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02 Juni, 2017

Möhrenkekse - zuckerfrei

Ich bin immer noch aktiv dabei und verzichte nach wie vor auf unnötige Zuckermengen.
Dabei halte ich mich strikt an meine 80/20 Regel und lasse somit auch Ausnahmen zu.
So fällt das Durchhalten wesentlich leichter und man kann ohne schlechtes Gewissen auch mal sündigen.

Wobei.... "Durchhalten" ist eigentlich ein zu negativ behaftetes Wort, denn die Zuckerfreiheit fällt mir die meiste Zeit ganz leicht.
Einzig in Momenten wo ich echt geschafft, gestresst, harmoniebedürftig und dazu noch ein bisschen traurig bin, "brauche" ich einen kleinen Zuckerschock, den ich dann in Form von Schokolade zu mir nehme.
Hier weiß ich, dass ich noch an mir arbeiten kann, denn in diesen Momenten ist meine Selbstkontrolle (Ich ess nur ein Stück und dann gehts mir besser... nicht) nicht ganz so stark wie sie sein könnte.





Für diese Momente suche ich immer wieder nach überwiegend gesunden Alternativen zur Schokolade und zu Industriezucker.

Ganz toll sind, neben Nüssen, Obststücken oder Avocado-Mousse, diese leckeren Möhrenkekse. Sie sind auch recht schnell und einfach zubereitet. Außerdem lassen sie, sich gut verpackt, auch eine ganze Weile lagern und/oder auf Reisen mitnehmen.


Die Zutaten hast du vermutlich komplett im Haus, denn wir können hier auch ganz ohne spezielle Bio- oder Superfoodprodukte auskommen. Wer doch lieber auf Superfoods setzt, den habe ich in Klammern einige Alternativen dazugeschrieben.


Du brauchst
100g geraspelte Möhren
120g Haferflocken
100g Volllkornmehl (alternativ 80g Mandelmehl)
1TL Backpulver
1TL Zimt 
1 Prise Salz 
1 Ei
2EL Olivenöl (alternativ Kokosöl)
1TL Vanilleextrakt (alternativ Flavedrops)
70g Honig (alternativ Xucker oder Reissirup)



Und so einfach geht's:
Zuerst werden die trockenen Zutaten (Mehl, Haferflocken) und Gewürze (Salz, Backpulver, Zimt) in einer Schüssel vermengt. Dann kommen Ei, Öl, Vanille und Honig hinzu. Die geraspelten Möhren werden zum Schluss untergehoben. Ich erleichte mir die Raspelarbeit hier ganz einfach mit meinem Zerkleinerer, den ihr auch schon von meinen Energyballs kennt.
Die Masse muss nun erstmal eine gute halbe Stunde ziehen. Am Besten im Kühlschrank. So quellen die Haferflocken auf und du bekommst eine feste Masse aus denen du tolle Bällchen formen kannst.




Die Kügelchen legst du auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und drückst sie noch leicht flach. Bei 160° im Ofen backen sie nun ca. 10min.  Nach einer kurzen Auskühlzeit können die ersten Kekse schon im Mund verschwinden.

 


Sie sehen aus wie kleine Hackbällchen, oder? Witzigerweise ist auch schon jemand auf meine Fake-Hackbällchen reingefallen und das Gesicht, bei dem süßen Geschmack auf der Zunge, wo das Gehirn doch in Erwartung etwas Deftigen war, war zu genial.
Aber lecker sind sie allemal! Sogar das Zuckermädchen liebt die kleinen Cookies. 


Viel Spaß beim Nachmachen.

Lieblingsgrüße!




29 Mai, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Diese Gründe bewegen dich zum mitmachen

Den Einstieg in ein zuckerbewusstes Leben zu schaffen ist nicht einfach.
Ganz im Gegenteil! Es erfordert Lernbereitschaft, Zeitaufwand, Umorganisation und Disziplin.
Da kommt schnell die Frage auf: Warum zur Hölle soll ich den Stress auf mich nehmen? Was bringt mir das Ganze?

In erster Linie denken wir, dass Zucker dick macht und schlecht für die Zahngesundheit ist. Aber das ist bei Weitem nicht der einzige Grund. Ich möchte euch von einer ganzen Menge positiver Auswirkungen berichten, die ich an meinem eigenen Körper erfahren habe. Wer sich selbst auskennt, weiß, dass ein langfristiger Zuckerverzicht sogar noch deutlich mehr gute Effekte auf den Menschen haben kann.






Die anfänglich am schnellsten sichtbaren und damit auch interessantesten Gründe, die für den Zuckerverzicht sprechen!

  • Meine Gesichtshaut ist nicht nur viel reiner, sondern auch straffer. Sonst war sie oft, besonders bei Stress und wenig Schlaf von Unreinheiten gezeichnet. Gerade in solchen Situationen war mein Schokoladenkonsum meist auch enorm, womit ich mich in einem Teufelskreis befand. Heute trage ich übrigens nicht mal Makeup.
  • Meine Haare, sonst dünn wie Seide und von der Erdanziehung platt und flach anliegend, haben viel mehr Volumen und fühlen sich auch fluffiger an. 
  • Meine Fingernägel sind immer ein sehr trauriger Anblick gewesen. Brüchig, dünn und splittrig und nicht mal mit ausreichend Lackschichten in Form zu halten. Seid ein paar Wochen bin ich sogar mit meinen Nägeln sehr zufrieden. Das war ich zum letzten Mal, als... nein... das war ich noch nie. 
  • Überrascht hat mich meine Haut an den Ellbogen. Boa! Weich und zart wie Butter. Das habe ich übrigens nur zufällig bemerkt (so oft fasst man sich ja auch nicht selbst an die Ellbogen) und konnte es gar nicht fassen.
  • Mein Körper ist drahtiger und weniger aufgeschwemmt. Vielleicht habe ich, trotz ausreichend Nahrungszufuhr, etwas abgenommen? Das kann ich aber nicht prüfen, da ich keine Körperwaage besitze. Meine letzten Jeans habe ich aber auf jeden Fall eine Größe kleiner gekauft.
  • Ich fühle mich richtig gut in meiner Haut und bin selbstbewusst und zufrieden.



  • Seit dem Zuckerverzicht bin ich energetischer, motivierter und konzentrierter.
  • Ich schlafe außergewöhnlich gut und tief, bin den ganzen Tag über aktiv und empfinde kein typisches Mittagstief mehr.
  • Ich lasse mich weniger von außen stressen und finde innerlich leichter zur Ruhe.
Etwas überspitzt formuliert könnte man sogar sagen, der Zuckerentzug wirkt wie ein leichtes Antidepressiva, denn ich mache mir durch meine innere Ruhe und Ausgeglichenheit auch viel weniger Sorgen und Gedanken, bin freier in meinem Tun und meine Gedanken kreisen weniger potentielle Dramen.Weniger krass ausgedrückt: Ich nehme das Leben leichter.




Mein Hungergefühl, Geschmackssinn und Appetit haben sich verändert.
Ich kann mittlerweile sehr gut herausfühlen, was mein Körper gerade braucht. Und ich esse mich bei den Mahlzeiten satt. Und zwar exakt "satt". Nicht übersatt, nicht leicht hungrig. Ich esse genau so viel, wie ich gerade mag.
  • Das ungezügelte suchtartige Verlangen, dass ich sonst gerade mittags von mir kannte ist verschwunden.
  • Mein Empfinden für "süß" ist sensibilisiert. Auf einmal schmecke in den natürlichen Zucker in Möhren und Nüssen ganz intensiv. Bei einem Glas (Zero)Coke verzieht sich dagegen mein Gesicht aufgrund der unerträglichen Süße.
  • Mein Verlangen nach Süßem ist viel regulierter. Sonst bekam ich in der Regel bereits beim Anblick von Schokoriegeln oder mit dem Wissen, dass Schokolade greifbar ist, ein Gefühl von "Ich brauch jetzt was Süßes!" Mittlerweile kann ich den Süßkram in 90% der Möglichkeiten problemlos liegen lassen und weiß genau, dass ich gar nichts verpasse.



  • Seit dem Zuckerentzug bin ich nicht mehr krank gewesen. Ich bin einfach fit.
  • Meine Laune ist ausgesprochen gut, und nicht von emotionalen Auf und Abs geprägt. 

Ersteres klingt völlig normal und ist nichts besonderes?
Doch, denn seit Jahresbeginn krebste ich mich von einem grippalen Infekt zum nächsten, konnte nicht trainieren (meine Instafans erinnern sich vielleicht noch?) war immer verschnupft und erkältet. An meinem Geburtstag (Anfang März, ca. eine Woche vor dem Zuckerexperiment) lächelte ich am Nachmittag Fieber und Schwindelgefühle einfach weg.
Ich sagte mir: "Ach was! Nur eine allgemeine Abgespanntheit, vielleicht eine Art anhaltende Männergrippe. Mit einer beständigen Dosis Schmerz- und Erlältungsmitteln ist das Tagesgeschehen leicht zu bewältigen."

