehr für die Umwelt machen würden, aber gar nicht so recht wissen, wo man anfangen soll. Und da ich gelesen habe, dass viele von euch mit uns mitmachen und sich hier und da auch in less waste ausprobieren - großartig! - gibt es jetzt noch mal ein kleines Startpaket für alle die auch etwas bewusster leben wollen, aber noch nicht wissen wie, denn

Denn Nachhaltigkeit ist teuer und aufwendig!
Es ist sehr anstrengend und im Biomarkt bekomme ich uns mit meinem wöchentlichen Budget für Nahrungsmitteln nicht satt!




Für mich ein erstmal absolut verständlicher Einwand.
Dass Nachhaltigkeit teuer sein könnte, ist beim Gedanken an die demeter-, bio-, fair- Labels nicht unwahrscheinlich. Dann braucht man noch spezielle Metalldosen für das Lunch, jede Menge Weckgläser für die Vorratshaltung, besondere Deos, Zahnbürsten, Cremes...
Noch besser ist, man macht das alles selber, baut Tomaten an, um daraus seine eigene Ketchupsorte zu kochen, schabt das Bienenwachs direkt beim Imker von den Waben, um daraus eine Lippenpflege zu kreieren.

Als "Neuling" möchte man völlig überfordert den Rückzug antreten.
Aber Nachhaltigkeit funktioniert nicht mit einem An/Aus-Schalter. Du musst dir also nicht von jetzt auf gleich das Versprechen abgeben: Ab heute mach ich zerowaste! Das mach ich ja auch gar nicht, wie mein letzter Grüner Beitrag dir verraten hat.

Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der sich nach und nach weiter entwickeln kann.
Ein Weg, der schon bei ganz kleinen Schritten anfängt.
Ich war noch vor einigen Monaten fest davon überzeugt, dass ich meine Grünen Gedanken zwar ausweiten und teilen möchte, sie wachsen lassen will und selbst daran wachsen will, aber nienieniemals meine Zähne mit einer Bambuszahnbürste putzen würde.
Viel zu sicher war ich mir, dass nur meine elektrische Zahnbürste und die spezial super whitening Zahnreme meine Zahnreinigung vollenden können.
Und ratet mal, was bei mir jetzt im Badezimmer steht? Ja genau. Eine Bambuszahnbürste nebst selbstgemachter Zahncreme.





Für den Anfang habe ich euch ein paar kleine Schritte zusammengefasst, die ihr nach und nach angehen könnt. Vielleicht probiert ihr erstmal einen Step pro Woche. Oder sogar einen pro Monat! Umstellung ist schwer, auch für mich nach einem halben Jahr noch.

Ändere dein Konsumverhalten
Ebenso einfach wie anfangs unmöglich. Denk einfach noch einmal darüber nach, ob du eine achte blaue Jeans brauchst, wo du die tolle knallige Lampe überhaupt hinstellen willst oder ob das bunte Dekotöpfchen überhaupt notwendig ist.
Ich wurde kürzlich aus Gewohnheit schwach, als ich supertolle Einhornglitzerunnütz-Lipbalms fand. "Oaaah, guck mal wie schön!" Noch während meine Hände versuchten den Lippenpflegestift zu erreichen, griff ein Gedanke ein ein: "Du hast doch gerade Lippenpflege selbst gemacht!"
Dieses das-ist-schön-das-will-ich-weil-das-macht-mich-glücklich Gefühl sitzt tief und man muss es sich bewusst machen.

Verzichte auf Verpackungen
Bei Obst und Gemüse ist das eigentlich einfach. Hier muss man nur den gewohnten Griff zum hübschen Apfel-Sechserpack ändern. Nimm stattdessen die losen Nahrungsmittel. Drei Tomaten, 2 Birnen, 1 Apfel, 8 Kartoffeln. Es gibt spezielle Netzbeutel* für den losen Einkauf, die auch noch echt hübsch sind. Ich lege die Waren bislang immer lose auf das Band.
Schau auch genauer in die Regale und suche nach besseren Verpackungen, zum Beispiel aus Glas oder Papier.  Oder checke die ethnischen Läden in deiner Umgebung ab, oft gibt es hier auch noch mehr lose Ware. Plastiktüten bleiben natürlich grundsätzlich im Laden. Nach dem bring your own bag - Prinzip hast du einen Korb, Beutel oder Rucksack dabei.
Uns macht der Einkauf so übrigens sogar richtig Spaß!




Mach dir nen Plan!
Wir Deutschen werfen 313kg Nahrungsmittel weg. Pro Sekunde!
(interessanter Prime Film dazu: Taste the Waste)
Meist handelt es sich schlicht um Überproduktion, weil wir auch um 18 Uhr noch ein volles Brotregal sehen wollen. Häufig aber auch Abgelaufenes oder Verdorbenes, dass wir aus Zeitmangel und Überangebot nicht verzehren konnten. Oft haben wir nicht mal wirklichen eine grobe Idee von dem Vorrat, den wir zu Hause habe und kaufen noch eine dritte Packung Kartoffeln, während die ersten zwei Packungen bereits keimen.
Wir haben einen Einkaufszettel-Abroller direkt neben dem Kühlschrank. Dort notieren wir alles, was wir aufgebraucht haben. Vor dem Einkaufen überlegen wir gemeinsam, ob wir auf ein spezielles Gericht "Lust" haben, oder einen besonderen Kuchen backen wollen und notieren die notwendigen Zutaten ebenfalls. Dann kaufen wir auch nur das, was uns fehlt. Alles was dann nicht da ist, ist eben nicht da und kann für die nächste Woche auf den Einkaufszettel geschrieben werden.
Den Einkauf wirklich nur einmal wöchentlich zu zelebrieren spart nicht nur Spritkosten, Zeit und Nerven. Es ist auch gleich viel ökologischer, das Auto nur einmal zum Supermarkt zu bewegen. 

Use what you have 
Dies ist zugegebenermaßen eine Eigenart, die ich mir in einer Zeit angewöhnt habe, in der meine finanziellen Mittel rar waren. Bevor ich neue Nahrungsmittel kaufe, brauche ich zuerst alles auf. Wenn da noch Blumenkohl in der Gefriertruhe schlummert, brauche ich keinen Brokkoli kaufen. Wenn ich noch Kartoffeln habe, brauche ich keine Nudeln kaufen. Genau so kaufe ich kein Spülmittel/Creme/Sonstiges, so lange noch Reste des selbigen in zig verschiedenen Packungen schlummert.