Wie müde und schlapp mich diese Dauererkältung tatsächlich hat fühlen lassen, merke ich jetzt erst richtig.
Und wie stark und unbesiegbar man sich mit einem zufriedenen Selbst fühlt, ist mir auch erst jetzt richtig klar. 




Ich hoffe, dass euch dieser Beitrag hilft, euren Zuckerkonsum bewusst zu reduzieren. Berichtet hier doch mal gerne, wie es läuft. Einige von euch haben es ja schon geschafft, vielleicht hat jemand noch ein bißchen Motivation für alle, die dem Zucker jetzt den Kampf ansagen?
Habt ihr noch Wünsche oder Fragen, die ich in einem Blogbeitrag beantworten kann?


Lieblingsgrüße!

___________
Über meine vergangenen Wochen könnt ihr unter dem Label "Gesund und Fit" noch mehr lesen. 


22 Mai, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Mit diesen Tipps fällt es dir leichter - Pt II

Mittlerweile habe ich schon 10 zuckerfreie Wochen gerockt.
Angefangen bin ich in KW 11 (berufsbedingt rechne ich immer in Kalenderwochen :D ) und bin echt erstaunt wie schnell und einfach die Zeit ohne Zucker zu meistern war.
Ja, es gab den ein oder anderen Ausrutscher. Drei Ausrutscher, um genau zu sein. Vom ersten "Versagen" und warum ich daraus nur gelernt habe, habe ich euch hier berichtet.
Der zweite Moment, in dem ich mich nicht wirklich im Griff hatte, war gar nicht so schlimm und den dritten Ausrutscher habe ich mir sogar ganz bewusst gegönnt.
Mit meiner 80/20 Regel, von der ich euch schon letzte Woche berichtet habe, fahre ich sehr gut und damit bekomme ich auch die Ausrutscher langsam in den Griff.

Heute geht es noch ein bisschen weiter. Ich bin gespannt, ob ich den ein oder anderen von euch zu einem bewussteren Umgang mit Zucker animieren kann.


Raus damit!
Wenn es nicht da ist, kannst du es nicht essen.
Gerade am Anfang ist es wirklich schwierig, den gewohnten Nachtisch liegen zu lassen, auf die Kekse zum Kaffee zu verzichten und die süßen Brötchen am Morgen auszutauschen. Diese Gewohnheiten müssen erst mal durchbrochen werden.
Deshalb befreie deinen Vorratsschrank von deinen Suchtmitteln.
Schokolade, Weingummi, Eis, Kekse, Brotaufstriche, Marmelade, Schnittwurst, Ketchup, Senf, Fruchtjoghurt. Entscheide selbst, wobei es dir schwer fällt, zu widerstehen. Du kennst dich dabei selbst am Besten.

Ich hab zum Beispiel keine Probleme mit einer Packung Butterkekse, einer Tüte Chips oder mit Gummibärchen.
Meine größten Gegner sind Schokolade in jeglicher Form (deshalb reichte meine Selbstkontrolle auch nach der schokoladenreichen Osterzeit (noch) nicht aus), Cookies und Lakritz. Aber auch süße Brotaufstriche löffle ich in der Not schon mal aus. Ein Schokomüsli kann ich bei einem echten Jieper auch schon mal komplett in meinen Hals schütten. Und nur weil „Backzutat“ auf der Verpackung steht sind Marzipan oder Krokantstreusel bestimmt nicht vor mir sicher. Also raus damit!
Aber bitte nicht wegwerfen. Schenk es den Nachbarn, den Eltern oder deinen Freunden.



Schau über den Tellerrand!
Der Kühlschrank und der Vorratsschrank sind nach deiner Reinigung leer. Nichts zu essen. Und jetzt? Damit du beim nächsten Einkauf nicht direkt wieder deiner Gewohnheit verfällst, musst du dich etwas austricksen. Geh einfach mal einen anderen Weg durch deinen Lieblingssupermarkt, durchkreuze deine Standardwege und schaue dich genauer um. Da hat auch der Standarddiscounter noch mehr zu bieten.

Neben den bekannten Alternativen, wie Nüssen und Obst kannst du jetzt etwas neues ausprobieren.
Vielleicht findest du Datteln, Kakaonibs, Chiasamen, Nussmus, Proteinshakes, Mandelmilch, Kokosmilch, Avocado, Magerquark, Kichererbsen oder Süßkartoffeln interessant? Nimm sie mit!
Aus Couscous, Quinoa, Hirse oder Haferflocken kannst du dir recht schnell einen gesunden Snack anrühren.

Trau dich ruhig mal ran! Probier dich aus. Check das Internet nach Anwendungsmöglichkeiten.


Gönn dir was!
Ich persönlich finde ja, das es fast nichts Schöneres gibt als einen Einkaufswagen, der kunterbunt gefüllt ist mit gesundem Obst und Salat. Da geht mir das Herz auf.
Trotzdem fehlte mir anfangs etwas, weil ich nicht wie gewohnt im Schokoladenregal zugegriffen habe.

Das „gesparte“ Geld habe ich trotzdem ausgegeben und mir immer mal etwas Besonderes gegönnt.
Mal eine Pitahaya, ein Netz Avocados, eine Mango oder ein paar gesalzene Mandeln. Immer nur Äpfel und Bananen langweilen mich und so habe ich die Möglickeit auch mal etwas Neues auszuprobieren.


Zucker - der heimliche Killer



Lesenlesenlesen
Auch in den letzten Tipps vergangene Woche habe ich es schon angesprochen. Die Industrie wird dir mit ihren Marketingmethoden sicher nicht helfen, deinen Weg zu gehen. Im Gegenteil!
Deshalb ist es ganz wichtig, dass du dir beim Einkauf etwas mehr Zeit nehmen kannst.

Bei einigen Lebensmitteln ist uns klar: Da ist Zucker drin und zwar richtig viel! Marmelade, Schokoaufstrich, süße Naschereien. Aber auch in Fruchtjoghurt, Joghurtdrinks, Müsli, Wurst, Fertiggerichten, sauren Gurken, Rotkohl (das hat mich selbst geschockt), Senf oder Ketchup kriegen wir "einen mit der Zuckerkeule übergezogen". Der Blick aufs Etikett lohnt sich. Steht Zucker in der Zutatenliste ziemlich weit vorn, lass das Produkt liegen und schau nach einer Alternative. Achte aber auch auf die Brüder und Schwestern des industriellen Zuckers!

Keine Sorge, du wirst nicht ewig lesend durch den Supermarkt laufen. Ganz schnell hast du dir ein entsprechendes Wissen angeeignet und weißt, was dir gut tut.



Machs Selber!
Mittlerweile wissen wir, dass gerade in Fertigprodukten und Convenience Food immer Zucker zugesetzt ist. In der Zeit, in der eine Pizza im Backofen brät, oder sich ein Nudelgericht in der Mikrowelle dreht, ist ein gesundes Meal aus frischen Zutaten auch zubereitet. Ob wir uns nun einfach nur einen Salat schnippeln, eine etwas Leckeres in der Pfanne anbraten oder Backofengemüse zubereiten.
Geht genauso fix!
Schmeckt besser!
Macht uns glücklicher!


Beweg dich
Ebenso wie Schokolade setzt auch Sport Glücksgefühle frei.
Deshalb haben wir meist nach dem Sport erst mal wenig Hunger oder Lust auf Süßes.
Außerdem tut es uns gut und die neugewonnene Motivation und Energie muss ja auch irgendwo hin.
Also beim nächsten Süßhunger erst mal raus an die frische Luft und eine Runde aktiv sein.



Beobachte dich
Das hat mir gerade am Anfang geholfen und sogarSpaß bereitet.
Track' dich und deine Ernährung. Dazu brauchst du nicht unbedingt eine App. Eine einfache Tabelle in einem schlichten Ringbuch ist ausreichend.
Ich habe für mich Nahrungsaufnahme, Getränke und sportliche Aktivität gelistet und mir am Ende des Tages notiert, wie mir der Zuckerentzug bekommen ist.
Dadurch hatte ich einen besonders bewussten Start in meine zuckerfreie Zeit und schon am Anfang viel gelernt.
Mach' das nur so lange es dir Spaß macht. Ich habe nach 2 Wochen bereits wieder damit aufgehört, den Dreh hatte ich raus, das Grundwissen war da.





Mit diesen Tipps, ein wenig Grundwissen und ein paar Rezepten könnt ihr sicher auch leicht in eine zuckerfreie Zeit starten. Beim nächsten Mal hab ich noch ein paar Infos zur Motivation für euch.

Lieblingsgrüße!




15 Mai, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Mit diesen Tipps fällt es dir leichter - Pt I

Wir wissen es alle: Zucker ist nicht gut für uns.

Und trotzdem kommen wir nicht daran vorbei, lieben den Geschmack von Süßem und können nicht ohne! Das ist gar nicht verwunderlich, denn man findet in fast jedem Lebensmittel Zucker. Dadurch sind unsere Geschmacksnerven auf süß getrimmt, und zuckerfrei schmeckt uns nicht. Schon als Baby haben wir durch die Muttermilch Geschmack an Süßem gefunden und leben damit weiter. Süß ist lecker, alle wollen süß, süß ist Marketing. Aber muss es Zucker sein?

Ich habe dem Zucker kürzlich ein Riegel vorgeschoben und über meine Erfahrungen berichtet (klickt hier). In meinem ersten Teil der "Tipps und Tricks Reihe" zeige ich euch, wie auch ihr den Zucker aufgeben könnt. 

Realisieren
Bin ich überhaupt zuckersüchtig? Zucker zu essen ist doch ganz normal. Alle machen das. Warum sollte gerade ich süchtig sein.
Aber hast du dir schon mal überlegt, warum du bei den Gedanken "zuckerfrei" in Kombination mit "Feiern, Festen und gesellschaftlichem Zusammensein" in Panik ausbrichst?
Fällt dir auf, dass es unmöglich ist, sich bei Stress und Ärger nicht mit etwas Süßem zu trösten.
Dass kleine und große Erfolge immer mit Kuchen, Keksen und Schokolade belohnt werden?
Spürst du auch manchmal dieses unstillbare Verlangen nach etwas Süßem?
Geht es dir besser, nach dem Genuss von Schokolade und fällt es dir dann schwer, nach dem ersten Stück aufzuhören?
Quälst du dich am Tag durch Emotionshochs und -Tiefs, kämpfst mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit?
Versteckst Du manchmal Verpackungen oder naschst heimlich, damit andere nicht mitbekommen was und wie viel du isst?
Dann willkommen im Club.  




Erkennen
Zucker ist nicht gleich Zucker. Zumindest auf den ersten Blick lässt er sich nicht sofort erkennen.
Raffinierter in der Industrie eingesetzter Zucker (Sacharose) verursacht Übergewicht, Hautprobleme, Schlaflosigkeit, Unruhe, Diabetes, Arthrose, Krebs, Herzkrankheiten, Osteoporoses, Alzheimer, und Depressionen. Nichts von dem wollen wir in unserem Leben haben.
Doch neben dem weißen Gift, dass wir alle kennen, gibt es noch viele weitere Zuckerarten, die es zu kennen und erkennen gilt.
Zum Beispiel industriell hergestellte Fructose (meist aus Mais gewonnen) .
Fructose ist vielfach süßer als Sacharose (--> Industriezucker, besteht zu gleichen Teilen aus Glucose und Fructose) und wird deshalb schon aus Kostengründen in der Industrie verwendet. Dabei klingt er so fruchtig und gesund, doch hat er mit der wohldosierten natürlichen Fructose in Früchten gar nichts gemeinsam.
Industriell hergestellter Fruchtzucker blockiert zum Beispiel das Sättigungsgefühl im Gehirn. So essen wir immer mehr und mehr ohne dabei richtig satt zu werden. (Mehr über Fructose könnt ihr hier lesen)

Um Zucker in Lebensmitteln zu erkennen solltet ihr euch also nicht nur auf euer Gefühl verlassen. Schon gar nicht aber auf die Aufschriften auf Verpackungen. Bio, fettarm oder zuckerreduziert sollen dem Kunden ein gutes Gefühl vermitteln. Über den Zuckergehalt sagen sie aber nichts aus!
Achtet deshalb auch auf: Glucose, Lactose, Molkepulver, Maltose, Maltodextrin, Malzextrakt, Fructose, Sacharose (Haushaltszucker)... usw.


Umsteigen
Ich bin durch mein Zuckerexperiment auf keinem Fall zu einem Süßgegner geworden.
Manchmal braucht es das kleine Süßextra. Beim Dessert kochen, beim Kuchen oder Kekse backen liebe ich süß. Dabei wechsle ich aber auf gesündere Alternativen, die ich noch dazu reduzierter einsetze.

Natürliche Süßungsmittel wie Agavendicksaft oder Birnendicksaft findest du in Bioläden zu Hauf und sie sind vermeintlich eine richtig gesunde Alternative. Aber auch sie sind von einem hohen Fructosezuckergehalt gepägt. Einigermaßen gesunde Alternative sind Kokosblütenzucker, Yakonsirup oder Reissirup.
Sie enthalten viele Mineralien, vergleichsweise wenig Fructose und belasten die Bauchspeicheldrüse nicht. Aber sie sind sehr teuer. Zucker kann man aber oft auch durch die natürliche Süße von Bananen oder Datteln ersetzen.
Wichtig: bessere Alternative ist nicht gleichbedeutend mit "Freifahrtschein". Es handelt sich nach wie vor um Zucker der gerne, aber moderat genossen werden sollte.
Die gute Nachricht: Es gibt nicht nur schlechten Zucker. 
Die natürlichen süßen Stoffe in Obst, Gemüse, Nüssen und auch Milch gibt uns Energie, geht langsam ins Blut und tut uns gut. In angemessenen Rahmen natürlich. Wenn wir statt der täglichen raffinierten Zuckerdosis täglich 20 Bananen, 14 Mangos und 2 Schalen Weintrauben futtern haben wir - abgesehen von Bauchschmerzen- auch nichts gewonnen. 
Übrigens: Nach ein paar Tagen "zuckerfrei" werden ihr schon überrascht sein, wie süß einige Lebensmittel von Natur aus sind.


Strenge rausnehmen
Ihr kennt den Reiz des Verbotenen!
Leitziel deshalb: Kein Verzicht, kein Drill, sondern eine freiwillige Umstellung.
Wer einem Zuckerfreiexperiment zuliebe auf Abendessen mit Freunden, auf Eisidielenbesuche mit den Kindern oder ein Grillfest verzichtet, verliert schnell den Spaß.
Ein ständiges scheinbares Genörgel á la "Das darf ich nicht essen, da ist Zucker drin" lässt dich auf Dauer auch allein stehen. Generell solltest du dich selbst so weit von deinem Experiment überzeugt haben, dass du zuckerhaltige Lebensmittel deshalbnicht oder weniger zu dir nimmst, weil du es nicht WILLST und nicht, weil du nicht darfst. Du darfst alles was du möchtest.

Ich halte mich an die 80/20 Regel. 80 Prozent meiner Nahrungsaufnahme ist durchdacht, frei von Industriezucker und gesund. Aber den Rest zu 100 Prozent darf ich, wenn mir danach ist, auch mit einer Leckerei auffüllen. Da ist auch ein Cappucchino im Cafe vollkommen in Ordnung, ein Stück Kuchen sitzt auch gerne mal drin.

Die 20/80 Regel wollte ich euch mit meinem letzten Einkauf bildlich darstellen. Allerdings hatte ich nichts ungesundes eingekauft (abgesehen von dem Erdnussmus). Deshalb hab ich die Einhorncookies aus einem längst vergangenen Einkauf mal dazu gefaked. 


Zeit lassen
Eine Veränderung braucht Zeit. Nach vier Wochen hast du einen riesigen Schritt geschafft, aber damit sich Körper und Geist umstellen braucht es einige Monate. Gib ihnen die Zeit, die sie brauchen und erwarte nicht, dass dir der Zucker von heute auf morgen völlig egal sein wird.
Beobachte dich selbst und erkenne die Auswirkungen des Zuckerverzichts.
Lass dir Zeit zu lernen und zu erfahren.
Nach und nach findest du neue Lebensmittel und Rezepte, die dir schmecken und die du bald problemlos aus dem Ärmel schütteln kannst.




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Nachtrag

Süßen mit Süßstoffen? 
Hier scheiden sich die Geister und hier muss jeder für sich entscheiden.
Xylit, Stevia, Eriththryt und andere Süssstoffe sind insulinunabhängig. Der Blutzucker steigt langsamer an. Außerdem sind sie meist kalorienfrei und zahnschonend, wirken aber nicht selten abführend.
Der große Haken an der Sache: Viele der Stoffe (zum Beispiel Aspartham) sind synthetisch hergestellt und die Langzeitwirkung auf den Körper sind noch nicht richtig erforscht.
Für mich persönlich sind Süßstoffe in Ordnung. Natürlich in Maßen und nicht als vollkommener Zuckerersatz, denn dann hätte der Zuckerverzicht wenig Sinn und keinen Lerneffekt.
Manchmal mag ich es einfach auch süß. Aber mit dem bewussten und fortlaufenden Verzicht auf Zucker UND Süßungsmittel erreicht man auf Dauer doch mehr.

Zu diesem Thema kann man sich regelrecht auslassen und ich könnte wochenlang recherchieren. Deshalb geht es nächstes Mal an dieser Stelle weiter.


Lieblingsgrüße!