Stell das Wasser ab!
Dass das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen sollte, brauche ich nicht mehr erwähnen, oder? Wer das noch macht, dem gehört auf die Finger gehauen!
Aber du kannst überall Wasser sparen: Pack die Spülmaschine und die Waschmaschine richtig voll, bevor du sie anstellst. Nutze das Regenwasser zum Blumengießen. Dusche dich nur kurz und vielleicht auch nur jeden zweiten Tag. Gerade beim Thema Duschen haben wir im vergangenen Jahr sehr viel Wasser gespart. (lies hier von meiner Duschroutine)
Aus dem Duschkopf prasseln ca. 20l Wasser pro Minute, da kann man sich doch nicht ruhigen Gewissens täglich 20min unter die Dusche stellen.

Mach das Licht aus!
Nein, im Dunkel sitzen musst du natürlich nicht. Aber schau dich doch mal in deiner Wohnung um. Wieviele Geräte hängen gerade am Stromnetz. Der Laptop? Der Kühlschrank? Die Mikrowelle? Die Kaffeemaschine? Der Fernseher? Das Radio? Der Radiowecker?
Zieh einfach mal aus der Steckdose heraus (oder behilf dir mir einer Schalter-Steckdose), was du gerade nicht brauchst. Koche für dein Teewasser nur genau so viel, wie du benötigst. Schließe den Topf mit einem Deckel, wenn du das Essen zubereitest. Mache das Licht aus, in Räumen in denen du dich nicht befindest. Lies ein Buch, anstatt dich von einer öden Sendung im Fernsehen berieseln zu lassen. Lass deine Wäsche lufttrocknen, anstatt einen Trockner zu verwenden



Habt ihr was bemerkt? Alle Tipss sind kostenfrei und nur minimal aufwendig. Es sind Kleinigkeiten, aber doch kann man nicht alles auf einmal umsetzen. Deshalb fangt einfach mal mit einer Sache an.
Es ist noch nichts für euch dabei? Was kann man sonst noch machen:
  • Geh auf einen Wochenmarkt und nimm dir ein paar Stoffbeutel mit
  • Benutze keine Küchenrolle mehr. Ein Putzlappen in der Spüle ist genau so gut
  • Kaufe deine trockenen Lebensmittel (Nudeln, Getreide, etc.) in Größeren Gebinden auf Vorrat. Das reduziert dasVerpackung-zu-Lebensmittel-Verhältnis 
  • Repariere defekte Dinge, anstatt sie direkt zu entsorgen
  • bestelle die Werbung ab, die täglich in deinem Briefkasten landet
  • Kaufe und verkaufe second Hand. Alles was schon da ist und den Besitzer wechselt, muss nicht neu produziert werden. Verschenken geht übrigens auch und ist noch viel unaufwendiger 
  • Bestelle deinen Eistee im Café mit den Worten: Für mich bitte keinen Strohhalm, danke.
  • Verwende feste Seife, statt Duschgel, Duschpeeling, Handwaschseife und Co.
  • Besorg dir einen hübschen Coffee-To-Go-Becher und trage ihn immer bei dir. 
  • Koche dir deine Mahlzeiten für die Arbeit vor. Mealprepping ist heute so cool wie nie und im Netz findest du viele tolle Rezepte. Durch die Vorbereitung mit einer größeren Menge an Zutaten sparst du Energie, Kosten und Zeit
  • Versuche dich an einem einfach Rezept. Zum Beispiel für Waschmittel, Handcreme oder Bodyscrub
  • Stelle dir deine Biomüllbeutel aus alter Zeitung her, anstatt Plastiktüten zu verwenden
  • Schneide dir Abschminkpads aus einem alten Handtuch zu, anstatt Wattepads zu kaufen
  • Sprich darüber, was du für deinen grünen Fußabdruck tust, entweder in den Social medias oder mit Freunden und inspiriere andere. 




Und? Was davon würdest du mal für dich ausprobieren?
Die Schritte, die wir gehen sind klein und einfach, aber wirksam.


Macht doch mit!
Lieblingsgrüße!


06 April, 2018

Zahnhygiene - grüne Gedanken im Badezimmer

Bei der Zahnhygiene mache ich keine Späße!
Saubere, glatte und möglichst auch weiße Zähne sind mir persönlich einfach wichtig. Ich lache viel zu oft, um meine Zahnreinigungen auf irgendeine verrückte Weise zu dezimieren.
Deshalb war ich mir auch recht sicher, dass ich eher nicht auf alternative Zahnhygiene umsteige. Ich war überzeugt, dass nur meine elektrische Ultraschall Zahnbürste zusammen mit der superchemie-Whitening Zahncreme meinen Ansprüchen genügen kann.

Heute spüre ich wie der nachhaltige grüne Gedanke mich in einen langsamen Prozess einsaugt. Denn seit etwa 3 Monaten steht in meinem Badezimmer eine Bambuszahnbürste neben selbstgemachter Zahncreme.
Zugegeben: Ich habe mir meine selbstgemachte Zahncreme mit der festen Überzeugung zusammen gemischt, dass sie eh nicht funktionieren würde.




Aber von vorne.
Der erste Schritt war eine Bambuszahnbürste aus dem Unverpacktladen. Einfach mal ausprobieren, dachte ich mir. Der Umstieg von der elektrischen Bürste mit Minikopf ist mir nicht leicht gefallen. Ich wusste nicht so recht, wohin mit dem Riesenbürstenkopf und dem harten Holzstiel in meinem Mund und konnte den Druck nicht richtig dosieren. Noch dazu verlor die Bürste bei jedem Putzgang Borsten... Na toll... war ja klar, dass das nicht klappt! 
Aber mittlerweise habe ich "meine persönliche"Bambusbürstenvariante im Netz gefunden. Und nach ein paar Wochen Übung habe ich mich so richtig an meine neue Bürste gewöhnt. Heute komme mit den Holzbürsten viel besser klar, als mit der elektrischen Zahnbürste. Der Aspekt der Handarbeit bringt mir außerdem ein besseres Putzergebnis, als die faule elektrische Variante.