10 Mai, 2017

Cookie Dough Pralien (Energyballs) - zuckerfrei

Ein weiteres gesundes und schokoladiges Rezept zum Niederknien!
Diese kleinen Bällchen schmecken so göttlich und unglaublich. Als würde man heimlich hinter verschlossenen Türen den Cookieteig direkt aus der Rührschüssel naschen, anstatt ihn zu verbacken.


Doch tatsächlich bestehen diese Cookie Dough Pralinen nur aus guten Zutaten.

Ihr braucht: 
ca. 10 Datteln
ca. 60g Mandeln
1 EL entölter Kakao
1 EL Kokosfett
1 TL Mandelmus oder Erdnussmus
1 Tl Chiasamen
1 Tl Xucker




Und so einfach gehts:
Im Grunde reichen dir sogar schon die ersten drei Zutaten, solltest du die übrigen Zutaten gerade nicht zu Hause habe. Achtet bei den Datteln darauf, dass sie ungeschwefelt sind und kein zusätzlicher Zucker zugegeben ist. Der (natürliche) Fruchtzuckeranteil der Datteln ist schon unheimlich hoch und süßt mehr als ausreichend. Die übrigens Zutaten sind kleine, leckere Extras für den besonderen Schoko-CookieDough-Geschmack.
Tolle Ergänzungen sind auch gehakte, geröstete Mandeln. Oder ihr ersetzt ein oder zwei Datteln durch eine getrocknete Aprikose. Yummy

Alle Zutaten werden, so wie sind, in einen leitungsfähigen Standmixer gegeben.
Achtung: Ein einfacher Pürierstab könnte bei Datteln und Nüssen den Geist aufgeben! Meinem guten, bisher immer treuen Pürierstab habe ich bei meiner letzten Energyballproduktion leider zu viel zugemutet. Jetzt habe ich mir einen günstigen Zerkleinerer gekauft, mit dem ich bisher sehr zufrieden bin.

Die Masse wird dann mit nassen Händen zu Kugeln geformt. Ich stelle die Kugeln gerne noch ein wenig in den Kühlschrank, damit das Kokosfett noch ein wenig aushärtet und die Pralinen so noch etwas mehr Biss bekommen.

So lecker! Ihr werdet sie auch lieben! Aber vorsicht! Diese Schokopralinen sind zwar gesund, aber dennoch reichhaltig. Und sie enthalten keine künstliche oder industrielle Süße, aber dennoch den Fruchtzucker der Datteln. Also gerne genießen, aber in Maßen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Lieblingsgrüße!




05 Mai, 2017

Chiapudding - zuckerfrei

Na? Wer von euch ist auch ein Chia-Fan?
Vor einiger Zeit war dieses Superfood noch neu und ganz unbekannt. Mittlerweile findet man die Samen in jedem Discounter.

Vermutlich haben die meisten von euch auch schon von Chia-Pudding gehört. Das tolle daran ist: Es ist nicht nur ganz unkompliziert und easy vorbereitet, sondern sieht auch immer richtig hübsch aus!
Das Auge isst ja mit!





Du brauchst  
30g Chiasamen 
250ml Kokosmilch


Außerdem nach Wahl
frische Erdbeeren
Heidelbeeren
Magerquark
Walnüssen
evtl. etwas Kokosblütensirup, Reissirup oder anderes Süßungsmittel. 


Die Zubereitung ist denkbar einfach:
Die Chiasamen in die Kokosmilch einrühren und solange verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Dann für mindestens 30min (am besten für länger!) in den Kühlschrank stellen, damit die Samen quellen können. Zwischendurch solltet ihr die Kokosmilch einmal umrühren, damit sich nichts festsetzt. Durch die Kokosmilch ist der Chiapudding bereits etwas süß. Wer mag und muss kann noch nachsüßen.

Dann wird der Chiapudding zusammen mit kleingeschnittenen Erdbeeren, Heidelbeeren und mit Wasser (und Süße) angerührten Magerquark in einem hohen Glas geschichtet und mit zerstoßenen Walnüssen und etwas Sirup dekoriert.





Für mich der perfekte Nachmittagssnack!

Probiert es doch auch mal aus!

Lieblingsgrüße!

02 Mai, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Woche 5: Versagen und Aufstehen

Wie bereits in der letzten Woche angekündigt, starte ich diesmal leider gar nicht gut in die neue Woche.
Lest selbst:


Tag 28 - (Oster) Montag
Hach! Herrlich! Noch ein freier Tag nach dem Wochenende. Das Mädchen und ich liegen länger im Bett, dann gibt es ein gesundes Frühstück, ein bisschen Yoga und ich räume die Spuren des langen freien Wochenendes aus dem Weg. Dann erst mal lange und heiß duschen.
Gerade als ich das Wasser abstelle, klingelt eine Herzensfreundin an der Tür. Sie hat Sorgen ins Gesicht geschrieben, also beeile ich mich, in frische Klamotten zu steigen, um schnell für sie da zu sein. Als sie wieder geht, bin ich selbst ein wenig mitgenommen. Mein Mittagessen habe ich heute ausgelassen. Wissentlich. Manchmal sind andere Dingen einfach wichtiger. Nun bin ich hungrig und niedergeschlagen. Ein leckerer Wrap und zwei Stücke Lasagne (not so healthy! Aber musste sein.) sättigen mich.

Doch dann sehe ich ihn dort stehen, in der Ecke, fast unsichtbar... der Osterkorb mit der Schokolade, braun, weiß, mit Milchcreme, mit Nüssen.  Die Ohren eines Kinderschoko-Hasen blitzen heraus. Die blitzen mich an. Sie wissen, dass ich schwach werde!
In dem Moment ist es mir egal, dass ich es in meinem Wochenrückblick beichten werde. Ich packe ihn aus dem knisternden Papier und verschlinge ihn im Ganzen. Auch das Ü-Ei, dass ich danach entdecke. Die kleinen Schokobons. Minutenlang bin ich im Wahn.
Auspacken, essen, auspacken, essen. No Self Control!
Ich werde durstig und komme dadurch aus dem Rythmus.




Vor meiner bewussten Zuckerreduzierung, war dieses Verhalten relativ normal bei mir. Es überkam mich sozusagen des Öfteren und es kümmerte mich nicht sonderlich. Schließlich nehme ich genug Salat und Gemüse zu mir, treibe viel Sport und bin aktiv... so what.  Aber diesmal muss ich ehrlich zu mir sein: Normal war das nicht und ich werde von meinem Körper mit Magenschmerzen bestraft. Danke!

Tag 29 - Dienstag
Das Aufstehen fällt mir heute etwas schwer. Auch die geplante Todoliste muss ich ausdünnen. Es ist viel zu kalt, um überhaupt irgendwas zu machen.
Dann höre ich am Nachmittag den Milka-Schokohasen rufen. Heute war ich wirklich gewillt ihn liegen zu lassen. Ich frühstücke ausgewogen und reichhaltig, snacke meine Gemüseschnitze und Nüsse bei der Arbeit, esse Süßkartoffel und Gemüse zu Mittag, gönne mir dann ein Stück Camembert, sogar einen zuckerfreien Vanillepudding, um mir über meine Schokogedanken hinweg zu helfen.
Hungrig bin ich nicht.
Doch es bringt nichts. Also esse ich: Einen Proteinriegel, einen halben, aber großen Schokohasen,  Schokokugeln. Eigentlich schmeckt es mir nicht mal. Aber jetzt ist es weg. Auch der Schokojieper ist weg. Immerhin. 


Tag 30 - 34 - Der Rest der Woche 
Trotz der akuten Schokolust und der fehlenden Kontrolle ihr in einem Meer aus Schokohasen zu widerstehen, fühle ich mich nicht gescheitert.
Ganz im Gegenteil kann ich den beiden kleinen Attacken sogar Gutes abgewinnen. Denn ich merke die Auswirkungen des (übermäßigen!) Schokoladenkonsums am eigenen Körper diesmal intensiv!
Geradezu aufdringlich drängt sich Müdigkeit in den Vordergrund. Mein Magen fühlt sich den ganzen Tag übervoll und aufgebläht an. Mir ist ständig kalt und ich habe im Vergleich zu den Wochen vorher deutlich weniger Energie und Motivation als vorher. Irgendwie fühl ich mich in den zwei Tagen grau und fad.

Diese Erfahrung ist so krass und so stark, dass sich mir noch einmal die Augen öffnen. Zwar berichte ich in den letzten Wochen immer wieder von mehr Energie, mehr Endorphinen im Blut und mehr Motiviation, doch jetzt ist mir klar: Das ist keine Einbildung!




Ich mache weiter. Reduziere (!) meine Zuckerzufuhr, wähle gesunde Alternativen, esse ausgewogen und bleibe dabei. Gerne! Freiwillig! Den ein oder anderen Genuss will ich mir auch zukünftig nicht verkneifen. Den Rest der Woche schaffe ich wieder spielend. Der Osterkorb kratzt mich nicht. Viel lieber beiße ich in einen Apfel oder mixe mir einen Avocado-Schokoshake, denn ich weiß genau, dass es mir damit viel besser geht!



Ein gutes Schlusswort, oder? Deshalb werde ich an dieser Stelle mit meinen Wochenrückblicken enden. In den nächsten Wochen schreibe ich euch aber auf jeden Fall noch ein paar Tipps und Tricks und ein paar motivierende Worte zusammen. Vielleicht wollt ihr nun mal zuckerfrei machen?


Lieblingsgrüße!


_________________________
Ich habe euch zum Thema noch ein paar gute Lesetipps herausgesucht
Bücher:
Voll verzuckert 
Raus aus der Zuckerfalle
Blogs:
iquitsugar
Zuckerrebellen

Unbedingt mal reinschauen.
Der sogenannte "Blick ins Buch" allein ist schon sehr spannend und aufschlussreich.
Den Film zum Buch "Voll verzuckert" habe ich mir kürzlich auch angesehen und bin wieder voll angefixt von meinem Experiment.

25 April, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Woche 4 auch unterwegs

Wow! Schon vier Wochen läuft mein zuckerfrei-Experiment!
Und es läuft gut! Richtig gut! Was ich diese Woche erfahren habe und wie ich mich gefühlt habe, könnt ihr heute nachlesen.




Tag 22 - 24 - Montag, Dienstag, Mittwoch
Wir sind in Berlin. Unterwegs ist es definitiv nicht ganz einfach, sich an seine zuckerfreie Pläne zu halten! Für den die Reise habe ich mir Nüsse eingepackt und vorab ein paar Möhrenkekse gebacken. Super lecker und ohne raffinierten Zucker. Yummy yummy! Und sie retten mich easy über die lange Zugfahrt und die ersten Berlinmomente. Noch schöner: Der Lieblingslehrer hat als Reisesnack (neben Chips, Schokolade und Riegeln für sich) auch Maiswaffeln eingepackt. Total süß! Der Lehrer! Nicht die Waffeln.

Aber auch in Berlin halte ich mich an mein Vorhaben. Ich habe mir vorgenommen, mich tagsüber zu organisieren, aber mir abends zuckerfreifrei zu nehmen. Ist ja auch Urlaub.
Das klappt auch ganz wunderbar! Im Hotel gibt es eine reichhaltige Frühstücksauswahl. Mir hier ein zuckerfreies Frühstück zusammen zu stellen ist überhaupt kein Problem.
Am Abend gibt es dann auch gerne mal einen Cocktail zu der Pizza (btw., Absolute Berlin-Pizza-Empfehlung: Das 12 Apostel in den S-Bahnbögen in Berlin- Mitte macht unglaublich leckerere Pizzen und serviert sie unter imposanter Deckenmalerei. Edit: leider hat das Apostel mittlerweile geschlossen.)
Neben meinem schon bekannten Hungergefühl, dass mich tagsüber immer mal wieder überkommt, fühle ich neuerdings etwas Neues, längst vergessenes. Ich glaube, ich fühle Sattheit, ganz ohne Appetit. Komisches Gefühl... im ersten Moment habe ich es fälschlicherweise als Übelkeit ausgelegt, weil ich überhaupt keine Lust hatte, mir Nahrung zuzufügen und mein Magen bei dem Gedanken daran leicht drehte... doch tatsächlich... bin ich einfach nur satt. Und fühle es.






Tag 25 - Donnerstag:
Der erste Tag nach der Berlinreise, bei der es, durch abendliche Unbekümmertheit bedingt, doch wieder etwas mehr Zucker gab als sonst, reiht sich wieder ganz wunderbar in meine vorherigen Wochen ein. Zwar habe ich heute definitiv mehr Lust auf Süßes, aber ein Apfel oder ein Avocadoschokoshake sind vollkommen ausreichend, um meinen Süßhunger zu stillen? Bock auf Schokolade? Null!
Selbst die Arbeit fällt mir, trotz der teilweise auch anstrengenden Berlinreise ganz leicht und ich bin direkt am Morgen fit! (Sightseeing - da kommen einige Meter zusammen!).


Tag 26 - (Kar)Freitag:
Mmmmhhh, ich hab einen neuen Lieblingssnack. Gesalzene Maiswaffeln mit Erdnussmus! Unglaublich ist das deshalb, weil ich Erdnüsse und Mus aus selbigen vor vier Wochen noch recht ungenießbar fand. Wenn Nussmus, dann bitte das süße Mandel- oder Cashewmus und gerne auf einem Weizenbrötchen oder in süßem Müsli.
Am Freitag (heute ist Karfreitag - ich bin meinen Berichten ja immer ein paar Tage zurück) treffe ich mich mit meinem Bruder. Muss mal wieder sein. Wir haben frei und wollen uns ein paar lustige und leckere Stunden machen. Er ist für die Snacks verantwortlich und steht - wie lieb - mit zuckerfreien Snacks vor der Tür. "Ich habe extra die Inhaltsangaben studiert!"
Färbt mein Experiment etwa ein bisschen ab?



Tag 27 - (Oster) Sonntag
Heute wird es echt schwer! Da bin ich mir schon am Morgen ganz sicher.
Aber nicht etwa, weil mich die Mengen an Schokolade, Kuchen und Süßigkeiten tatsächlich reizen würden. Nein gar nicht. Eher weil ich beim Besuch bei den Eltern natürlich nicht unhöflich auftreten möchte. Den selbstgebackenen Kuchen auszuschlagen und an einem leeren Dessertteller nur einen schwarzen Kaffee zu schlürfen? Doch bei meinen Eltern gibt es genug Ausweichalternative und seine Eltern haben extra Süßstoff auf dem Tisch stehen und den schlichten, leckeren Erdbeerboden mit nicht gezuckerten Erdbeeren und ohne Sahne kann ich mir nun wirklich gedankenlos erlauben.
Top!
Das war einfach!
Was aber schwer wird: Die riesen Berge Schokolade (vor allem Kinderschokolade, meine Achillesferse), die das Zuckermädchen von sämtlichen Omas und aus dem eigenen Garten mit nach Hause trägt. Sie werden greifbar in meiner Küche stehen... Tagelang... wochenlang...
Wie schwer es wirklich wird, wusste ich an diesem Sonntag noch nicht... aber dazu mehr in der nächsten Woche)




Review Woche 4
Auch Woche 4 ging mir überraschen leicht von der Hand. Ich stelle fest: Mit ein bisschen Planung und ein paar Alternativen ist ein zuckerreduziertes Essverhalten auch unterwegs, auf Reisen und bei Feiern möglich.
Zuckerfrei wäre an solchen Tagen vielleicht etwas übertrieben und  sicher auch anstrengend. Nicht nur für mich selbst. Auch für Familie und Freude wird das dann irgendwann stressig. Deshalb ist ein wenig Inkonsequenz in den richtigen Momenten durchaus akzeptabel.

Was für mich wirklich ein ganz neues Gefühl ist, ist diese "Sattheit". Ich finde es fast makaber, darüber zu schreiben, dass ich ein Sattheitsgefühl bisher nicht kannte, denn ich lebe glücklicherweise in einer Welt und Umgebung, in der es mir an nichts fehlt und ich natürlich keinen Hunger leiden muss. Doch ist dieses Gefühl für mich neu. Vorher war ich entweder tierisch hungrig oder aber total übergessen und von einem Völlegefühl geplagt.


In der Folgewoche starte ich leider weniger professionell. Wie und ob ich mich wieder gefangen habe? In der nächsten Woche gebe ich euch noch mal eine Zusammenfassung.


Habt ihr die Ostertage eigentlich zuckerfrei überstanden?
Und wie haltet ihr es auf Reisen?


Lieblingsgrüße!

20 April, 2017

Schokomousse - Zuckerfrei

Noch nie hatte ich so einen Avocadoverschleiß, wie derzeit.
Ich liebe die grüne, kleine, reichhaltige Frucht ohnehin, weil sie so vielseitig ist. Aber momentan vergöttere ich sie geradezu! 




Jetzt, da sie mir den perfekten zuckerfreien Schokoladenersatz ermöglicht, gehört sie auf ein Podest gestellt und bejubelt. 
Die Mousse ist sogar super schnell hergestellt und nach einem Besuch im Bioladen hat man dafür meist alles im Haus, so dass man immer wieder Nachschub schaffen kann. 


Ihr braucht: 
eine reife Avocado
2 EL reines Kakao Pulver
1 EL Reissirup
1 TL Kokosöl



Die Zubereitung ist ganz einfach: 
Das Kokosöl wird im Wasserbad oder in der Mikrowelle erhitzt, bis es flüssig ist. Währenddessen werden Avocado, Kakaopulver und Süßungsmittel mit einem Pürierstab zu einer glatten Masse gemixt. 
Das geht auch mit dem Mixer oder zur Not mit einer Gabel (wie bei mir. Ich habe meinen Pürierstab vor einigen Tagen zerstört, weil ich Datteln pürieren wollte. Mist!)
Dann wird das Kokosöl hinzugegeben und alles noch einmal gut verrührt und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. 