Gleichzeitig fing ich an nach Rezepturen für verschiedene Zahncremevariante zu recherchieren. Die Rezepte sind zahlreich, aber sie bauen alle auf die drei selben Zutaten auf. Kokosöl, Birkenzucker und Natron auf. Ich habe alle Zutaten im Haus. Es wäre also die einfache und logische Konsequenz, das mal auszuprobieren, oder?
Trotzdem war ich unsicher und habe erst Denttabs ausprobiert. Dabei handelt es sich um kleine weiße Tabletten, die vor dem Zähneputzen im Mund zerkaut werden. Sie ersetzen die Zahncreme zu 100% und es gibt sich in verschiedenen Variante, zum Beispiel in Unverpacktläden oder in der Apotheke.  Es funktioniert aber so richtig sauber fühle ich mich damit nicht. So kann ich meine unzähligen und teuren Zahnpastatuben nicht ersetzen!



Da ein Rückzug für mich aber auch nicht in Frage kommt, habe ich mich letztendlich doch an ein Zahnpastarezept gewagt, das ich euch heute mit voller Überzeugung vorstellen kann. 
Ihr braucht: 
4 EL Bio-Kokosfett
2 TL Natron
1 TL Xylit
optional 10 Tropfen Pfefferminzöl
optional 1 Prise Kurkuma
optional 1 Prise Zimt


Die Herstellung ist easy:
Kokosfett im Wasserbad etwas schmelzen (es muss nicht mal flüssig sein) und Natron, Xylit und weitere optionale Zutaten hinzugeben. Durchrühren und wieder fest werden lassen.
Kokosfett wirkt antimikrobiell und  karieshemmend. Natron ist ein altes Hausmittel mit unfassbar vielen Anwendungsmöglichkeiten. Hier sorgte es durch einen schonenden Abrieb für sanfte Aufhellung. Xylit oder auch Birkenzucker ist euch vielleicht aus Zahnpflegekaugummis bekannt. Es wirkt  karieshemmend und sorgt für einen angenehmeren Geschmack. Ebenso wie das Pfefferminzöl, dass auch den Atem erfrischt. Kurkuma kann zusätzlich Schwellungen verhindern und (bei echten Zähnen) aufhellend wirken. Zimt wird eine schmerzstillende und entzündungshemmende Funktion nachgesagt. Bei den letzten beiden Zutaten muss man für geschmackliche Experimente bereit sein.



Ich benutze diese neue müllfreie und plastikfreie Zahncreme nun schon seit Anfang diesen Jahres. Anfänglich noch im Wechsel mit meiner altbewährten Kaufpasta, heute gibt es nur noch die selbstgemachte Zahncreme. An das neue Putz- und Geschmackserlebnis muss man sich tatsächlich erst mal gewöhnen.
Ich bin mit dem Putzergebnis wahnsinnig zufrieden. Nach dem Zähneputzen fühle ich gerne mit der Zunge über die Zähne. Macht ihr das auch immer? Meine Zähne sind ganz glatt und sauber. Diese tolle glatte Gefühl bleibt auch fast den ganzen Tag, bis ich am Abend erneut die Zähne putzen. 

Da mir meine Zähne wichtig sind und ich ein sauberes Lächeln einfach sehr sympatisch finde, mache ich übrigens noch mehr, als das reine Zähne schrubben.
Mindestens einmal im Jahr gehe ich zum Zahnarzt für eine professionelle Zahnreinigung. Das tut nicht weh, dauert ca. 20min und kostet (hier) ca. 30 - 40€. Oft zahlen die Krankenkassen die Zahnreinigung ganz oder teilweise. Fragt das bei euch einfach mal nach.
Mindests einmal pro Woche mache ich eine Ölziehkurz mit Kokosöl. Dazu erwärme ich einen Esslöffel Kokosfett ganz kurz über dem Wasserbad oder einfach in der Mikrowelle und ziehe das flüssige Öl dann 5 - 10min (besser noch länger) langsam durch die Zähne. In der Zwischenzeit räume ich meist die Spülmaschine aus, hänge Wäsche auf oder organisiere den Tag. Das Öl spucke ich danach in die Toilette, besser noch direkt in den Mülleimer. Nicht ins Waschbecken bitte, denn Kokosöl wird wieder fest. Das Öl gelangt in alle Ecken und Winkel im Mundraum und reduziert Zahnbeläge und verhindert Karies.
Alle paar putze ich meine Zähne zusätzlich mit Aktivkohle. Vor oder nach dem normalen Zahnputzvorgang drücke ich meine angefeuchtete Zahnbürste leicht in das Pulver und putze meine Zähne mit der schwarzen Kohle. Das soll die Zähne auf eine schonende Weise aufhellen.

Übrigens habe ich gerade einen Zahnarzttermin gehabt und ich war natürlich echt gespannt! Sonst war mein Zahnarzt immer recht zufrieden. Ab und zu wies er mich darauf hin, dass einige Zähne beim Putzen nicht erreicht oder vergessen werden (Und ich so "Häääh?", denn ich hab doch immer darauf geachtet, alle Zähne zu erwischen.). Er wühlte also in meinem Mund herum, schaute in alle Ecken und meinte dann: "So, da hab ich gar nichts auszusetzen. Hervorragend!"

Ha!
Siehste!

Und ihr? Habt ihr schon mal überlegt Zahncreme selbst zu machen?

__________________
Denttabs (gibt es auch im Unverpacktladen oder in der Apotheke)

Bambuszahnbürsten (gibt es auch im Unverpacktladen)
Kokosöl (oder im Supermarkt oder im Drogeriemarkt)
Natron (oder im Supermarkt)
Xylit (oder im Supermarkt, besser bekannt als Xucker)
Pfefferminzöl 
Aktivkohlepulver


16 März, 2018

Frischhaltefolie ersetzen - Grüne Gedanken in der Küche

Frischhaltefolie und (bei uns vor allem) Aluminiumfolie ist in der Küche ebenso praktisch, wie unnötig.
Sie werden in vielen Haushalten zum Frischhalten von Lebensmitteln verwendet. Das ist natürlich einerseits sehr wichtig, denn verdorbene Lebensmittel wegzuwerfen ist mindestens genauso schädlich für unsere Ökobilanz, wie sie mit Kunststoff zu ummanteln. Als Einwegprodukt landet Frischalte aber direkt nach kurzer Verwendung im Müll. Manchmal sogar vor der eigentlich geplanten Verwendung, denn Frischhaltefolie klebt und knüllt so doof. Kennt ihr das auch?
Meine Frischhaltefolienrolle ist deshalb bereits gute 4 Jahre alt. Stattdessen war ich lange Zeit ein Aluminiumfan, was natürlich keine Alternative ist.