Tipp: Statt Reissirup könnt ihr natürlich auch Honig oder Agavendicksaft verwenden. Ist genauso süß, aber weniger gesund (Reissirup enthält weniger Glucose und keine Fructose)

Am Schluss wird das Ganze noch beliebig mit einem Topping versehen. Heute gibt es Heidelbeeren und Kakaosnibs. Aber wie wäre es sonst mal mit Datteln, Mandeln oder Haferflocken? Oder Erdbeeren, Mango, Himbeeren, Minzblättern oder Kokosraspeln?




Durch die Avocado wir die Creme schön cremig, das wieder aushärtende Kokosöl gibt die gewisse Festigkeit und eine super leckeren Geschmeckt (wenn nicht-desodoriertes Öl verwendet wurde). In Summe enthält das ganze Glas ca. 8g Zucker (durch die Avocado und vor allem natürlich die Glucose des Reissirups)
Ganz ehrlich! Ich könnte mich reinlegen! 
Aber noch ein kleiner Hinweis: Wer gerade gestern erst seine zuckerfreie Zeit gestartet hat, der sollte sich vielleicht noch ein paar Tage Zeit geben, bis sich das eigene Zuckerempfinden geändert hat.  Dann wird das Schokomousse zum echten Highlight! 


Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachmachen und Naschen! 

Lieblingsgrüße!




18 April, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Woche 3:

Nachdem ich mich in der letzten Woche mehrfach auf den Prüfstand befand und vor Hunger fast einknickte, könnte man meinen, dass ich diese Woche weniger Lust auf #machmalzuckerfrei hätte.
Pah! Im Gegenteil! Ich bin total gespannt, wie es weiter geht und vor allem wie ich meinen ständigen Hunger in den Griff kriege. "Brauche" ich den Zucker vielleicht doch?



Tag 15 - Montag
Wochenstart. Der Montag ist immer besonders stressig, aber seit dem Zuckerfreiexperiment wirkt sich das nicht mehr stark auf meine Laune aus.
Morgens gibt es meinen momentanen Standard: Magerquark mit Whey, Obst und Haferflocken.
Vormittags snacke ich Kohlrabi, Möhren und Nüsse und wundere mich: Es schmeckt süß.
Mittags gibt es eine Gemüsepfanne mit Kürbiskernen.
Am späten Nachmittag habe ich tierisch Lust auf etwas "Ungesundes" und mache mir Nudel (Weizenvariante), mit Fischburger (billige TK-Version) und dazu Rotkohl.
Wer hätte gedacht, dass Rotkohl der Bösewicht in dieser Liason ist? Unfassbare 15g Zucker pro 100g! (gesunde Empfehlung: 25g Zucker pro Tag) Mir vergeht der Appetit und der Rotkohl bleibt liegen.
Witziger Funfact am Rande: Ich bin zum ersten Mal seit einer Woche satt.


Tag 16 - Dienstag
Seit etwa drei Tagen läuft meine Verdauung... naja... reden wir nicht weiter darüber (to much information). Dadurch ist mein Bauch momentan auch alles andere als flach.
Aber immerhin: mein Hungergefühl der letzten Woche scheint sich zu regulieren. Habe ich den Bann endlich gebrochen? Wäre schön, denn so schnell wie ich esse, bekomme ich die Nahrungsmittel gar nicht nachorganisiert. Die vielen guten Sachen sind auch nicht immer ganz billig.
Für den Abend habe ich mir ein Schokomousse vorbereitet! Ein waaaaaas?! Wie jetzt? Schokolade?
Nein, natürlich nicht. Hauptbestandteil ist Avocado. Aber es schmeckt so unglaublich yummy! Ich bin begeistert. Eine kleine Portion davon reicht mir vollkommen. Voller Schokogeschmack und voll gesund.





Tag 17 - Mittwoch
Ich gehe heute erstmalig wieder ohne Makeup zu Arbeit. Endlich! Man noch ein paar Narben und Male, aber die Haut hat sich fast vollkommen beruhigt.
Aus Wassernot muss ich mich später an der 2-Wochen alten Zerocoke bedienen. Bäh! Geht gar nicht! Abgestanden und viel zu süß! Ich muss erst mich schütteln und dann die Cola, und zwar in den Ausguss.
Später bin ich zum Laufen verabredet. 8km sind das für mich zu dem Zeitpunkt noch utopische Ziel. Ich habe seit dem Mittag nichts mehr gefuttert und fürchte, in traumatischen Gedanken an die letzte Woche, unterwegs zu verhungern.
Pah! Wir schaffen sogar 9km und danach hab ich immer noch Engerie und fühle mich großartig!
Am Abend treffe ich mich mit den Mädels in der Pizzaria. Ich esse einen riesen Berg Salat, trinke trockene Weißweinschorle und berichte von meinen Zuckerfrei-Erfahrungen.

Tag 18 - Donnerstag
Meine Haut sieht schon wieder viel besser aus!
Meinen Magen knurrt den ganzen Tag nicht.
Mein Durstgefühl ist völlig normal.
Meine Verdauung ebenfalls.
Ich hab überhaupt kein Interesse an Schokolade oder anderen Süßkram.
Ist der Zuckerentzug nach 18 Tagen endlich vollbracht? Ich habe mittlerweile fast drei Wochen durchgehalten. Wobei "durchhalten" für mein momentanes Hochgefühl ein viel zu negatives behaftetes Wort ist.
Ich hab das Gefühl, eine Belohnung zu verdienen und gönne mir endlich (!Ich schleiche schon seit einem Dreivierteljahr drumherum) Urban Ears. I love them!


übrigens gerade reduziert bei Amazon
Tag 19 - Freitag
Frühstückspause mit den Kollegen. Ich verzichte völlig selbstverständlich auf meinen sonst typischen Irish-Automaten-superextrasüß-Cappucchino und nehme meine Wasserflasche mit. Ein Kollege teilt eine Tafel Schokolade mit uns. Sonst ein Moment, in dem sich direkt der Speichel in meinem Mund sammelt und mir krampfhaft überlege, wie ich jetzt an möglichst viele schokoladige Stücke komme, ohne gierig zu wirken. Heute überlege ich kurz aus Höflichkeit ein Stück zu nehmen. Doch ich hab eigentlich kein Interesse. Ich berichte stattdessen von meinem Zuckerfreiexperiment und löse damit eine kurze Ernährungsdiskussion aus.


Tag 21
Heute geht es nach Berlin! Ich bin sehr gespannt, ob ich das Experiment "mach mal zuckerfrei" auch in der Hauptstadt umsetzen kann!
Für die Zugfahrt packe ich mir auf jeden Fall ein paar zuckerfreie Snacks ein!



Review Woche 3
Wow! Drei Wochen völlig ohne Süßkram und mit viel weniger Zucker und Süßungsmittel! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe. Aber ich merke, dass mir das Experiment echt gut tut! Die physischen Veränderungen sind bisher zwar eher gering. Die psychischen Auswirkungen sind aber gerade jetzt sehr fühlbar. Ich bin wesentlich ruhiger und stressresistenter. Und noch dazu richtig gut zufrieden. Endorphine ganz ohne Zucker!

Was ich aber auch feststellen muss:  Zuckerfrei ist nicht günstig. Man schaut viel öfter im Biomarkt, in der Bioabteilung des Supermarktes oder im Drogeriemarkt vorbei. Bis man sich mit Couscous, Kokosblütenzucker, Kakaonibs und sämtlichen interessanten Superfoods eingedeckt hat, hat man ein kleines Vermögen auf den Verkaufstresen gelegt. Die Unmengen an frischen Obst und Gemüse kosten auch mehr, als ein billiges verzuckertes Müsli.
Zwar habe ich schon immer hauptsächlich Gutes in meinen Einkaufswagen lassen und war auch teilweise schon mit Chiasamen oder ähnlichem ausgestattet, doch den preislichen Unterschied merke ich deutlich.



Und wie geht es euch? Seid ihr noch dabei?
Nur falls ihr euch wundert, weshalb hier gar nichts von Ostern erwähnt wird: Mit meiner Review bin ich immer eine gute Woche zurück. Ostern kommt also noch... ;)


Lieblingsgrüße!

11 April, 2017

Das Zuckerexperiment - Woche 2: Auf und ab und hungrig

Woche 1 meines Zuckfrei-Experiments hat mich ja regelrecht euphorisch zurück gelassen. Am Montag starte ich ebenso begeistert und bin ganz sicher, dass das Experiment ein Klacks wird.

Wie es mir tatsächlich ergangen ist? Lest selbst:



Tag 8 - Montag
Ich entdecke eine unfassbare Energie und ein Gefühl von Leichtigkeit.
Es mag auch am Frühling liegen und an der Sonne auf meiner Nase, aber ich habe ein richtig gutes Bauchgefühl!
Der Arbeitstag war nervenaufreibend und richtig anstrengend! Abendessen kochen? Jetzt noch?
Normalerweise hätte ich mir sicher Schokolade und etwas Mäusespeck gegönnt, vielleicht ein paar Scheiben Käse, hätte meine schmerzenden Beine aufs Sofa gelegt und mich am Abend noch zu einer kleinen Sportsession gezwungen (Schokolade ausgleichen).

Heute ist es anders. Da ist noch genug Energie für den Rest des Tages! Ein kurzer Spurt unter die Dusche, dann bereite ich fröhlich summend ein leckerleichtes Abendessen zu und habe anschließend noch Lust mit dem Zuckermädchen zu spielen.
Später knuspere ich ein paar Maiswaffeln (0,5g/100g) und versuche mich an meiner Steuererklärung.
Sport gibt es heute aus schlichten Zeitmangel nicht. Macht nichts. Ich muss ja auch nicht ausgleichen

Tag 9 - Dienstag

Am Morgen werde im Badezimmer mit einer Überraschung belohnt: Mein Bauch ist viel flacher!
Ich habe nicht speziell trainiert oder wenig gegessen. Trotzdem fühle ich mich drahtig und weniger aufgebläht.
Aber ich bin hungrig heute!
Trotz reichhaltigem Frühstück und Snack hängt mein Magen um 11 Uhr am Boden und ich kämpfe mich durch bis zum Mittagessen. Wie im Wahn öffne zu Hause Schränke und Schubladen und suche nach schneller Energiezufuhr, während ich koche.
Ich halte durch, trinke ein großes Glas Kokosmilch (1,9g/100g) und ziehe später meine Laufsachen an. Nach einem Run mit dem Mädchen (sie auf dem Rad) stürze ich mich in die Gartenarbeit. Die Lust auf schnelle Energiezuführ ist weg. Ha! Da habe ich mich gut ausgetrickst.
Am Nachmittag knallt mir der Hunger wieder mit voller Wucht in die Magengrube, trotzdem ich nach dem Lauf noch einmal etwas gegessen habe. Ich suche nach Snacks, mampfe Nüsse und Dinkelcracker, esse Quark und eine halbe Avocado, doch werde einfach nicht richtig satt.
Am Abend steht der Lieblingslehrer mit Baguette und Salami vor der Tür. Hallo! Hunger! Gib her!
Es gibt Gemüsesticks und Dips (2,8g/100g) dazu und ich haue richtig rein. Ich bin mir unsicher: Wieviel Zucker enthalten Salami (1g/100g) und Baquette (4g/100g)? Am nächsten Tag recherchiere ich im Netz und entscheide: Das war schon in Ordnung



Tag 10 - Mittwoch
Um meinen Appetit zu regeln gibt es heute eine große Frühstücksportion und ein Extraobst. Auch in der Pause bei der Arbeit gibt es diesmal mehr zu futtern.
Doch der Hunger hat mich voll im Griff! Es ist nicht einmal so, dass ich Lust auf Süßkram hätte. Dem kann ich nach wie vor gut widerstehen. Aber ich scheine einfach nicht richtig satt zu werden. Ich fühle mich wie die kleine Raupe Nimmersatt und kann mich deshalb heute gar nicht richtig konzentrieren.
Bis zum späten Nachmittag habe ich 200g Nüsse gemampft (Meine Lieblinge: Walnüsse, Mandeln, Pekannüsse und Cashews). Ich hatte gar nicht gewusst, dass Nüsse eigentlich süß schmecken! 
Na klar, die enthalten ca. 4g Zucker pro 100g.
Aber wusstet ihr, dass Nüsse helfen den Cholesterinspiegel im Blut zu senken, den Zuckerwert stabilisieren, das Risiko für einige Krebsarten mindern, Konzentration und Lernfähigkeit erhöhen und das Gedächtnis stärken? Kleine Zauberpakete!
Trotzdem hab ich heute das Gefühl, dass etwas fehlt.

Tag 11 – Donnerstag

Wo ist eigentlich mein Mittagstief hin?
An Dienstagen und Donnerstagen, wenn ich nach dem Mittagessen nicht wieder zur Arbeit muss, überkommt mich oft eine unsagbare Müdigkeit. Ich mir gelegentlich einfach eingestanden, dass ich müde bin und eine Pause brauche und habe mich mit einem 35 Minuten Timer tatsächlich einfach mitten am Tag ins Bett gelegt.
Seit elf Tagen bin ich auch Mittags fit und gut zufrieden und habe heute direkt Lust auf ein kleines Workout.

Kettlebell und Hanteln für Muckis



Nach 12 Tagen – Freitag
Heute steht mein Experiment auf dem Prüfstand:
Einkaufen nach der Arbeit (ihr wisst: Mein Hungernotstandszeitpunkt!), Eisessen mit einer Freundin und eine Einladung bei den Nachbarn zum Feiern einer Geburt. Mir ist klar: Ich brauche einen Plan!

Vor dem Einkauf gibt es 3 Datteln. Im Einkaufswagen landen nur gesunde Lebensmittel. Jeah!
Mittags muss es schnell gehen. Schlichter Couscous nur mit Salz reicht mir. In der Eisdiele berichte ich meiner Freundin von meinem Zuckerbefreiungsplan und bestelle einen Cappuccino. Den Schokocookie den es dazu gibt, bekommt das Mädchen.
Psssst: Für den Notfall habe ich mir einen eisgekühlten Eiweißshake gemixt (3g/100g) und ihn in der Tasche dabei. Ich brauche ihn nicht, genieße den Cappuccino und fühle mich den anderen Gästen fieserweise überlegen.
Abends kralle ich mich an einer Bierflasche fest. Irgendwann überkommt mich die gemeinschaftliche Feierlaune. Zum Glück werde ich am nächsten Tag wenigsten mit Kopfschmerzen bestraft.
Egal. War ein lustiger Abend und ein guter Tag!


Tag 13 - Samstag
Der Tag startet etwas langsamer. Aber dafür ganz gesund und mit Yoga. Bis zum Nachmittag halte ich mich gut. Ich bin zwar hungrig, finde aber genug zuckerfreie Alternativen.
Doch dann kommt die Zuckerlust.
Ich habe den Proteinriegel mit satten 26g/100g Zucker schon in der Hand. Ich will nicht, doch ich öffne ihn, sehe den Schokoladenüberzug und merke, wie mir das Wasser im Mund zusammen läuft. "Komm schon. Tu es doch einfach. Sieht doch keiner!" Meine Hände zittern leicht.
In letzter Sekunde, schüttle ich bestimmt den Kopf,  lasse den Riegel wieder in die Schublade fallen und koche mir eine Tasse Couscous. Krass... jetzt verstehe ich den Begriff 'Zuckersucht'.
Anschließend stopfe mich mit Datteln und Nüssen voll und ärgere mich, weil es sich anfühlt, als hätte ich noch nichts gelernt.
 

Zum Frühstück gibt es Quark mit Greenz


Tag 14 - Sonntag
Erst glaube ich den Hunger endlich im Griff haben. Morgens bin ich voller Energie, mache den Haushalt, starte einen Lauf, Frühstücke gut und gesund. Genieße die Sonne und verbringe den Nachmittag mit dem Mädchen. Alles läuft ganz wunderbar sonntagslike.
Nur abends bin ich wieder unglaublich hungrig. Nach dem Abendessen gibt es Couscous, nach dem Couscous gibt es einen Joghurt, nach dem Joghurt mache ich mir eine riesige Schüssel salziges Popcorn. Satt bin ich irgendwie nicht, aber auch nicht überfressen oder hungrig.  Lust auf Süßkram habe ich nicht.


Aber: Hey! Meine Haut wird wieder besser und heilt! Gut so, mein Makeup Döschen ist fast leer.




Der Rückblick auf Woche 2
Nachdem die erste Woche fast ein Kinderspiel war, erging es mir in dieser Woche doch etwas anders. Es war sehr viel schwieriger durchzuhalten, da ich ständig Hunger empfand und mich die guten, gesunden und nicht unbedingt weniger reichhaltigen Lebensmittel einfach nicht sättigen wollten. Ich schwankte ständig zwischen: "Nein, danke, ich habe kein Verlangen nach Zucker." und "Verdammtermistichbrauchdenscheißjetztaber!!!" 
 
Positiv ist jedoch:
Vor dem Zuckerexperiment war es relativ normal, dass ich am Tag eine Flasche Zerocoke brauchte. Jetzt interessiert mich die angebrochene Flasche Zero Coke nicht die (Kakao-) Bohne. Ich ziehe die Wasserflasche vor. 