Also? Was können wir hier machen?
Ein Gericht im Kühlschrank unter einem umgedrehten Teller zu schützen, ist genau so einfach und auch nachhaltiger. Für Nostalgiefans gibt es wunderschöne Speiseglocken.
Das Problem dabei: Die Glocken, Teller und Schalen nehmen im Kühlschrank viel Platz weg.
Eine weitere weniger müllintensive Variante ist die Nahrungsmittel in verschließbaren Kunststoffdosen zu verwahren. Aber damit drehen wir uns ja auch wieder um den heißen Plastikbrei herum. 


Nach ein wenig Recherche finde ich im Netz Bienenwachstücher, die den gleichen Zweck erfüllen, aber zum einen wiederverwendbar sind und zum anderen nur aus Baumwolle und Bienenwachs bestehen. Das sollte ich ausprobieren!

Und zwar (deutlich günstiger!) indem ich es einfach selber mache.


Dazu brauche ich
Baumwollstoffreste
ca. 40g Bienenwachs
etwas Öl (z.B. Jojobaöl)
ein Stück Backpapier
Bügeleisen und Unterlage
optional
eine Zackenschere


 

Bienenwachs gibt es online oder in der Apotheke. Dort ist es im Vergleich zwar teurer, aber man kann sich auch die gewünschte Menge abfüllen lassen. Für die von mir benötigten 40g habe ich umgerechnet etwa 1,50 € bezählt. Außerdem hat die nette Apothekerin mir auf meinen Wunsch hin, die Wachspastillen in Papier verpackt. 
Baumwollstoffreste haben die meisten meiner Leser bestimmt zu Hause. Alternativ geht auch ein altes Baumwollhemd, das ihr mit einer Zackenschere zurecht schneidet. 
Nach Backpapier musste ich hier bereits suchen. Das abgbildete Blatt ist tatsächlich mein letztes Stück. Ich habe vor einiger Zeit auf wiederverwendbare Dauerbackfolie umgestellt. und dieses Backpapierblatt nur aufbewahrt um die Steckperlen vom Zuckermädchen zu bügeln.


Die Herstellung ist nun wirklich unglaublich einfach. 
Lege dein zugeschnittenes Stoffstück auf das Backpapier und streue gleichmäßig einige Bienenwachspastillen darauf. Dann gebe alle paar Zentimeter einen Tropfen Öl hinzu. Das macht das Wachspapier geschmeidiger und verhindert, dass es porös wird.



Klappe das Backpapier um, so dass dein Stoffstück nun dazwischen liegt. Wenn du ein sehr großes Stoffstück verwendest, brauchst du vielleicht zwei Backpapier-Zuschnitte.
Das Backpapier wird gebügelt. Das Bienenwachs schmilzt sehr schnell und dringt in das Baumwolltuch ein. Das Prozedere kannst du auch noch einmal wiederholen, falls du stellenweise zu wenig Wachs verwendet haben solltest. 




Die fertigen Wachstücher musst du nur noch kurz abkühlen lassen, damit das Wachs wieder fest wird. Und schon sind deine wiederverwendbaren und sogar recycelten (da Stoffreste) Wachstücher fertig. 



Zum Frischhalten deiner Lebensmittel wärmst du sie in deinen Händen einfach kurz an, indem du sie ein wenig knetest. Die Wärme der Hände reicht aus, um das Wachstuch an die unterschiedlichsten Formen zu fixieren. 
Reinigen kannst du die Tücher ganz einfach mit etwas laufwarmen Wasser und einem weichen Lappen. In Härtefällen vielleicht ein Tropfen Spülmittel, aber den habe ich selbst noch nie gebraucht. 
Achtung: Das Bienenwachstuch ist nicht zum Frischhalten von rohem Fleisch geeignet!


Nach meinen ersten Testwochen  bin ich sehr zufrieden mit den Wachstüchern. Ich muss jedoch feststellen, dass das Öl bei der Herstellung wirklich wichtig ist.
Testweise habe ich auch zwei Tücher ohne Öl hergestellt. Diese Tücher werden bereits nach einigen Benutzungen porös und  nach einem Waschgang mit erst warmen und dann kaltem Wasser, lösten sich einige Wachsteilchen. 
Wer nicht selber machen will, kann auch online kaufen. Ich habe euch mal die günstigsten Angebote heraus gesucht: So gibt es ein Dreierpack  in verschiedenen Größen ganz bequem zu bestellen. Wir haben für uns noch den Brotwickel dazu gekauft, denn hierfür haben wir am häufigsten Verwendung.


Macht doch mit!
Lieblingsgrüße!



P.S.:
Wie ihr merkt ergänzt sich mein Hauptthema im Blog gerade etwas. Zum Nähen, Basteln, Selbermachen kamen einst die Topics Erziehen und Alltagsfragen. Mittlerweile hat sich die Thematik Nachhaltigkeit einen großen Raum in meinem Blog geschaffen.
Bisher habe ich das Gefühl, dass euch das auch sehr interessiert und ihr ebenfalls viele tolle Ideen habt, um gemeinsam einen grünen Fußabdruck zu hinterlassen.

Liege ich da richtig? Oder vermisst ihr den restlichen Pängkram gerade sehr?
Gebt mir doch mal eine ehrliche Antwort. 

09 März, 2018

Mandelmilch selbst gemacht - Grüne Gedanken in der Küche

Ich mag keine Kuhmilch.
Das hatte bei mir aber anfänglich ehrlicherweise keinen glorreichen Umwelt- oder Tierschutzgedanken, ebenso wenig lebe ich bewusst vegan oder habe entdeckte Unverträglichkeiten. Ich mag sie einfach nicht. In erster Linie finde den Gedanken Milch zu trinken einfach unangenehm.





Es gibt mittlerweile viele pflanzliche Alternativen, wie Reismilch, Sojamilch, Nussmilch, Kokosmilch, Hafermilch und und und... Die veganen Freunde unter euch kennen die Varianten sicherlich noch besser als ich.
Leider gibt es aber auch pflanzliche Milch nicht ohne entsprechender Umverpackung. Bei Kuhmilch kann man durchaus Glück haben und sie im Biomarkt oder beim Bauern in Glasflaschen erstehen. In meiner Kindheit bekamen wir eine zeitlang frische Kuhmilch direkt im großen Mehrweg-Kanister an die Haustür geliefert. Eine super Option, wenn man sie wählen kann!
Aber Kuhmilch - auch in Glasflaschen -  ist für mich einfach gar nichts. Während meinen Geschwister bei einem Gedanken an ein Glas kalte, frische Milch das Wasser im Milch zusammen läuft, setzt bei mir Übelkeit ein.

Ziemlich gerne mag ich jedoch Mandelmilch, Cashewmilch und all die anderen Nussmilchsorten. Und das Tolle daran ist, dass man diese Milch in seiner eigenen Küche herstellen kann, ohne dass man eine Kuh im Garten halten muss. Eine Nusspflanze wäre dagegen schon cool. Ob das hier in unseren Gegenden wohl geht?
Nicht unerheblich ist außerdem die Kostenersparnis, denn ein Liter Mandelmilch kostet im Supermarkt schnell bis zu drei Euro. 


Im Grunde benötigt man nur Mandeln und Wasser. Ich füge gerne noch ein paar weitere Specials hinzu, für meinen perfekten Geschmack. 


Du brauchst: 
etwa 80g Mandeln
Wasser
evtl. Zimt
evtl. Honig oder Datteln
evtl. 1 Prise Salz
evtl. 1 TL Öl, z.B. Leinöl oder Kokosöl




Die Mandeln werden über Nacht in Wasser eingeweicht. 
Anschließend gießt du das Wasser ab und spülst die Mandeln. Die eingeweichten Mandeln kommen in einen hohen Messbecher. Mit einem Prürierstab oder einem Zerkleinerer werden die Mandeln nun zerhackt. Dann gibst du etwa so viel Wasser hinzu, dass die Menge im Gefäß 1l ergibt. Wenn du magst kannst du nun auch etwas Honig, Datteln, Zimt, Salz und noch einen kleinen Spritzer Öl hinzugeben. Mixe alles noch einmal ausgiebig durch, bis die Masse richtig weiß und lecker aussieht. 




wie toll wäre es, wenn die Flaschenhälse sauber wären? Aber so siehts eben aus beim DIY :D

Die Milchmasse wird nun nur noch in eine Glasflasche abgegossen. Um die Mandelreste auszusieben verwende ich ein feinmaschiges Sieb. Wer mehr Schwebstoffe ausseihen möchte kann auch einen Teefilter oder einen Nussmilchbeutel verwenden. 

Das wars schon! Die Milch ist fertig und hält sich im Kühlschrank nun ca. 5 Tage, sofern sie nicht vorher ausgetrunken wird. 

Übrigens: Statt Mandeln kannst du auch andere Nussarten verwenden oder vielleicht sogar Nüsse mischen.  Ebenso kannst du aus 100g Hafer, Dinkel oder gekochtem Reis Milch herstellen. 
Die Milch verwende ich im Kakao, Müsli oder in meiner geliebten goldenen Milch. Aber auch beim Backen und Kochen setze ich die Milch ein.



Die zurückbleibenden Mandeln, der sogenannte Trester muss übrigens nicht weggeworfen werden. Ihr könnt ihn am Morgen unter das Müsli mischen, damit Brot oder Plätzchen backen oder unter das Porridge mengen.

Welche Milch trinkt ihr am liebsten?


Lieblingsgrüße
______________________
Zerkleinerer:
Nussmilchbeutel


02 März, 2018

Handcreme selber machen - grüne Gedanken im Badezimmer

Ich habe Bauarbeiter Hände...
Haushalt mit Wischmop und Spüllappen, Arbeitsalltag mit aggressiven Medien, Sport mit rauhen Stahlhanteln. Meine Hände machen viel mit und das spüre ich. Nicht selten sind sie rauh wie Schmiergelpapier und ich creme, creme, creme...

Generell achte ich darauf, dass meine Handcreme tierversuchsfrei hergestellt wurde. Da ich einen großen Handcremedurchsatz habe, möchte ich zumindest hier ansetzen und meine Gedanken etwas grüner machen. (Hier könnt ihr euch selbst ein wenig schlau machen, ob eure Lieblingshandcreme ohne Tierversuche hergestellt wird.)




Was mir bisher fehlte, war eine Handcreme, neben tierversuchsfrei auch plastikmüllfrei daherkommt. Es gibt viele feste Handcremes, zum Beispiel hier bei Amazon*,  die schon eine gute Alternative bieten. Ich habe vor einiger Zeit eine feste Handcreme von Lush getestet, die bei mir aber einen ewigen Schmierfilm hinterließ, der sich beim nächsten Wasserbad ablöste. Für mich keine Option.

Vielleicht hab ich die falsche Creme erwischt? Falls ihr an dieser Stelle schon Tipps und Erfahrungen habt, dann freue ich mich über euren Kommentar!




Für mich muss aber schon jetzt eine Alternative her.
Lippenpeeling oder Bodyscrub habe ich bereits selbst hergestellt (beides übrigens auch toll als Mitbringsel und Überraschungen für Freundinnen, Links dazu gibts unten), daher habe ich ein Grundkontingent pflegender Basisbestandteile bereits im Haus. So schwer kann es nicht sein, eine Handpflege selbst zu machen, oder?

Ich mische
50g Kokosöl
50g unraffinierte Sheabutter
1 EL Mandelöl


Kokosöl ist bekanntermaßen ein Zaubermittel. Ein Feuchtigkeits-Vitaminkick für die Haut, für die Haare, für die Zähne, bei der Makeup Entfernung, in der Nahrung und und und...
Sheabutter wirkt feuchtigkeitsspendend und hautregenerierend und kann noch viel mehr. Mandelöl ist auch bei sensibler Haut gut verträglich und zieht tief in die Haut ein. Das Öl wird auch für Babymassagen gern verwendet.
Ich schmelze Sheabutter und Kokosöl im Wasserbad. Anschließend gebe ich das Mandelöl hinzu und schütte die ölige Masse in einen ausgekochten Glasbehälter. Jetzt müssen sich die Bestandteile nur noch wieder ein wenig verfestigen. Es dauert ewig! Ich gehe gespannt vor dem Glasbehälter auf und ab. Nach mehreren Stunden sehe ich sehe mein Projekt schon als gescheitert an und verlasse das Haus für den Wocheneinkauf. Doch als ich die Haustüre wieder öffne ist aus der öligen Flüssigkeit tatsäschlich eine weiche Creme geworden!