Außerdem liegt hier seit zwei Wochen eine unberührte Tafel Zartbitterschokolade. Ich gebs zu: Sie liegt versteckt unter der Tupperdose mit den Nüssen. Aus den Augen aus dem Sinn. Doch das Zuckermädchen sie entdeckt und ein Stück gegessen. Als sie abbiss krümelten Schokosplitter auf das helle Sofa. Aus reiner Gewohnheit stippte ich sie mit dem Zeigefinger auf und ließ sie in meinem Mund verschwinden. Uhhh! War das süß! Der Schokoladengeschmack von dem winzig keinen Schokosplitter hielt sich stundenlang auf meiner Zunge! 



Und wie war es bei euch? 
Lieblingsgrüße!

 

08 April, 2017

Schokoshake! - Zuckerfrei

Es gibt immer mal wieder diese Momente, in denen man trotz aller gesunden Vorsätze schnell einen unkomplizierten, leckeren Nachtisch will. Eine gesunde Alternative, die dabei aber er dabei vollen Genuss bringt habe ich heute für euch mitgebracht.

Schokolade! 
Ganz ohne Schokolade. 
Und zum Trinken. 




Du brauchst für zwei Portionen 
1 Banane
1/2 Avocaodo
20g Backkakao
300ml Sojamilch
evtl. echte Vanille
evtl Kakaonibs zum Dekorieren


Die Zubereitung ist denkbar einfach:
Alles zusammen in einen Behälter geben und mit dem Stabmixer pürieren, bis eine glatte Masse entsteht. Am Schluss nach belieben mit Kakaonibs bestreuen.

Das schmeckt so lecker schokoladig, und macht dazu auch noch gut satt.
Der Schokoshake enthält definitiv keinen Industriezucker und ist eine super Schoko-jieper-Nachtisch-Lust-Alternative, bei der man nicht das Gefühl hat, auf irgendetwas zu verzichten.
Aber Vorsicht, wer es ganz genau nimmt, sollte bedenken, dass die Banane natürlich eine Menge Fruchtzucker mit sich bringt. Insgesamt enthält die zubereitete Menge 11g Zucker pro Portion.


Probiert es doch auch mal aus!

Lieblingsgrüße!

04 April, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Woche 1: Euphorisch!

Da hab ich mir aber etwas vorgenommen! Das wird bestimmt nicht ganz einfach!
Das dachte ich an dem ersten Montagmorgen, an dem mein Zuckerfrei-Experiment beginnen sollte.

Wie es mir in der ersten Woche ergangen ist? Lest selbst:


Tag 1 - Montag.

Am Abend liege ich mit Erfolgsgefühl in meinem Bett und fühle mich ein paar Zentimeter größer als sonst! Der erste Tag ist geschafft!
Im Frühstücksquark gab es heute keinen Honig, für die Pause in der Firma habe ich mir ein paar Nüsse und Tomaten eingepackt und trinke statt des Automaten-Cappuccinos einfach einen schwarzen Kaffee (Igitt!).
Mittags beginnt meine riskante Phase! Ich komme meist ausgehungert nach Hause, greife mir irgendeinen schnellen Imbiss und überlege dann, was ich mir zu Mittag koche. Gern gönne ich mir nach dem Mittagessen auch noch einen Griff in die Süßigkeitenschublade.
Aber diesmal war ich vorbereitet, hattet mir morgens schon eine selbstgemachte Brokolisuppe bereit gestellt, die ich mir schön aufpimpte. Auch danach blieb ich eisern. Ich habe mir auf die Zunge gebissen, einen Schluck Kokosmilch getrunken und nach einer halben Stunde war der Schokohunger vergessen.
Die latente Zuckerlust am Abend vertreibe ich mit einer Portion ungesüßtem ganz viel Wasser und einer Runde Yoga. Dann geht es früh ins Bett. Wer schläft kann nicht essen.





Tag 2 – Dienstag
Warum bin ich nur so durstig?
Ich habe auch sonst keine Probleme damit, die täglichen 2l Wasser zu tanken. Doch momentan liege ich gut und gerne bei 3l – 4l.
Ich recherchiere im Netz und finde dort nur, was ich schon weiß: Süßes und Salziges macht durstig.
Hmmm… Das passt ja jetzt nicht so recht mit meiner akuten Empfindung zusammen. Ich behalte das im Auge.
Das viele Trinken hilft mir durch den Tag, obwohl es heute auch nicht schwer war. Mittags war ich gut vorbereitet. Am Nachmittag und abend habe ich mich durch Nüsse, Obst, Quark und Avocados gesnackt.

Tag 3 - Mittwoch
 Morgens reicht mir mein Magerquark mit Obst und ein paar gesunden Extras vollkommen. Extrasüße kommt nur aus dem Eiweißpulver (1g Zucker/30g Pulver), dass ich beimenge.
Die Zuckerreduzierung ist leichter als gedacht! Beim Einkaufen suche ich nach gesunden Alternativen zu meiner Schokosucht. Gönne mir Mangos und Weintrauben und entdecke gesalzene Maiswaffeln für mich.
Mittags schleiche ich um die Süßigkeitenschublade, greife nicht zu und freue mich darüber diebisch.
Am Nachmittag besuche ich meine Eltern und werde begrüßt mit: 
„In der Kühltruhe ist noch Schoko-Karamell-Eis“
Nein, danke! Ich möchte gerade nicht so viel Zucker essen, sage ich, ohne großartig nachzudenken.
Mama ist tolerant und sagt nur „Okay, Kaffee dann?“ Da meine Eltern keine alternativen Süßungsmittel haben (und ich nicht vor einem Glas Leitungswasser sitzen will) kommt ein nicht-mal-halber-Teelöffel Zucker in den Kaffee. Das Eis bekommt das Zuckermädchen.

Ist es echt so leicht dem Süßkram aus dem Weg zu gehen?


Magerquark mit Whey, Green Mix Pulver und Kakaonibs



Tag 4 - Donnerstag
Ich stelle erste körperliche Veränderungen an mir fest. Meine Haut verändert sich. Aber.. .o Gott! Zum Negativen! Ich sehe, um es mal milde auszudrücken, scheiße aus. An Schläfen und Kinn wirke ich regelrecht pubertär! Mein Bruder fragt mich, ob ich krank sei...

Ob das am Zuckerverzicht lieg? Eine Umgewöhnung des Körpers oder eine Art Erstverschlimmerung?
Das hatte ich mir zugegebenermaßen anders vorgestellt. Ich bin enttäuscht. Und gehe nach draußen, reinige die Terasse, vertikutiere den Rasen, grabe den Garten um.
Ich hasse Gartenarbeit, aber heute geht sie mir ganz gut von der Hand. Und unter der sandigen Schmutzschicht sieht man meine Haut gar nicht.

Tag 6 - Samstag
Am Wochenende trage ich eine Extraschicht Makeup auf und besuche ich einen Freund. 
Ich habe kinderfrei und wir können den ganzen Tag zu zweit genießen.
Jay! Spontane Shoppingtour! Ich muss einige Male anhalten, um mir ein Getränk zu besorgen! Oh man, ich bin durstig!

Zwischendurch machen wir eine kleine Pause. Er holt sich ein superleckerzimtigduftendes Franzbrötchen (20g Zucker/100g). Interessanterweise reicht mir der Duft der Leckerei total. Als er mich fragt, ob ich abbeißen möchte. Ich lehne ab, habe wirklich kein Interesse oder Appetit. Stattdessen atme ich den leckeren Zimtduft noch einmal tief ein und nur wenige Sekunden später ist sein Brötchen auch schon in seinem Mund verschwunden.

Am Abend gehen wir essen und ich gönn mir ein kühles Bier (4g/100g) zu einer relativen gesunden, aber durch Weißweinsoße sicher nicht zuckerfreie Bestellung auf dem Teller.
Ich gönne es mir bewusst, weiß beim Essen um den Zuckergehalt und es schmeckt sau lecker!
(Zur Erinnerung: Ich möchte mich nicht mit radikalen Zuckerverzicht drillen, sondern auf eine zuckerbedachtere Ernährung umstellen) Übrigens: Ein trockener Weißwein wäre eine gute, (fast) zuckerfreie Alternative gewesen!



Der Rückblick auf Woche 1
Ich muss sagen, die erste Woche ging mir super leicht von der Hand. 
Kein einziges Stückchen Schokolade ging über meine Lippen! Auch kein Kakao, Nutella oder Schokomilch oder auch nur ein Cookiekrümel. Nichts! 
Beim Wocheneinkauf habe ich zwar ein wenig die Etiketten studiert, doch mich mehr auf cleanere Lebensmittel konzentriert. Da dauerte der Einkauf auch kaum länger als sonst.

Gerade mittags merke ich aber:
Vorbereitung ist alles! Mittags bin ich tierisch hungrig, egal wie viel ich vormittags gegessen habe und immer auf der Suche nach einem Stücke schnell verfügbarer Energie.
Das gemütliche Abendessen am Wochenende hat mich für einen Tag aus der Sollmenge, aber sicher nicht aus dem Konzept gebracht.
So kann es weiter gehen!
Jetzt bin ich neugierig: Wie ergeht es euch? 

Lieblingsgrüße!