Nach einer etwas 4 wöchigen Testphase kann ich euch auch mit gutem Gewissen sagen, dass ich mit meiner Ersatz-Handcreme zufrieden bin. Ich feuchte die Hände vor dem Eincremen an und verwende nur eine ganz kleine Menge. Das Eincremen der Hände dauert etwas länger als mit handelsüblichen Cremes. Ich gönne mir jetzt also jeden Morgen eine kleine Handmassage:  
Me-Time.
Aber danach sind meine Hände den ganzen Tag (!) weich und zart. Sie fühlen sich weder rauh, noch trocken, noch schmierig an. Auch bei erneutem Wasserkontakt löst sich kein Schmierfilm ab.
Nach vier Wochen kann ich nun noch nichts über die Haltbarkeit berichten. Aber vier Wochen ungeschützt bei Raumtemperatur direkt am Fenster haben der Creme bisher nicht geschadet.

Vielleicht noch nicht ganz das Nonplusultra, aber ein guter Anfang und ich glaube der richtige Weg. Ich freue mich, wenn ihr mich hier mit Ratschlägen unterstützen könnt.


Habt ihr noch Zeit für eine kleine Rechnung?

Ich brauche 1 Packung Handcreme in 8 Wochen auf
das sind 6 Packungen im Jahr
bei einem Gewicht von ca. 30g pro Tube
sind 180g Plastiktuben im Müll.

Klingt wenig? Aber das bin nur ich, nur hier, nur die Handcreme, nur ein Jahr. Stellt euch vor, eure Nachbarn machen mit und eure Verwandten ebenso. Und das nicht nur für ein Jahr, sondern für 5 Jahre. Da kommt einiges an eingespartem Plastikmüll zusammen! Die selbstgemachte Handcreme ist wesentlich ergiebiger. Vor allem, da ich sie bloß einmal am Tag verwenden muss Selbst nach vier Wochen ist die hergestellte Menge kaum geschrumpft.
Habt ihr auch schon mal Handcreme selbst gemacht? Oder habt ihr Lust diese Creme auszuprobieren und eure Erfahrungen mit mir zu teilen? 

Wenn euch der Beitrag gefällt und ihr mehr solcher Beiträge von uns lesen möchtet, teilt den Blogpost doch gerne.


Lieblingsgrüße!
_________________________
Link zur Lippenpflege
Kokosöl gibt es z.B. bei dm oder hier
Mandelöl gibt es z.B. in der Apotheke oder hier
Sheabutter gibt es z.B. hier

27 Februar, 2018

Bommel auf dem Pulli - Frühling Longshirt

Bimmelbammel!
Das Zuckermädchen war so enthusiastisch dabei, als wir unseren Osterstrauch mit bunten Bommel bestückt haben, dass mir direkt bei unserer Bastelarbeit die nächste bommelige Idee kam.



Die Pompons müssten sich doch auch richtig gut auf einem Longshirt für Mädels machen.
Und das machen sie! Sie machen sich sogar richtig großartig darauf!
Gewählt habe ich den Schnitt Tasja von Mialuna, aber ohne Kapuze. Für alle, die das auch so machen möchten gibt es an dieser Stelle den kleinen Hinweis: Geb etwas mehr Nahtzugabe am Hals hinzu.
Ich habe daran nicht gedacht. Das Zuckermädchen findet den U-Boot-Ausschnitt aber super und zu den Sonnenstrahlen, die beim Shooting vom Himmel fielen passt er auch toll.

Das Material des Longshirts ist ein jeansfarbener Sommersweat. In der Kombi mit etwas pink und eben den kunterbunten Flauschbällchen finde ich ihn extralässig. Die Pompons werden einfach mit ein paar Stichen auf den Stoff genäht. Ähnlich der Vorgehensweise, wie man Knöpfe annäht. Da die Pompons so puschelig sind, sieht man den Nahtfaden nicht.









Hach... mein persönliches Germanys Next Topmädchen. Die macht den Mädels von Heidi echt noch was vor! Aber bevor der typische Mutterstolz mit mir durchgeht, noch ein paar weitere Fakten.
Die Hose ist ebenfalls, passend zum Longshirt, selbst genäht. Ich nehme für schlichte Leggins gerne den Schnitt Littleleglove von Nemada (übrigens ein Freebook).
Die verwendeten Stoffe und Pompons gibt es bei stoffe.de.

Was habt ihr noch für lustige Ideen für die Verwendung von Pompons?

Lieblingsgrüße!

_________________
Sommersweat: hier
Jersey pink: hier
Pompons: hier









21 Februar, 2018

Bunte Farben - Pompom Tutorial - Oster DIY

Bunte Farben machen gute Laune.
Im Kalender nähern wir uns langsam den Frühling. Da die Wolken aber trist und tränenreich vom Himmel hängen und die Sonne sich hinter den grauen Vorhängen lieber verstecken möchte, muss ich wohl selbst aktiv werden. Mit einem bunten Oster-Deko-DIY möchte ich ihn am liebsten direkt heute ins Haus holen. Aber statt bunter Ostereier hänge ich heute kuschelige Pompons an meinen Osterstrauch.




Dieser farbenfrohe Strauch lässt sich leicht zu Hause herstellen und bereitet bei seinem Anblick auch schon lange vor Ostern richtig gute Stimmung.

Nachmachen kannst du die frühlingsbunte Osterdeko mit dem folgenden Minitutorial:

Du brauchst:
einige Zweige und Äste
eine Heißklebepistole
eine große Vase



Ein paar hübsche Zweige findest du bestimmt im Wald oder im benachbarten Park. Schneide sie dir mit einer Gartenschere etwas zu recht, wenn sie zu groß oder zu verzweigt sein sollten.

Dann beginnt der große, bunte Spaß bei dem auch die Kinder super mithelfen können. Ein Tropfen Heißkleber auf den Pompon deiner Wahl und dann mit etwas Druck am Zwei positionieren.
Das machst du so lange und so oft, bis der Osterstrauch genau so bunt ist, wie du es dir vorgestellt hast. 







Toll sehen mehrere große Zweige in einer großen Vase aus. Einen extra Eyecatcher erhält der Strauch, wenn du ihn noch mit weißer Sprühfarbe lackierst. Die Pomponsträuche lassen sich aber auch im kleinerer Version realisieren. Zum Beispiel auf Schaschlikspieße gesteckt, als kleiner Blumenstrauß.


Bei uns steht der Strauch im Eingangsbereich und jedes Mal wenn ich durch den Flur husche entlockt er mir ein kleines Lächeln!
Wer hat auch Lust auf einen bunten Strauch im Haus und wird den Strauch nachbasteln?


Lieblingsgrüße


__________________________________
Pompons gibt es bei Stoffe.de
Vorsicht! Heißkleber ist - wie der Name schon vermuten lässt - wirklich heiß! Kleinere Kinder sollten nicht alleine mit der Klebepistole arbeiten.




22 Januar, 2018

Always be yourself, unless you can be a unicorn [Tutorial und Gewinnspiel]

Die müde Päng am Abend: 
Meine Stimmung ist noch schneeweiß, ruhig und besonnen. 
Draußen ist es kalt, ich kuschle mich abends auf das große Sofa, lese ein Buch und trinke ein Glas Rotwein. Genieße die Stille der früh einsetzenden Dunkelheit. 

Doch gleichzeitig:
Das Zuckermädchen springt und hüpft und tanzt um mich herum. Wirft mit Konfetti und pustet Luftschlangen durch das Wohnzimmer."Aus Spaß bin ich wohl ein Einhorn", ruft sie, "und ich verzaubere dich auch in ein Einhorn!"







Was ist hier los? Die Weihnachtsdekoration ist noch nicht mal ganz abgehangen, da kommt schon das nächste Event mit lauten Konfettikanonen auf uns zu.
Helau! Alaaf! Karneval! Ein Blick auf den Kalender sagt mir, dass wir dieses Jahr damit wieder ganz schön früh dran sind. Am 12.Februar soll es schon soweit sein.
Ehrlich gesagt, haut mich das erst mal um! Denn bezüglich eines Kostüms habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Erste Idee: Das Eulenkostüm aus dem letzten Jahr. Aber, ohweh, das passt natürlich nicht mehr. "Wer hat dir erlaubt in einem Jahr so viel zu wachsen?" schimpfe ich scherzhaft mit dem Mädchen und sie kichert stolz über die Extrazentimeter. Also dann: Wenn du ein Einhorn sein kannst, dann sei eins.  

Damit ihr nicht von der Jeckenzeit überrascht werdet, habe ich zwei Überraschungen für euch.  Zuerst zeige ich euch, wie ihr aus wenigen Materialien und für wenig Geld einen Einhorn-Haarreif selbst basteln könnt. Und dann habe ich etwas, das mich gerade per Postweg von karneval-universe erreicht hat. Ich sag nur: Gewinnspiel!



Ihr braucht: 
Haarreif
weißes Filz
rosa Filz (oder Plüsch)
ca. 30cm Kordel
Füllwatte
evtl. kleine Dekoblümchen
Heißkleber
Nadel und Faden





Aus dem weißen Filz schneidet ihr etwa 2cm breite Streifen aus. Mit ein wenig Heißkleber wird der Haarreif stramm mit dem weißen Filzstreifen umwickelt. 

Aus dem weißen Filz und dem rosa Plüschstoff werden als nächsten die Schnittteile für die Einhornohren ausgeschnitten. Nur Mut. Das schafft ihr auch ohne Vorlage. Wenn ihr unsicher seid, dann probiert es erst mal auf dem Papier aus. Das rosa Innenohr wird dann von Hand auf das Filzstück aufgenäht. 
Legt euer vorbereitetes Filzohr jetzt um den Filz-Haarreif, fixiert es mit einem Tropfen Heißkleber und näht es anschließend zusammen. Wer mag, kann die Ohren auch noch ein wenig mit Füllwatte befüllen. 




Jetzt schneidet ihr aus dem Filz Schnitteile für das Horn und den Boden des Horns zu. Auch hier gilt: Wer sich unsicher ist, probiert sich zuerst an einer Schablone. Wichtig ist, dass der Umfang des kreisrunden Bodens der Länge des unteren Rands des Hornschnittteils entspricht. 
Klappt das Horn zusammen und steckt eines der Kordelenden in die Spitze. Näht das Horn an der langen Seite zusammen, dabei befestigt ihr auch die Kordel an der Spitze. Wendet es und füllt es mit Watte aus. Jetzt wird die Kordel spiralförmig auf dem Horn aufgeklebt. 

Der Boden wird von Hand mit einem Matratzenstich angenäht. Da Filz ein sehr dankbares Material ist, dass Fehler gerne verzeiht, klappt das sehr gut. Zum Schluß näht ihr das Horn mittig auf dem Haarreif fest. Wer mag kann den Haarreif und das Horn noch mit ein paar Dekoblüten verzieren. Jeah! Cool geworden! Jetzt brauchen wir noch noch ein bisschen Kostüm dazu. Das zeigen wir euch dann ein anderes Mal. 







Und für alle die jetzt weder Lust noch Zeit haben zu basteln habe ich aber - wie bereits versprochen noch eine Überraschung für euch. Bei meinem Partner karneval universe gibt es nämlich auch richtig tolle Haarreifen. Zum Beispiel diese süßen lila Glitzerhorn Haarreifen für faire 6 Euro. Oder aber die unten abgebildeten Gold-Rainbow-Plüschhaarreifen, die ich persönlich noch viel genialer finde. 

Und weil ich die letztgenannten Haarreifen so genial finde, habe ich sie gleich dreifach für euch bestellt und verlose sie direkt sofort und ohne weitere Umschweife! 




  • Kommentiert zum Mitmachen! Habt ihr schon ein Kostüm für Karneval? Als was verkleiden sich eure Kinder am liebsten?
  • Das Gewinnspiel startet jetzt und endet am 02.02. um 23:59 Uhr.  
  • Danke an karneval-universe.de für die Unterstützung <3


Viel Spaß beim Nachmachen und Mitmachen! 

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Klein, aber wichtig:
Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen mit Versandadresse in Deutschland ab dem 18. Lebensjahr. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel stimmt ihr zu, dass ich euren Namen im Gewinnfall veröffentlichen darf. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Schaut bitte unbedingt selbst in den Blog, ob ihr gewonnen habt! Der Gewinnanspruch verfällt nach 2 Wochen.

08 Dezember, 2017

Hau auf den Putz - Grüne Gedanken in der Küche

Wenn man erst mal anfängt, genauer hinzusehen, fällt einem immer mehr auf.
Momentan bin ich in einem regelrechten Flow!
Es macht mir Spaß Verschwendungen von Ressourcen aufzudecken und sie zu beheben, wenn es mir möglich ist. Es funktioniert fast von allein.
Ich schalte Lichter aus, ich hebe Müll von der Straße auf, ich zerteile den Abfall im Haus in seine Bestandteile, ich lasse plastikverpackte Konsümgüter beim Einkauf links liegen.



Heute habe ich unsere miesen Schwammtücher ausgetauscht.
Kennt ihr diese Dinger? Bunte, für mein Empfinden viel zu kleine schwammige Lappen, die sich nach dem dritten Benutzen widerlich anfühlen. Zwar kann man sie auch in die Waschmaschine stecken, aber nach ein paar Maschinengängen lösen sich die Tücher auf.
Und - natürlich - beim Neukauf gibt es sie nur in Plastikfolie verschweißt.

Zu meiner Kinderzeit wurden alte Handtücher zerschnitten und für Abwasch und Hausputz verwendet. (Kleiner Funfact am Rande: Anhand dieser Handtuch-zu-Putzlappen-Aktion habe ich den Umgang mit der Nähmaschine gelernt. Damals durfte ich die Putzlappen nämlich mit einem Zickzack-Stich einfassen und sie so gegen Ausfransen schützen.)
Heute wäre diese Möglichkeit ebenso denkbar! Aber meistens werden bei uns aus Handtüchern Eulen, Dinos oder Wattepads. So ist es schon ganz schön schwer
mal ein altes Handtuch abzugreifen und zu zerschneiden.




Bei einer Unterhaltung mit meiner Mama habe ich fast beiläuftig erfahren: "Hey! Ich stricke mir gerade meine Putzlappen aus Baumwollresten zusammen."
Das will ich auch! Aber ich mag nicht stricken, also tauschen wir ihre Strickware gegen meine Nähware. Tataaa! Vier neue Putzlappen, kostenfrei, plastikfrei, wiederverwendbar und dazu noch wesentlich stylischer, als Handtuchreste.
Der erste Praxistest zeigt: Sie lassen sich super anwenden, werden auch nach dem Trocknen nicht hart und unhandlich wie Schwammtücher und sind nach der Reinigung in der Waschmaschine wie neu.

Wieder ein kleiner Beitrag von uns für einen grünen Fußabdruck.
Wie haut ihr auf den Putz?

Lieblingsgrüße!

24 November, 2017

Adventskranz aus Moos - schlicht und schön

Da bin ich dieses Jahr schon fast auf den letzten Drücker dran.
Gestern habe ich meinen Adventskranz für dieses Jahr gebastelt. Für mich war schon im Oktober klar, dass wir unsere Adventssonntage diesmal mit einem Kranz aus Moos und Naturmaterialien feiern möchten. Und bereits im Oktober haben wir eine Schatzsuche durch den heimischen Wald gemacht.
Kastanien, Eicheln und Tannenzapfen brauchten wir.





Das beste Moos haben wir letztendlich nach einer langen, bis dahin erfolglosen Suche im Wald, erst auf dem Heimweg gefunden. In den Grasflächen zwischen Fahrbahn und Bürgersteig wuchs so prächtiges Moos, da konnten die kargen Waldmoosflächen gar nicht mithalten.

Die eigentlich Umsetzung des Adventskranzes habe ich nun aber doch bis kurz vor knapp aufgeschoben. Irgendwie wusste ich nicht so recht, wie ich das Moos an den Strohkranz kriegen sollte. Heißkleber? Draht? Sekundenkleber? Keine Ahnung.
Hätte ich nur vorher gewusst, dass es letztendlich so unglaublich einfach ist und der Kranz tatsächlich innerhalb einer knappen Stunde fertig wird.

Wer noch keinen Adventskranz hat (bestimmt niemand! Sicher seit ihr alle bereits vorbereitet) und auch noch schnell und günstig einen schönen, schlichten naturnahen Kranz haben möchte, der liest jetzt weiter:

Du brauchst
einen Strohkranz
Moos, Eicheln, Kastanien, Tannenzapfen
Moosgrünes oder durchsichtiges Nähgarn
Heißklebepistole



Als erstes geht es an einem noch halbwegs trockenen Tag in den Wald (oder an den Straßenrand - hier wachsen am Straßenrand auch oft Eichen und Kastanienbäume stehen in der Nachbarschaft). Bepackt mit Kind und Jutebeutel finden sich die Schätze im Wald von ganz allein.
Ich habe unser Moos noch ein paar Tage trocknen lassen. Wie gesagt aber aus Umsetzungszweifel an mir selber und nicht mit einem Hintergrundgedanken.

Das Moos wird nun einfach auf den Strohkranz gelegt und mit einem Bindfaden umwickelt. Das ist wirklich unglaublich einfach. Das Moos legt sich quasi selbstständig in die perfekte Position. Kleber ist hier überhaupt nicht notwendig. Wickle den Faden ruhig mehrmals um den Kranz. Man sieht ihn am Ende nicht.

Nun werden die Kerzen aufgesteckt und zum Schluss die Waldschätze mit Heißkleber aufgeklebt.
Zappzerapp. Spätestens 60 Minuten später ist der Kranz fertig (und Basteltisch und Fußboden völlig versandet. Aber wozu gibt es Staubsauger?)






Wie sieht euer Adventskranz aus?
Zeigt doch mal her!


Lieblingsgrüße!

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Für alle die das mit dem Moos sammeln nicht mehr schaffen. Es gibt auch künstliches Moos, zum Beispiel hier, mit dem der Kranz dann auch noch im nächsten Jahr frisch aussieht.
Und, zwar deutlich teurer, aber dafür noch einfacher, auch fertige Mooskränze gibt es zu kaufen (zum Beispiel hier).

Und noch ein kurzer Hinweis: In Naturschutzgebieten dürft ihr kein Moos mitnehmen. Und auch in einem "normalen" Wald gilt es, sich anständig zu benehmen. Das Moos dient im Wald als Schutz und Feuchtigkeitsspender. Also nur kleine haushaltsübliche Mengen entnehmen.